{"id":20349,"date":"2024-10-15T07:30:04","date_gmt":"2024-10-15T07:30:04","guid":{"rendered":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=20349"},"modified":"2024-10-15T18:49:06","modified_gmt":"2024-10-15T18:49:06","slug":"herbsteln","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=20349","title":{"rendered":"herbsteln"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"1024\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/20241014_163850-1024x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-20348\" style=\"width:350px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/20241014_163850-1024x1024.jpg 1024w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/20241014_163850-300x300.jpg 300w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/20241014_163850-150x150.jpg 150w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/20241014_163850-768x768.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/20241014_163850-1536x1536.jpg 1536w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/20241014_163850-365x365.jpg 365w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/20241014_163850-500x500.jpg 500w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/20241014_163850.jpg 1972w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:45px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Es ist immer wieder erstaunlich, wie schon allein durch die nat\u00fcrlichen Begebenheiten des Klimas gew\u00e4hrleistet ist, dass wir uns ver\u00e4ndern k\u00f6nnen und auch m\u00fcssen, uns also anpassen m\u00fcssen an die vorhandenen Verh\u00e4ltnisse. Allerdings sind viele von uns, hier z.B. als Deutsche, in der Lage, in irgendeinen S\u00fcden zu fliegen, wo noch Sommer herrscht oder immer etwas davon sp\u00fcrbar ist wie im Winter in Indien, wo es ziemlich kalt werden kann, aber mit dem Erscheinen der Sonne p\u00fcnktlich gerechnet wird, nicht zuletzt ein Grund der vielen Wanderungen, vor allem an die K\u00fcsten von Goa. Aber der Herbst in unserer Breitenlage ist sehr sch\u00f6n und unterhaltend, auch wenn es bedauerlich ist, dass man T\u00fcren und Fenster schlie\u00dfen und sich langsam einlassen muss auf die sichtbaren Verg\u00e4nglichkeiten. Man tritt f\u00f6rmlich auf die Fl\u00fcchtigkeit des Daseins, und ja!, sch\u00f6ne Farben, atemberaubendes Gold, wenn denn das Licht der Sonne die stark erm\u00fcdeten Bl\u00e4tter noch einmal in den Glanz des Lebendigen schie\u00dft, und wie gerne l\u00e4sst man sich von dieser T\u00e4uschung bet\u00e4uben. Und es ist diese seltsame Herbstwehmut, die aus den inneren Archiven die allzeit ber\u00fchmten Herbstpoesien entl\u00e4sst von depressivem Schlurfen durch Bl\u00e4tterberge, und schwer und s\u00fc\u00df sinken die trauernden Zypressen und die bis zur Neige genossenen Tristessen in die liebess\u00fcchtigen Herzen. Leider taucht auch der omin\u00f6se Gott, den keine\/r kennt, in ihnen, den Herbstgedichten, auf, wo man ihm alles zutraut, was man nicht f\u00fcr menschenm\u00f6glich h\u00e4lt, wie die letzte S\u00fc\u00dfe in den dunklen Wein zu jagen, ja klaro, das kann nur er. Oder dass er uns alle in der Hand h\u00e4lt, also aufh\u00e4lt beim Fallen. Es gibt Momente, da w\u00e4r&#8216; ich gerne kurz nochmal so unbegrenzt in meiner Wahrnehmung, dass es mir durchaus m\u00f6glich schien, den Dialog direkt mit der g\u00f6ttlichen Instanz zu f\u00fchren, was ja auch als Idee keine schlechte Idee ist, wenn man unbedingt ein h\u00f6heres Wesen als Gegen\u00fcber braucht. Das kann auch zu einem intensiveren Grad an Wachsamkeit f\u00fchren, wenn man rechtzeitig aufh\u00f6rt damit. O Weh also, owehoweh, alles ist so verdammt verg\u00e4nglich, und da steht sie dann herum, leer und unbewegt, die Zypresse, aber hallo!, in ihr leben und \u00fcberleben V\u00f6gel und Eichh\u00f6rnchen und was nicht noch alles, die brauchen Lebensraum, daher die Sch\u00f6nheit und der Tanz der Leere.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist immer wieder erstaunlich, wie schon allein durch die nat\u00fcrlichen Begebenheiten des Klimas gew\u00e4hrleistet ist, dass wir uns ver\u00e4ndern k\u00f6nnen und auch m\u00fcssen, uns also anpassen m\u00fcssen an die vorhandenen Verh\u00e4ltnisse. 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