{"id":19412,"date":"2024-05-14T08:23:57","date_gmt":"2024-05-14T08:23:57","guid":{"rendered":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=19412"},"modified":"2024-05-14T08:29:57","modified_gmt":"2024-05-14T08:29:57","slug":"selbst-verstaendlich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=19412","title":{"rendered":"selbst.verst\u00e4ndlich"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"1024\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/20240514_091016-1024x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-19411\" style=\"width:352px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/20240514_091016-1024x1024.jpg 1024w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/20240514_091016-300x300.jpg 300w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/20240514_091016-150x150.jpg 150w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/20240514_091016-768x768.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/20240514_091016-1536x1536.jpg 1536w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/20240514_091016-2048x2048.jpg 2048w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/20240514_091016-365x365.jpg 365w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/20240514_091016-500x500.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:45px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Ist doch krass, dass in der Triebanlage des Menschen enthalten ist, dass er sich selbst zerst\u00f6rt. Vielleicht hat ja auch das kosmische Spiel seine Jahreszeiten, und wir stecken gerade im finsteren Winter des Geistes, hier und da flackert noch eine der unausl\u00f6schlichen Flammen, und gerade da wird gebr\u00fctet, wie&#8217;s weitergeht. Langsam, und noch ganz im Geheimen, verschwindet das Interesse an den religi\u00f6sen Bedingungen, vermutlich mangelte es an \u00fcberzeugenden Vorbildern. Wird auch diese traute Schutzebene abgel\u00f6st zum Beispiel von k\u00fcnstlicher Intelligenz, wissen wir sofort, dass es schon einen neuen Gott gibt, ein ersch\u00f6pftes T\u00e4nzeln findet statt ums Kalb. Wir alle sind diesem Spiel in gewisser Weise ausgeliefert, dem Zeitpunkt, dem kollektiven Ged\u00e4chtnis und dem kollektiven Denken \u00fcberhaupt, in dessen Strom ein jeder und eine jede so gern die eigene Sprache hineinkippt, so, als k\u00f6nnte man m\u00fchelos direkt ins Herz der Wahrheit treffen. Und ja, man ist immer allein, all-eins, ein wohlklingendes Wort. Aber der Anspruch der verf\u00fcgbaren K\u00fcnste ist hoch: wie belebt man den Alltag mit Wesen, dem eigenen und dem Wesentlichen, und den menschlichen Wesen, die bei und mit uns sind mit den gro\u00dfartigen F\u00e4higkeiten, die wie das Selbstverst\u00e4ndliche agieren. Dabei sind sie richtungsweisend, und an einem bestimmtn Punkt wei\u00df man, dass man nicht mehr zur\u00fcck kann. In welches Zur\u00fcck denn? Man hat ja gew\u00e4hlt, oder nicht? Und so schleudert uns der gro\u00dfe W\u00fcrfelbecher auf irgendein W\u00fcrfelbrett, und los geht&#8217;s, man ist drin. Der Eine tr\u00e4gt m\u00fchsam eine Laterne an die Ufer der Wasserquelle, sieht dort zum ersten Mal sein Abbild und ist verloren, der Andere, ein K\u00f6nig, hungrig nach Wissen, h\u00fcpft vergn\u00fcgt aus dem brennenden Palast, w\u00e4hrend der Wissensvolle verbrennt, weil er seinen Stock drinnen vergessen hat. Dann gibt es die, die im Zeitalter der Ignoranz, also dem fruchtlosen Winter des Geistes, schreckliche Dinge schmieden und auf schwarzen Hengsten durch die zerst\u00f6rten W\u00e4lder jagen und gleichzeitig die Rechner der Weltkonzerne hacken und lahmlegen. Aber wahr ist auch, dass das Script noch nicht zu Ende geschrieben ist. Und keiner schreibt es zu Ende, es schreibt sich selbst. Nat\u00fcrlich mit uns, den Spieler:innen, die ausf\u00fchren, beziehzngsweise auff\u00fchren, was sie so drauf haben. So kann man auch froh sein, dass man keine Wahl hat, denn man ist an sich selbst gebunden. Vielleicht muss man sich deshalb noch von sich selbst befreien, und Gl\u00fcckw\u00fcnsche zu dieser Wahlm\u00f6glichkeit! Wie Sokrates schon das Friedlichsein dadurch verstand, dass er nicht (mit sich selbst) als M\u00f6rder leben wollte.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ist doch krass, dass in der Triebanlage des Menschen enthalten ist, dass er sich selbst zerst\u00f6rt. 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