{"id":19340,"date":"2024-05-04T09:49:16","date_gmt":"2024-05-04T09:49:16","guid":{"rendered":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=19340"},"modified":"2024-05-04T09:50:40","modified_gmt":"2024-05-04T09:50:40","slug":"abglanz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=19340","title":{"rendered":"Abglanz"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"334\" height=\"1024\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/20240504_110523-334x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-19339\" style=\"width:244px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/20240504_110523-334x1024.jpg 334w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/20240504_110523-98x300.jpg 98w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/20240504_110523-768x2357.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/20240504_110523-501x1536.jpg 501w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/20240504_110523-scaled.jpg 834w\" sizes=\"auto, (max-width: 334px) 100vw, 334px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h6 class=\"wp-block-heading\">Abglanz des Unsichtbaren<\/h6>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Nun ist der Moment f\u00fcr den Satz, dass Erinnerung nur relevant ist, wenn ich sie auf die Gegenwart beziehen kann. <br>Ich habe durch eine sich gerade im lebendigen Nu abspielende Lebens-Anekdote erkannt, dass ich ein tiefes Interesse an Geschichtslosigkeit kultiviert habe, f\u00fcr das ich erst noch Worte finden muss, die sie dann allerdings wieder zum Geschichten-Container macht. Nat\u00fcrlich habe ich auch ne Story. Sie ist vor allem wichtig, w\u00e4hrend sie sich abspult und die Einstellungen entlarvt, die man sich gebastelt hat. Oder man entdeckt einen unangebrachten Haken im Erlebnisgeb\u00e4lk und muss aufr\u00e4umen, damit der Weg wieder frei ist f\u00fcr neue Ebenen der Erfahrung. Und klar, wenn es keine neugierigen Researcher:innen g\u00e4be, um das in einem Irgendwo Geschehene wieder zu entdecken und zu b\u00fcndeln, was w\u00fcssten wir vom Giftbecher, den Sokrates zu sich nahm, als seine Rede beendet war und er in Athen nichts mehr verloren hatte. Wie es wirklich war, w\u00e4re spannend zu h\u00f6ren, wenn es noch \u00dcberlebende g\u00e4be. Dabei gibt es noch \u00dcberlebende, aber noch habe ich mir nicht die M\u00fche gemacht, Sloterdijk oder Markus Gabriel oder Harald Welzer (leider f\u00e4llt mir spontan keine Frau ein, die ich lebend zu gerne interviewen wollte jenseits vom Freundeskreis) mal anzuschreiben und zu erleben, wie sie so sind in persona. Es gibt ja die Werke, die sie unerm\u00fcdlich hinausproduzieren mit den antiken Fragen, neu gedacht. Und immer noch gefangen vom Notstand des oder der Denkenden und Sagenden und dem dann Gesagten, wo und wie und wann das hinausdriftet in die Gehirne und dort Platz findet neben den Tatorten. Egal, wie man das alles sieht und denkt und tut: es f\u00fchrt unweigerlich zum Nu und dem Reisigb\u00fcndel, das er mit sich bringt. Und ja!, aus diesem Reisigb\u00fcndel-Nu spult sich heraus, was sich sp\u00e4ter, wenn man davon erz\u00e4hlt, Geschichte nennt. Aber man kann den Erz\u00e4hlfaden auch loslassen und siehe da: es geht einfach weiter, und auf einmal wendet sich das Tun dem Sein zu, oder war es umgekehrt? <\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Abglanz des Unsichtbaren Nun ist der Moment f\u00fcr den Satz, dass Erinnerung nur relevant ist, wenn ich sie auf die Gegenwart beziehen kann. 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