{"id":19309,"date":"2024-04-29T08:23:59","date_gmt":"2024-04-29T08:23:59","guid":{"rendered":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=19309"},"modified":"2024-04-29T08:23:59","modified_gmt":"2024-04-29T08:23:59","slug":"zurechtfinden-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=19309","title":{"rendered":"zurechtfinden"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"1024\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/20240422_182042-1024x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-19288\" style=\"width:347px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/20240422_182042-1024x1024.jpg 1024w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/20240422_182042-300x300.jpg 300w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/20240422_182042-150x150.jpg 150w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/20240422_182042-768x768.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/20240422_182042-1536x1536.jpg 1536w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/20240422_182042-365x365.jpg 365w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/20240422_182042-500x500.jpg 500w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/20240422_182042.jpg 1874w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Selbst im Bundestag rief neulich der Satz, (oder war es ein Aufruf) &#8222;Sei ein Mensch&#8220; emotionales Schaudern hervor, in dem sich ein Ahnen vom Ausma\u00df des Gesagten ausdr\u00fcckt. Man w\u00fcsste gerne, bis zu welchen T\u00fcrschwellen oder gar Wohnzimmern die Worte sich durchgearbeitet haben, dem Sinn nachh\u00e4ngend, oder aufgew\u00fchlt durch ihre augenscheinliche Paradoxie, denn wer ist unter uns denn nicht Mensch, ich meine Mensch unter Menschen, warum also der Nachdruck  auf das Sein, das hier gew\u00fcnscht oder gar gefordert wird. Es ist ja immer mal f\u00f6rderlich gewesen, \u00fcber das Menschsein nachzudenken, und dass es einem zuweilen aus der Antike her vertrauter anl\u00e4cheln kann als aus der Neuzeit, mit deren besonderen Merkmalen wir direkt zu rangeln haben. Das sagt ja nicht, dass es um Sokrates herum menschlicher zuging, das hat sein eigener Tod gekl\u00e4rt, vielleicht war es ganz einfach menschenleerer, sodass gerade Sokrates noch auffallen konnte mit seinem Herumstehen  und Herumwandern auf den menschlichen Bazaaren. Aber wenn alles darauf hindeutet, dass die Palette des Menschseins nicht nur viele Farben und Facetten anbietet, sondern dass der Weg des Menschen einzig und allein auf sein oder ihr eigenes Menschsein deutet, dann&#8230;ja, dann wei\u00df man, dass das unter gegebenen Umst\u00e4nden ein langer und auch m\u00fchsamer Weg sein kann, vor allem, wenn in einem nicht die Leidenschaft der Weltenwanderung und ihrer Zeugenschaft aufbl\u00fcht und man zu einem Instrument greift, um die Wildheit und Sch\u00f6nheit des Spiels zu besingen. Das andere Menschsein betrifft die Schwere des Herzens, mit der man gezeichnet wird auf den ungeschriebenen Bl\u00e4ttern. Starr blickt das erschrockene Auge auf  die Fluten der Heimatlosen. Das, was nicht sein darf, ist trotzdem. Ist menschengemacht und menschenerlitten. Da f\u00fchrt kein Weg drum herum. Um die Praxis des Menschseins f\u00fchrt keine Abk\u00fcrzung, an jeder Kreuzung und an jedem Steuerrad muss st\u00e4ndig neu entschieden werden. Und wie sieht der Mensch aus, der da durchkommt? Wir wissen es nicht und k\u00f6nnen nur selbst verstehen was es bedeutet, sich im Menschsein zurechtzufinden.  <\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Selbst im Bundestag rief neulich der Satz, (oder war es ein Aufruf) &#8222;Sei ein Mensch&#8220; emotionales Schaudern hervor, in dem sich ein Ahnen vom Ausma\u00df des Gesagten ausdr\u00fcckt. 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