{"id":20067,"date":"2024-08-28T09:14:44","date_gmt":"2024-08-28T09:14:44","guid":{"rendered":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=20067"},"modified":"2024-08-28T09:14:44","modified_gmt":"2024-08-28T09:14:44","slug":"dienen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=20067","title":{"rendered":"dienen"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"552\" height=\"564\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/20240828_103306.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-20066\" style=\"width:349px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/20240828_103306.jpg 552w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/20240828_103306-294x300.jpg 294w\" sizes=\"auto, (max-width: 552px) 100vw, 552px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:48px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Neulich habe ich einen Song von Bob Dylan geh\u00f6rt, in dem er sagt, bzw. singt, dass man jemandem dienen wird m\u00fcssen, ob es nun der Teufel ist oder der Herr, also Gott, aber dienen muss man jemandem. Wei\u00df ich nicht, dachte ich, ob das sein muss. Nat\u00fcrlich wei\u00df man, dass jede Herrschaft Dienerschaft braucht, und am besten, man ger\u00e4t nicht zu tief in diesen Strudel von Abh\u00e4ngigkeiten. Es gibt auch sehr viele Frauen, die es f\u00fcr das Selbstverst\u00e4ndlichste der Welt halten, einem Mann mit allen m\u00f6glichen Diensten zur Verf\u00fcgung zu stehen (selten umgekehrt), und wem&#8217;s Freude bereitet und keinen gr\u00f6\u00dferen Schaden anrichtet, dem oder der soll die Freude genie\u00dfen, die es ja auch machen kann, obwohl auch das schlichteste Gebenk\u00f6nnen unbemerkt f\u00fcr die Spieler:innen in Machtmissbrauch umschlagen kann. Ich pers\u00f6nlich sehe weder einen Grund, dem Teufel zu dienen, noch kann ich an diesem Punkt in meinem Leben Gefallen finden daran, einem Gott zu dienen, auch wenn und weil diese Dienstleistungen pr\u00e4chtige Ablenkungsman\u00f6ver darstellen von der eigentlichen Frage, n\u00e4mlich was genau f\u00fcr einen Dienst \u00fcbe ich denn aus, also f\u00fcr was f\u00fcr ein Amt f\u00fchle ich mich verantwortlich. Da sto\u00dfe ich jetzt nicht auf ganz frische Gedanken, die noch nie gedacht wurden, sondern ich erinnere mich an einen Satz, den eine Inderin vor sehr langer Zeit zu mir gesagt hat, und zwar, dass wir nur eine einzige Verpflichtung in diesem Leben haben, und das ist, uns selbst zu (er)kennen. Nun gibt es ja selbst in Indien f\u00fcr diese ganz spezielle Forschung keine H\u00f6hlen mehr, denn auch die sogenannten &#8222;Sadhus&#8220;, die Wahrheitssuchenden, brauchen neuerdings Steckdosen, um ihr Smartphone aufzuladen, und schwupps!, dreht sich das ganze Gebilde unaufhaltsam und nahezu unauff\u00e4llig um 180 Grad, und es geht nun haupts\u00e4chlich um die Bedienung von Ger\u00e4ten. Die Algorithmen sind verdammt munter und konfrontieren uns mit der Ich-Verlagerung, indem man mir z.B. vorschl\u00e4gt, was ich wohl noch gerne denken w\u00fcrde, wenn ich schon vorher meine Denkrichtung verraten habe. Nun brauche ich aber, auch d a s Schnee von vorgestern, f\u00fcr meine ganz pers\u00f6nliche Dienstf\u00e4higkeit vor allem Zeit und Raum, denn der dienstf\u00e4hige Mensch ist doch der, der das, was er aus sich gemacht hat, in die Welt tr\u00e4gt, denn \u00fcberall ist Welt und dadurch auch Einfluss. Und so brauche ich f\u00fcr einen ernsthaften Umgang mit meinen F\u00e4higkeiten und Befindlichkeiten weder einen Teufel noch einen Gott, sondern ich brauche mich selbst und die respektvolle N\u00e4he zu Freunden, unter deren gro\u00dfz\u00fcgiger Obhut ich weiterwachsen kann, denn wer w\u00e4re ich ohne sie, die den Unterschied kennen zwischen Liebe und ihren vielen Spielarten.    <\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Neulich habe ich einen Song von Bob Dylan geh\u00f6rt, in dem er sagt, bzw. singt, dass man jemandem dienen wird m\u00fcssen, ob es nun der Teufel ist oder der Herr, also Gott, aber dienen muss man jemandem. Wei\u00df ich nicht, dachte ich, ob das sein muss. Nat\u00fcrlich wei\u00df man, dass jede Herrschaft Dienerschaft braucht, und [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-20067","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/20067","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=20067"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/20067\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":20069,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/20067\/revisions\/20069"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=20067"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=20067"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=20067"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}