{"id":1990,"date":"2017-02-15T01:50:02","date_gmt":"2017-02-15T01:50:02","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=1990"},"modified":"2017-02-15T02:20:40","modified_gmt":"2017-02-15T02:20:40","slug":"limitless","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=1990","title":{"rendered":"limit\/less"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-1991\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/20170214_193048-162x300.png\" alt=\"\" width=\"216\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/20170214_193048-162x300.png 162w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/20170214_193048-768x1421.png 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/20170214_193048-553x1024.png 553w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/20170214_193048.png 1029w\" sizes=\"auto, (max-width: 216px) 100vw, 216px\" \/><\/p>\n<p>Die Unterhaltung, ob es eine Grenze gibt oder nicht, habe ich mal mit dem in Uttarkashi als Krishna Avatar gesehenen &#8211; ja was war er&#8230;Guru und Meister seiner Sch\u00fclerInnen&#8230;Giridhar&#8230;und hinter Giridhar noch einer, der mal in der American Navy Navigator war, und dann ist irgendwas Lichtblickm\u00e4\u00dfiges in Bombay passiert etc. Jedenfalls kam er mit seiner Truppe jedes Jahr hierher und breitete sich direkt vor meinem (damaligen) Fenster aus zur Morgen-und Abendmeditation. Mit ihm hatte ich dann irgendwann diese Unterhaltung \u00fcber Grenzen ja oder nein, und er vertrat den Punkt, es g\u00e4be keine Grenze, jedenfalls nicht im indischen Denken. Richtig ist nat\u00fcrlich, da sie den Drama-Ablauf des Lebens kreisf\u00f6rmig sehen, dass sie auf endlose Wiedergeburten zugehen, endlose Zeit, keine Eile. Er meinte auch, Inder k\u00f6nnten auf einem Schutthaufen stehen und unbeirrt leuchtende Weisheit von sich geben. Ich finde, der Schutthaufen ist schon eine Grenze. Aber von was? Auf der Suche nach etwas Unakzeptablem, mit dem ich punkten k\u00f6nnte, formte ich aus einem schwarzen Autoreifenst\u00fcck ein Fig\u00fcrchen und klebte goldene F\u00fc\u00dfchen dran und kleine Porzellanaugen, die man im Bazaar f\u00fcr solche g\u00f6ttlichen Zwecke kaufen kann, und fertig war die unakzeptable Gottheit. Von wegen. Klug,wie er nun einmal war, verbeugte er sich sofort davor und murmelte das \u00fcbliche &#8222;Jai ho!&#8220; Ein andermal nahm er vom Boden eine Plastikr\u00f6hre, um zu demonstrieren, wie grenzenlos g\u00f6ttlich alles sei. Es gibt einen Punkt, einen Zustand, eine Einsicht, wo man es nicht leugnen kann, aber f\u00fcr den t\u00e4glichen Gebrauch ist das wenig hilfreich. Gestern, als ich in einer Familie zu Besuch war, hat der Ehemann das Essen seiner Frau mitten in den neu gebauten Marmorpalast geschmissen mit der Frage, ob sie ihn mit Kartoffeln t\u00f6ten wolle, denn sie wisse doch, dass sie ihm nicht bekommen. Er will eine Grenze in ihr finden, die er angreifen kann. Sie sagte mir sp\u00e4ter, sie sei gar nicht mehr da, hat abgeh\u00e4ngt von den Dramen. Abh\u00e4ngen als Grenze oder Befreiung? Man muss mal wieder selbst entscheiden. Ich habe nichts gegen Grenzen und setze immer mal wieder eine, wo es mir angebracht oder notwendig scheint. Ich hebe sie auch gerne wieder auf, wenn m\u00f6glich. Auch suche ich nicht nach ihnen und trage sie nicht bewusst in mir. Man merkt ja auch, wenn man auf die eigene st\u00f6\u00dft. Man muss lernen, aus was eine innere Grenze gebastelt ist. Schnell landet man, wenn man will, auch wieder im Unbegrenzten, wo einiges sich l\u00f6st ohne gedankliche Anstrengung. Die Erkenntnis, wie das Universum und seine Gesetze funktionieren im Hinblick auf Manifestationen und dem Gesetz von Ursache und Wirkung erm\u00f6glicht einem keine letztendliche Wahrnehmung von Limitation. Nat\u00fcrlich setzen einem andere Menschen auch Grenzen, die man selbst nicht setzen m\u00f6chte oder w\u00fcrde. Man muss immer schauen, um was es geht. Wenn es um Gutes geht, sind Grenzen nicht nur annehmbar, sondern verlieren auch im Licht der Vernunft ihre begrenzende Wirkung.\u00a0 Es gibt sie also nur im Wirken und der Auswirkung vorhandener und produzierter Muster, an dem alles Lebendige beteiligt ist. Dadurch sind auch wir beteiligt am t\u00e4glichen Umgang mit mehr oder minder fl\u00fcchtigen Begrezungen, die uns signalisieren k\u00f6nnen, dass wir auf unserem Weg auch uns selbst im Wege stehen k\u00f6nnen. Wir selbst als Grenze, das hat seine Logik. Beides also gemeinsam da: limit &amp; limitless, \u00c4ther und seine Reflektion im Wasser, Wolken und wolkenlos, Ich und ichlos.<\/p>\n<p>*******************************************************************************************************************************************************<\/p>\n<p>Das Bild zeigt einen der sch\u00f6nsten alten Tempel mit einer Baustelle davor. Ich fand, es passte irgendwie zu limit und limitless.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Unterhaltung, ob es eine Grenze gibt oder nicht, habe ich mal mit dem in Uttarkashi als Krishna Avatar gesehenen &#8211; ja was war er&#8230;Guru und Meister seiner Sch\u00fclerInnen&#8230;Giridhar&#8230;und hinter Giridhar noch einer, der mal in der American Navy Navigator war, und dann ist irgendwas Lichtblickm\u00e4\u00dfiges in Bombay passiert etc. Jedenfalls kam er mit seiner [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-1990","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1990","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1990"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1990\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1995,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1990\/revisions\/1995"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1990"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1990"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1990"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}