{"id":19769,"date":"2024-07-13T08:20:38","date_gmt":"2024-07-13T08:20:38","guid":{"rendered":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=19769"},"modified":"2024-07-13T08:20:38","modified_gmt":"2024-07-13T08:20:38","slug":"19769","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=19769","title":{"rendered":""},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"1001\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/20240713_092414-1024x1001.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-19768\" style=\"width:349px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/20240713_092414-1024x1001.jpg 1024w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/20240713_092414-300x293.jpg 300w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/20240713_092414-768x751.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/20240713_092414-1536x1502.jpg 1536w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/20240713_092414-2048x2003.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:45px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Ich empfinde es heutzutage als eine durchaus frohe Nachricht an mich selbst, wenn mich kaum jemand ernsthaft fragt, wie es mir wohl geht, denn es geht mir ziemlich gut. Das Wort &#8222;ziemlich&#8220; ist hier passend, denn ein &#8222;enorm gut&#8220; kann in seiner Unwahrscheinlichkeit den lebendigen Prozess l\u00e4hmen. Allerdings gibt es in allen Sprachen diesen einen Satz, der so tun kann, als g\u00e4be es ein Interesse am Anderen, aber man wei\u00df sehr wohl, dass ein schnelles &#8222;gut&#8220; gen\u00fcgt, weil es erwartet wird. Nicht erwartet wird zurecht ein Klagelied am falschen Ort zur falschen Zeit, und ich ganz pers\u00f6nlich kenne wenig richtige Orte, an denen ich meine jeweiligen Klagelieder geh\u00f6rt haben wollen h\u00e4tte. Selbst meine Notizb\u00fccher, sehr ungern &#8222;Tageb\u00fccher&#8220; genannt, waren daf\u00fcr nicht geeignet, obwohl es nat\u00fcrlich die Dichtform gibt. Alles, was durch die eigene Wortwahl gewandert ist, kann sich auch im \u00f6ffentlichen Raum schadlos manifestieren, ohne das Gegen\u00fcber unn\u00f6tig zu belasten. Zu wissen, was mit einem los ist, ist f\u00fcr einen selbst einfacher zu handhaben, denn wenn ich es nicht wei\u00df, muss ich darauf achten, wem ich das Klagelied zumuten kann damit ich mir nicht selbst etwas zumute, zum Beispiel die eigene Wirrnis zu verdoppeln. Immerhin gibt es Expert:innen, die geschult sind in der Aufnahme  und Annahme dramatischer Inszenierungen und wie man zeitgem\u00e4\u00df damit umgeht. Denn wer kann schon die letzten Aussagen machen \u00fcber die Vorg\u00e4nge des Inneren, und wann und wo und wie und durch was ein Wesen ins Schleudern kommt, oder hat es gar nicht geschleudert. Faszinierend, so als die einzige &#8222;Person&#8220;, die man wirklich kennen kann, durch das Leben zu gehen. Und obwohl man einerseits irgendwann in Kontakt kommen muss mit der Nachfrage, wer man eigentlich ist, und dadurch bestimmte Gedankeng\u00e4nge in Bewegung gesetzt werden, so muss das andrerseits gar nicht unbedingt passieren, ich meine: dass man in Dialog tritt mit sich selbst in dem Wunsch, das, was man f\u00fcr sich selbst h\u00e4jt, auch zu verstehen. Daher begr\u00fc\u00dfe ich zwar die M\u00f6glichkeit eines tiefen Kontaktes mit Menschen in bezug auf die Gestaltung ihrer Geschichten, aber die Geschichten an sich interessieren mich weniger, da schaue ich mir doch lieber bei Bedarf einen guten Film an.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich empfinde es heutzutage als eine durchaus frohe Nachricht an mich selbst, wenn mich kaum jemand ernsthaft fragt, wie es mir wohl geht, denn es geht mir ziemlich gut. Das Wort &#8222;ziemlich&#8220; ist hier passend, denn ein &#8222;enorm gut&#8220; kann in seiner Unwahrscheinlichkeit den lebendigen Prozess l\u00e4hmen. Allerdings gibt es in allen Sprachen diesen einen [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-19769","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/19769","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=19769"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/19769\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":19770,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/19769\/revisions\/19770"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=19769"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=19769"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=19769"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}