{"id":19364,"date":"2024-05-07T08:02:33","date_gmt":"2024-05-07T08:02:33","guid":{"rendered":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=19364"},"modified":"2024-05-11T09:23:28","modified_gmt":"2024-05-11T09:23:28","slug":"antworten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=19364","title":{"rendered":"antworten"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"991\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/20240504_170056-1024x991.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-19363\" style=\"width:349px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/20240504_170056-1024x991.jpg 1024w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/20240504_170056-300x290.jpg 300w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/20240504_170056-768x743.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/20240504_170056-1536x1486.jpg 1536w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/20240504_170056-2048x1982.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:45px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Jahrelang schon hege ich eine Schw\u00e4che f\u00fcr das Wort &#8222;Geschichtslosigkeit&#8220;, das ich zum ersten Mal aus dem Mund der Poetin Tamara Ralis h\u00f6rte und tief im Inneren den Gong vernahm, der mir meine Zugeh\u00f6rigkeit zu den Dingen vermittelt, auch wenn sie mir in ihrem bestehenden Ma\u00df nicht gleich einleuchten. Ungetr\u00fcbt geblieben ist das Vertrauen in die M\u00f6glichkeit, dass es sie, die Geschichtslosigkeit, gibt, nur wo und wie und wodurch ist sie erfahrbar. In reifer Freundschft mit einer Trauma-Therapeutin habe ich bereits darum gek\u00e4mpft, einerseits mit dem Zugest\u00e4ndnis, zwar eine Geschichte zu haben, andrerseits aber nicht meine Geschichte zu sein, das war f\u00fcr sie nicht nachvollziehbar. Doch je n\u00e4her ich dem Geheimnis des Nus komme, desto deutlicher sp\u00fcre ich diese M\u00f6glichkeit. Hat es vielleicht mit der reichlich paradoxen Tatsache zu tun, dass wir Menschen immer auf dem Weg zu uns selbst sind, und d a s mit allen Mitteln, die uns zur Verf\u00fcgung stehen. Bewusst oder unbewusst, was an dieser Stelle zu betonen ist, denn wenn ich nicht wei\u00df, dass sich irgendwann das Zeugen-Auge auf mich selbst richten muss, oder wenn das Delphi-Orakel noch nie in meinem Film erschienen ist, dann ist das ja ziemlich gleichg\u00fcltig, denn auf allen Wegen wird gelitten und gek\u00e4mpft und geliebt in dem Ma\u00dfe, das einem selbst gef\u00e4llig ist. Ich selbst habe mich verbeugt vor dem gro\u00dfartigen Auftauchen der Psychoanalyse, von der Freud einst erwartete, sie w\u00fcrde gesunden Geistern zur Aufhellung ihrer Geschichte dienen, bis die tiefen und abgr\u00fcndigen Erkrankungen der Gesch\u00f6pfe ihn in den Analysetaumel st\u00fcrzten. Bis heute kann man bei allem digitalen Vormarsch dankbar sein, dass diese Heilmethoden sich bew\u00e4hrt haben, wenn Menschen bereit sind, sie in Anspruch zu nehmen. Aber selbst d a s, was geheilt werden kann, bin ich nur am Rande dieses Vorgangs, aber ich bin doch nicht der Prozess. Hinweg mit euch, ihr Geister, die ihr mich aus verschiedenen Gr\u00fcnden und Interessen in die Schaustuben des Vergangenen ziehen wollt, um daraus B\u00fccher und Leben zu basteln, die es s o nie gab und niemals geben wird. Nur einen einzigen Nu war und ist das alles da und ist dann nicht mehr da, ega\u013a, wie \u00e4hnlich ein Fr\u00fchst\u00fcck dem n\u00e4chsten gleichen mag, es ist immer ein neues Fr\u00fchst\u00fcck, und immer geht es gleicherma\u00dfen um Leben und Tod. Und wenn es nicht mehr um den lebendigen Nu geht, dann l\u00e4uft der Tod schon neben der Ente her wie bei Wolf Erlbruch (Ente, Tod und Tulpe), bis auch er, der Tod, sein Amt erf\u00fcllen kann. Ob es diese leere, nackte, formfreie L\u00fccke im Seinsgeflecht nun wirklich gibt, wo man, wenn man m\u00f6chte, durchs Netz schl\u00fcpfen kann und fortan einfach ist, wer und was man ist, das halte ich durchaus f\u00fcr kompatibel mit den Gesetzen der Logik. Mal schauen, ob es sich zeigt, sodass man darauf antworten kann.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jahrelang schon hege ich eine Schw\u00e4che f\u00fcr das Wort &#8222;Geschichtslosigkeit&#8220;, das ich zum ersten Mal aus dem Mund der Poetin Tamara Ralis h\u00f6rte und tief im Inneren den Gong vernahm, der mir meine Zugeh\u00f6rigkeit zu den Dingen vermittelt, auch wenn sie mir in ihrem bestehenden Ma\u00df nicht gleich einleuchten. 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