{"id":202,"date":"2016-07-01T07:41:10","date_gmt":"2016-07-01T07:41:10","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=202"},"modified":"2016-07-09T05:46:56","modified_gmt":"2016-07-09T05:46:56","slug":"kind","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=202","title":{"rendered":"Kind"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-203\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/20160629_164500-275x300.png\" alt=\"20160629_164500\" width=\"275\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/20160629_164500-275x300.png 275w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/20160629_164500-768x837.png 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/20160629_164500-940x1024.png 940w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/20160629_164500.png 1001w\" sizes=\"auto, (max-width: 275px) 100vw, 275px\" \/>*s.u.<\/p>\n<p>Atemberaubend f\u00fcrwahr<br \/>\nist der Schrei, der das<br \/>\nGehirn durchdringt,<br \/>\nund dort, im Verborgenen<br \/>\nder Windungen Dichte um<br \/>\nDichte durchzittert und<br \/>\nvorst\u00f6\u00dft ins Kinderzimmer,<br \/>\nwo das Kind liegt und<br \/>\nhinausschaut aufs<br \/>\nantwortlose Nichts,<br \/>\nbev\u00f6lkert vom Toben<br \/>\ndes Menschseins und<br \/>\nseiner zerst\u00f6renden<br \/>\nWirkung. Wenig sp\u00e4ter<br \/>\nl\u00e4uft es herum und sucht<br \/>\nnach den Worten, die keiner<br \/>\ngesagt hat und findet sie nicht,<br \/>\ndenn sie sind verschwunden<br \/>\nim Unerh\u00f6rten. Dann w\u00e4chst es<br \/>\nund spricht und geh\u00f6rt nun zu<br \/>\nsich und schaut durch Fenster<br \/>\nauf Leben &#8211; und nimmt vom<br \/>\nAu\u00dfen, was innen erlischt &#8211;<br \/>\nund kann das Eigene nach drau\u00dfen<br \/>\nnicht geben. Dann wird es gefragt,<br \/>\nwas es werden will, und muss sich<br \/>\nentscheiden &#8211; sucht im Meer seines<br \/>\nOhres nach einer Antwort, die dem<br \/>\nInnen entspricht &#8211; und w\u00e4hlt das<br \/>\noffene oder das geschlossene Tor.<br \/>\nWill ich es immer noch Gnade nennen,<br \/>\nwenn das Kind dann noch Zugriff hat<br \/>\nauf das Feld einer inneren Stimme,<br \/>\ndenn sicher, es ruft sich selbst und<br \/>\nwird auch gerufen, die versunkene<br \/>\nWelt aus den klagenden Mustern zu<br \/>\nformen, und setzt den Schrei der<br \/>\nVerstummten um in fassbare<br \/>\nWirklichkeit. Gibt Antwort auf die<br \/>\nFragen des Schicksals, Antwort auf<br \/>\ndes Raunens stummes Geheimnis,<br \/>\nAntwort auf Raum in mir selbst und<br \/>\nden Anderen.<\/p>\n<p>*******************************************************************************************************************************<\/p>\n<p>Was das Bild betrifft, so bin ich ziemlich sicher, dass es von David Lynch ist, habe auch versucht, es zu kl\u00e4ren, wollte es aber auch unbedingt zu diesem Text, der auch ziemlich d\u00fcster ist. Beide ber\u00fchren mich an einem bestimmten Punkt, wo ich vielleicht etwas von dem, was bei mir selbst im Wortlosen lebte, nun in diese Worte umsetzen konnte. Immer mal wieder sehe ich kleine Kinder, h\u00f6re ich von Kindern, f\u00fchle ich mit Kindern mit, wie sie so ausgesetzt sind in ihrer vollkommenen Zartheit und Freiheit, die nur\u00a0 im Schutz von Erwachsenen erbl\u00fchen kann in ein eigenes, selbstbestimmtes Leben, und ich bin fassungslos zu wissen, wie vielen es so fr\u00fch schon verwehrt ist. Das hat mir in meinem gestrigen Beitrag an der Zeichnung des M\u00e4dchens gefallen, und ja! f\u00fcrchtet die Zeit, sagt sie uns bzw mir, damit wir uns nicht daran gew\u00f6hnen, dass Kinder scharenweise im Meer ertrinken und millionenfach auf der Flucht sind, und es nicht gen\u00fcgend Hinweise und Zeichen gibt auf tief erschrockene Herzen.<\/p>\n<p>*******************************************************************************************************************************<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>*s.u. Atemberaubend f\u00fcrwahr ist der Schrei, der das Gehirn durchdringt, und dort, im Verborgenen der Windungen Dichte um Dichte durchzittert und vorst\u00f6\u00dft ins Kinderzimmer, wo das Kind liegt und hinausschaut aufs antwortlose Nichts, bev\u00f6lkert vom Toben des Menschseins und seiner zerst\u00f6renden Wirkung. 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