{"id":19373,"date":"2024-05-08T08:24:13","date_gmt":"2024-05-08T08:24:13","guid":{"rendered":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=19373"},"modified":"2024-05-08T08:42:07","modified_gmt":"2024-05-08T08:42:07","slug":"19373","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=19373","title":{"rendered":"plausibel (?)"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"859\" height=\"1024\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/20240501_152359-859x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-19322\" style=\"width:346px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/20240501_152359-859x1024.jpg 859w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/20240501_152359-252x300.jpg 252w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/20240501_152359-768x915.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/20240501_152359-1289x1536.jpg 1289w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/20240501_152359.jpg 1318w\" sizes=\"auto, (max-width: 859px) 100vw, 859px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:45px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Es bleibt ja nicht aus, dass man sich fr\u00fcher oder sp\u00e4ter eine Weltanschauung bastelt, die man f\u00fcr plausibel h\u00e4lt, und vielleicht braucht man sie auch f\u00fcr eine Zeitlang. G\u00fcnstig, wenn im Meinungsspinnenwebennetz sich Risse zeigen, die zu Toren und T\u00fcren werden in die anderen Welten hinein, von denen man, Mann und Frau,  st\u00e4ndig umgeben sind, und von ihren Kindern, von denen man selbst mal eins war und sich gl\u00fccklich sch\u00e4tzen kann, wenn man einigerma\u00dfen heil da rausgekommen ist, aus den Kriegen, aus den Verklemmungen und Verbiegungen unter der Herrschaft des jeweiligen Gesellschaftssystems. Mir kamen die Schicksalspakete meistens gut dosiert vor im Sinne, dass niemandem, den man traf, etwas erspart blieb. Alle hatten dasselbe zu tun, eben mit dem, was wir vorfanden, umzugehen, wie wir es  verstanden haben. Ich kannte auch eine Patientin, die ihrem Krebs dankbar war, der ihren Wankelm\u00fctigkeiten einen Halt und einen Fokus gab. Und so kann man zwar Menschen bedauern, die einen d\u00fcsteren Blick auf die Welt haben und sicher sind, dass das alles ziemlich mies ist, und an Beweisen wird es nicht fehlen. Wen sehen die Menschen in Trump, wenn sie ihn zum Gott erkl\u00e4ren, oder hier, wo ein Friedrich Merz schon die Kanzlerschale hebt, und alles, was uns bleibt (in dieser Hinsicht) ist, das Kreuzchen nicht bei ihm anzubringen, aber immerhin. Und wieviel habe ich beigetragen zu der Tatsache, dass ich nun in einem bl\u00fchenden Garten sitze und die M\u00f6glichkeit bereichender Dialoge habe, im Alltag eben, von mir aus auch beim Einr\u00e4umen der Geschirrsp\u00fclmaschine. Auf jeden Fall ist die Zeit gekommen, wo das Haben bedacht werden muss, denn es belastet die Seinsfrage wegen der Blutspur die es hinter sich herzieht. Nie war gegen das Notwendige etwas einzuwenden, denn tief kann sie einen treffen, die Besch\u00e4mung, wenn andere noch nicht einmal wissen, wie sie ihre Kinder am Leben erhalten k\u00f6nnen. Wir driften ins g\u00e4nzlich Unvorstellbare. Den \u00dcberlebenden des menschenerzeugten Schreckens erscheint die Welt oft als H\u00f6lle, und ja, wir wandern durch das Zeitalter des Todes, und mit uns die Dichter:innen und die Philosoph:innen und die K\u00fcnstler:innen. Wir sind das Murmeln der Gegenkultur, wir sind der Lichtblick auf der Gef\u00e4ngnismauer, sind das Weltbild an sich, das schwebt in stetem Wandel durchs All.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es bleibt ja nicht aus, dass man sich fr\u00fcher oder sp\u00e4ter eine Weltanschauung bastelt, die man f\u00fcr plausibel h\u00e4lt, und vielleicht braucht man sie auch f\u00fcr eine Zeitlang. 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