{"id":19684,"date":"2024-06-28T07:34:38","date_gmt":"2024-06-28T07:34:38","guid":{"rendered":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=19684"},"modified":"2024-06-28T10:43:21","modified_gmt":"2024-06-28T10:43:21","slug":"sommern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=19684","title":{"rendered":"sommern"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"991\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/20240628_084132-1024x991.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-19683\" style=\"width:350px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/20240628_084132-1024x991.jpg 1024w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/20240628_084132-300x290.jpg 300w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/20240628_084132-768x743.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/20240628_084132-1536x1487.jpg 1536w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/20240628_084132-2048x1982.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:45px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Kein Zweifel: da ist er. Der Sommer. Ganz benommen wird man auf einmal von seinem Erscheinen und seiner Leuchtpr\u00e4senz. Jetzt kommt das auch meinen stets etwas lichtged\u00e4mpften Fenstern zugute, sie dienen als s\u00fcdliche Schattenfensterl\u00e4den, drau\u00dfen die Wiese als Meer, und \u00fcberall diese berauschende F\u00fclle, erdr\u00fcckend wie eine \u00dcberdosis Mutterarme. T\u00fcr und Tor stehen weit offen, in den Diebesnaturen muss es schon fiebern. Da muss doch was los sein w\u00e4hrend der EM-Spiele, wenn besagte Herumschleicher sich darauf verlassen k\u00f6nnen, dass die Augen der Wohnenden an einer Bildfl\u00e4che kleben. Vor allem nachmittags, in der schw\u00fclen Phase, wei\u00df man, dass man nichts Produktives mehr anfangen wird, vielleicht W\u00e4sche waschen, oder einfach warten, bis es abk\u00fchlt. Man muss den Sommer ja jedes Mal neu kennen lernen. Immerhin hat man zwischendrin uns\u00e4glich viel erlebt, wovon zumindest ein kleiner Hauch \u00fcbriggeblieben ist, den man jetzt gern im Haar sp\u00fcrt. Komisch, dass keines der B\u00fccher, die man da zum Durchlesen bereitliegen hat, einen ansprechen. Die Augen wollen gar nicht sprechen, lieber mit gesenkten Lidern ins pralle Here and Now starren. Da keine weiteren Muskelt\u00e4tigkeiten des Gehirns bemerkbar sind, meidet sich der Algorithmus, der neue Butler unserer Devotionsbereitschaft, ich hebe den H\u00f6rer ab: ja, stimmt, ich habe etwas hineingeschaut in den Fall Wade W., den M\u00f6rder zweier Frauen, und habe vor allem in sein Gesicht geschaut, wo auf eine durchschimmernde Intelligenz gr\u00e4ssliche T\u00e4towierungen plaziert wurden von ihm. Links und rechts von seinem Mund eine nach oben f\u00fchrende Narbe, der Mund die offene Wunde, an einer Schl\u00e4fe steht &#8222;glory&#8220;. Ich \u00fcberquere innerlich einen riesigen Abgrund und komme bei einem Kind an, dass wegen Armut abgegeben wurde. Kein Grund, andere Menschen abzuw\u00fcrgen. Er wird sterben. Die Beteilgten gieren oft nach dem Schuldeingest\u00e4ndnis, nach Reum\u00fctigkeit, aber es gibt keine Aussicht auf mildernde Umst\u00e4nde. Er sieht aus wie einer, der schon gestorben ist, bevor er stirbt. Ach ja, der Sommer. Die V\u00f6gel. Die Blumen. Die Beeren. Der Wald. Das Wasser.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kein Zweifel: da ist er. Der Sommer. Ganz benommen wird man auf einmal von seinem Erscheinen und seiner Leuchtpr\u00e4senz. Jetzt kommt das auch meinen stets etwas lichtged\u00e4mpften Fenstern zugute, sie dienen als s\u00fcdliche Schattenfensterl\u00e4den, drau\u00dfen die Wiese als Meer, und \u00fcberall diese berauschende F\u00fclle, erdr\u00fcckend wie eine \u00dcberdosis Mutterarme. 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