{"id":20060,"date":"2024-08-27T08:22:32","date_gmt":"2024-08-27T08:22:32","guid":{"rendered":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=20060"},"modified":"2024-08-27T08:25:49","modified_gmt":"2024-08-27T08:25:49","slug":"im-griff","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=20060","title":{"rendered":"im Griff"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"1001\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/20240825_150334-1024x1001.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-20050\" style=\"width:350px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/20240825_150334-1024x1001.jpg 1024w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/20240825_150334-300x293.jpg 300w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/20240825_150334-768x751.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/20240825_150334-1536x1501.jpg 1536w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/20240825_150334.jpg 2036w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:43px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Dem Wort &#8222;normal&#8220; gegen\u00fcber habe ich mich immer fremd gef\u00fchlt, und zum Gl\u00fcck wurde ich als Kind durch nichts gezwungen, den Anspruch auf das Normale zu bedienen, obwohl man auch als Kind nicht um die Gepflogenheiten der Zeit und der Kultur herumkommt, in die man hineingeworfen wird. Auch ein Krieg tr\u00e4gt zur Entgleisung des Genormten bei, aber niemand erfreut sich daran, denn der Freiraum kann nicht genutzt werden, und die meisten Kr\u00e4fte streben sowieso wieder zum Gewohnten hin. Es ist ja auch durchaus w\u00fcnschenswert, dass jeder Mensch leben kann, wie es ihm, ihr und anderen m\u00f6glich ist, aber man hat auch in jeder Zeit gelernt, dass es Anpassung und Einstellung und Urteilskraft usw. braucht, um in der Gesellschaft lebensf\u00e4hig zu sein und zu bleiben. Wenn das sich erst einmal frei  Bewegende zu einer Norm wird, sodass gedacht und gemeint und verlangt wird, dass etwas Bestimmtes unbedingt von allen getan werden muss oder sollte, dann kommen Widerst\u00e4nde in Gang und es muss zu Einigungen kommen und zu Normen auf vielen Ebenen. Manches setzt sich  durch. So haben auf einmal ganz einfache Menschen knallblaue Haare, und t\u00e4towierte Raubtiere ragen aus ihrem Halsausschnitt, und wie?, du hast keine falschen Fingern\u00e4gel mit Glitzerklunker drauf. Dann gibt es die andere Ebene des als normal Akzeptierten: der Mann schl\u00e4gt die Frau, die Frau schl\u00e4gt das Kind, keiner redet dar\u00fcber, dass es Dinge gibt, die man nicht vergibt, ohne Schaden zu nehmen. Wenn es zu dunkel wird in der Welt, dann bewegen sich auch Gegenkr\u00e4fte. Die normale M\u00fctze, meist ein Narrenhut, hebt sich wie von selbst, und das Unbehagen setzt seinen Fu\u00df ins Schlaraffenland. \u00dcbers\u00e4ttigte K\u00f6rper ringen nach Atem, gezogene Stecker l\u00f6sen Panikattacken aus. Menschen werden ermordet und man denkt shit, schon wieder ein Syrer. Weil es auch andere Syrer gibt, denen das unendlich schadet, aber es findet sich keine L\u00f6sung. Wenn die Norm zerbricht, muss man wachsam sein, aber es hat nicht nur eine Schattenseite, denn durch die festgefahrenen Meinungen tobt der Windsto\u00df und r\u00fcttelt auf von der samtenen Couchgarnitur die Figur, die gedacht war zu sein, doch als wer? in der Zwischenzeit bestellt sich der junge Japaner eine k\u00fcnstlich superb ausgestattete Ehefrau. Und es wird nun in den kommenden Jahren weiterhin viel diskutiert werden im technischen Normalbetrieb, wie menschlich eine Maschine werden kann, und wie funktionsf\u00e4hig ein Mensch, denn das ist doch f\u00fcr uns schon normal, dass die Maschine uns fest im Griff hat, obwohl es ganz so aussieht, als h\u00e4tten wir die Dinger im Griff, isn&#8217;t it?<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dem Wort &#8222;normal&#8220; gegen\u00fcber habe ich mich immer fremd gef\u00fchlt, und zum Gl\u00fcck wurde ich als Kind durch nichts gezwungen, den Anspruch auf das Normale zu bedienen, obwohl man auch als Kind nicht um die Gepflogenheiten der Zeit und der Kultur herumkommt, in die man hineingeworfen wird. 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