{"id":19549,"date":"2024-06-05T08:13:16","date_gmt":"2024-06-05T08:13:16","guid":{"rendered":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=19549"},"modified":"2024-06-05T17:07:56","modified_gmt":"2024-06-05T17:07:56","slug":"verlassen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=19549","title":{"rendered":"verlassen"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"988\" height=\"1024\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/20240530_221504-988x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-19548\" style=\"width:411px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/20240530_221504-988x1024.jpg 988w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/20240530_221504-289x300.jpg 289w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/20240530_221504-768x796.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/20240530_221504-1482x1536.jpg 1482w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/20240530_221504-1976x2048.jpg 1976w\" sizes=\"auto, (max-width: 988px) 100vw, 988px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:47px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">In jeder Zeitspanne, in der Menschen herumwandern in pers\u00f6nlichen und gemeinsamen Erfahrungsexperimenten, wird st\u00e4ndig und in allen verf\u00fcgbaren Sprachen dar\u00fcber diskutiert, was denn gerade los ist auf der Erde. Wir alle kommen auf nat\u00fcrliche Weise in die Annahme, dass Leben genau so ist, wie wir es erleben und beobachten, und auf seine gewisse Weise ist es auch so, wir haben ja weder Wahl noch Vergleich und m\u00fcssen mit dem umgehen, was wir vorfinden. Man hat als &#8222;Lebende\/r oft nicht die n\u00f6tige Distanz zum Geschehen, um es als historisches Ereignis zu sehen, denn wir selbst sind hier die Darsteller:innen des historischen Ereignisses, st\u00e4ndig am Studieren des eigenen Scriptes. Dort h\u00e4ufen sich die Randnotizen und die Fu\u00dfnoten, and who the hell cares for them, wenn nicht wir. Ich fand meine eigene Zeit schon immer hochspannend und geh\u00f6re zu den Privilegierten, die auch ohne viel Geld viel reisen konnte und immer noch kann. Ich konnte mich dank der digitalen Revolution und ihren neuen Kommunikationssystemen in einer fremden Kultur lange aufhalten, dort so gut wie m\u00f6glich heimisch werden und mich zuhause f\u00fchlen bei der R\u00fcckkehr in den anderssprachigen Freundeskreis. Ich bin dankbar daf\u00fcr, in beiden Kulturen dunkles und helles Wissen kennengelernt zu haben, und dass der Mensch am Kern des Wesens diesselbe wortlose Sprache spricht, wodurch sich auch Tiere und Pflanzen und Sterne angesprochen f\u00fchlen. Da aber all dieses unendliche Bem\u00fchen, einen Sinn in diese gro\u00dfen Bewegungen des labyrinthischen Spieles hineinzupumpen, einem zuweilen so sinnlos vorkommen kann, finde ich einen geradezu erotischen Genuss in der Tatsache, dass wir uns in Wirklichkeit im radikal Ungewissen bewegen, und das scheint mir zur Zeit \u00fcberaus deutlich zu sein. Weder ist eine Wettervorhersage gewiss, noch wei\u00df jemand, ob es Trump und der verk\u00f6rperten Ignoranz seiner Anh\u00e4nger:innen tats\u00e4chlich gelingen wird, einen schlechten Clown in die n\u00e4chste Pr\u00e4sidentschaft zu hieven. Auch in Indien tut sich was, und man sieht den verkalkten Schmuck der selbsternannten G\u00f6tter in Zeitlupe herabbr\u00f6ckeln. Aber woher der erfrischende Wind kommen wird, das wei\u00df man nicht. Denn man kann es nicht wissen. Sehr wenig Wesentliches kann man wissen, denn es gibt letztendlich sehr wenig Wissenswertes. Das Wissenswerte allerdings und das Nichtzuwissende sind die beste Ausr\u00fcstung f\u00fcr den anstehenden Heilungsprozess. Denn viele von uns suchen gar nicht mehr nach Wissen, sondern wir wandern durchs Ungewisse und sind offen f\u00fcr Heilung. Das kommt schon mal vor, dass alles sehr krank wirkt. Aber die heilenden Kr\u00e4fte sind auch nicht wirkungslos, und man kann sich auf sie verlassen.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In jeder Zeitspanne, in der Menschen herumwandern in pers\u00f6nlichen und gemeinsamen Erfahrungsexperimenten, wird st\u00e4ndig und in allen verf\u00fcgbaren Sprachen dar\u00fcber diskutiert, was denn gerade los ist auf der Erde. 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