{"id":20378,"date":"2024-10-19T08:46:30","date_gmt":"2024-10-19T08:46:30","guid":{"rendered":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=20378"},"modified":"2024-10-19T18:51:45","modified_gmt":"2024-10-19T18:51:45","slug":"sinnieren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=20378","title":{"rendered":"sinnieren"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"1024\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/20241019_094145-1024x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-20377\" style=\"width:356px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/20241019_094145-1024x1024.jpg 1024w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/20241019_094145-300x300.jpg 300w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/20241019_094145-150x150.jpg 150w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/20241019_094145-768x768.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/20241019_094145-1536x1536.jpg 1536w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/20241019_094145-365x365.jpg 365w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/20241019_094145-500x500.jpg 500w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/20241019_094145.jpg 1912w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:46px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Zum Gl\u00fcck haben wir die &#8218;Zeit&#8216; abonniert, denn sie kommt nur einmal in der Woche, und diese Woche braucht man unbedingt, um die paar Artikel, die man wirklich lesen m\u00f6chte, auch zu lesen. Was sofort ins interessierte Auge f\u00e4llt, ist nat\u00fcrlich die \u00dcberschrift, die \u00fcber den Weg vieler forschender Journalist:innen nach dem Kollektivinteresse der Gesellschaft ein summa sumarum in der Themengebung anbietet. Diesmal steht da in den gro\u00dfen Lettern &#8218;Sinn finden&#8216;, und darunter &#8218;Was macht ein erf\u00fclltes Leben aus&#8216;. Bevor ich mich irgendwann aufmache, entweder den Artikel zu lesen oder es zu lassen, weil mich beide S\u00e4tze schon irritieren, sinniere ich erst einmal vor mich hin. Ich habe nie verstanden, warum das Leben unbedingt einen Sinn machen muss, au\u00dfer ich bin konfrontiert mit einer sp\u00fcrbaren Leere, die nach Bereicherung lechzt, aber keinen stofflichen Inhalt daf\u00fcr findet. Da w\u00e4re mein Vorschlag, therapeutische Hilfe zu beanspruchen, aber auch dort kann ich g\u00fcnstigerweise nur ein paar Sachen aus dem Weg r\u00e4umen, die meinen Blick auf das Vorgefundene kl\u00e4ren, aber nicht unbedingt auch noch einen Sinn ergeben m\u00fcssen. Was soll das \u00fcberhaupt sein: Sinn!? Jede\/r wird hineingeschleudert in das vielschichtige Get\u00fcmmel, und meines Erachtens hat man fast in jeder Situation enormen Spielraum, mit dem eigenen Paket kreativ umzugehen. Und f\u00fcr mich pers\u00f6nlich ist die Spielart wesentlich bedeutsamer als dieses tonnenschwere Wort Sinn, so nutzlos fordernd, was vielleicht gar nicht da ist. So wie einer der vielen G\u00f6tter, der so tut als w\u00fcsste er, wo&#8217;s langgeht, dabei wei\u00df niemand, wo&#8217;s langgeht, das ist ja gerade das atemberaubend Spannende an diesem Schauspiel. Auch Denken kann klar und pr\u00e4zise sein, ohne einem Sinn untertan sein zu m\u00fcssen, ja welchem Sinn denn. Und weil er vermutlich gar nicht da ist, kann er st\u00e4ndig gesucht werden, und auf einmal ist man Asche und hat vergeblich nach Sinn statt nach sich selbst gesucht. Dann bemerkt man bei der Frage, was ein erf\u00fclltes Leben ausmacht, schon so ein geistges Erm\u00fcden, denn who the f&#8230;k can tell me, was mein Leben erf\u00fcllt. Kann man zum Beispiel die Abwesenheit von Sinn genie\u00dfen und sich v\u00f6llig dem Ungewissen und Unkennbaren hingeben, dann reiht sich erf\u00fcllter Nu an erf\u00fcllten Nu, und die Leere gibt ihm und seiner Fl\u00fcchtigkeit Raum. Denn es kann doch nur das Lebendige anreichern, wie \u00fcberraschend und verwirrend es sich auch gestalten mag. Jede Art von F\u00fcllung kann Begeisterung ausl\u00f6sen, auch wenn hier die D\u00e4mmerung den Unterschied zwischen dem Wei\u00df und dem Schwarz verblassen l\u00e4sst und der Muezzin seine heiligen Verse in die Atmosph\u00e4re singt. Und auch wenn sich herausstellen w\u00fcrde oder einer es vehement behaupten wollte, dass alles, absolut alles Sinn macht bzw. Sinn i s t, dann w\u00e4re es wiederum sinnlos, nach Sinn zu suchen, denn alles ist ja schon da. So w\u00fcrde ich statt der nutzlosen Sinnfindung eher vorschlagen, die Gesetzm\u00e4\u00dfigkeiten der Matrix zu studieren und zu achten.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zum Gl\u00fcck haben wir die &#8218;Zeit&#8216; abonniert, denn sie kommt nur einmal in der Woche, und diese Woche braucht man unbedingt, um die paar Artikel, die man wirklich lesen m\u00f6chte, auch zu lesen. 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