{"id":1909,"date":"2017-01-30T06:33:08","date_gmt":"2017-01-30T06:33:08","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=1909"},"modified":"2017-01-30T06:37:20","modified_gmt":"2017-01-30T06:37:20","slug":"herumliegendes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=1909","title":{"rendered":"Herumliegendes"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1910\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/20170129_1734361-170x300.png\" alt=\"\" width=\"170\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/20170129_1734361-170x300.png 170w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/20170129_1734361-768x1359.png 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/20170129_1734361-579x1024.png 579w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/20170129_1734361.png 1078w\" sizes=\"auto, (max-width: 170px) 100vw, 170px\" \/> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1911\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/20170129_1735411-169x300.jpg\" alt=\"\" width=\"169\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/20170129_1735411-169x300.jpg 169w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/20170129_1735411-768x1363.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/20170129_1735411-577x1024.jpg 577w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/20170129_1735411.jpg 1015w\" sizes=\"auto, (max-width: 169px) 100vw, 169px\" \/><br \/>\nAb und zu mal hatte ich die Idee, einen Ort f\u00fcr besch\u00e4digte G\u00f6tter zu errichten, die hier zuhauf anzutreffen sind. Was f\u00fcr Sch\u00f6nheiten habe ich in dieser Welt hier am See achtlos herumliegen sehen. F\u00fcr den Hindu war und ist ein gesch\u00e4digter Gott kein Gott mehr, was verst\u00e4ndlich ist. Allerdings sind die dramatischen Auftritte ihrer \u201eDevtas\u201c (Gottheiten) auch nicht ohne. Da fehlt zwar kein Arm oder kein Finger, daf\u00fcr donnerts und wetterts in ihren Stories ganz sch\u00f6n gewaltt\u00e4tig bzw menschen\u00e4hnlich herum. Aber die Murti (Statue\/Abbild) muss vollkommen sein. Bei meiner damaligen Ankunft am Ort waren die Ufer voll mit diesen Liegengelassenen aus Marmor, Gips, Papier, alles durcheinander. Den sch\u00f6nsten Kopf habe ich bei LalaJi in einer Ecke im Tempel gefunden, achtlos hingeworfen mit anderem Ger\u00fcmpel. \u201eKlar, nimm ihn mit!\u201c, sagte er, \u201eaber mit einem Schal dr\u00fcber, damit niemand denkt, etwas Wichtiges w\u00e4re weggegeben worden.&#8220; Ein schwerer, bildsch\u00f6ner Kopf, der nun meine Behausung ziert. Ab und zu nehme ich mal was mit, niemand k\u00fcmmert sich drum, keiner vermisst es, immer<br \/>\nkommt was dazu. Junkies haben herausgefunden, dass Foreigners da nicht so zimperlich sind. Richtig. Unsere Zimperlichkeiten sind woanders gelagert.Wir haben ja auch nicht so viele G\u00f6tter, die wir herumliegen lassen k\u00f6nnen. Ich dachte mir damals, wie reizvoll es w\u00e4re, sowas wie eine Galerie\/cum Gottheitenhospital zu errichten, wo begnadete K\u00fcnstler die Figuren wieder heilen bzw vollenden k\u00f6nnten. Da die Hinterh\u00f6fe der Tempel aber voll sind mit diesen g\u00f6ttlich Entsorgten, w\u00fcrde aus geheilten G\u00f6ttern schnell ein Business werden, und ich k\u00f6nnte nicht mehr \u00fcber die Herumliegenden staunen und ab und zu mal ein Photo von ihnen machen.<\/p>\n<p>Dann gibt es noch andere Dinge, die sehr auffallend herumliegen, sodass sie von den KehrerInnen kaum zu bew\u00e4ltigen sind, und das sind Kleidungsst\u00fccke. Ja, nicht nur die obere Schicht der Kleidung liegt herum, nein, sondern<br \/>\nauch Unterhosen, Bh.\u2018s und nat\u00fcrlich Schuhe, oft auch gute Schuhe, die keineswegs ausgelatscht sind. Waren sie so begl\u00fcckt nach dem karmagesegneten Bad, dass sie nicht mehr wussten, dass sie vorher Schuhe anhatten!? Dann die<br \/>\nvielen bebilderten Schachteln, wo die neuen (M\u00e4nner)-Unterhosen drin waren! Ganz eindeutig sind sie von einer Liebest\u00f6terindustrie hergestellt worden, und gut!, sowas l\u00e4sst sich dann schwerelos zur\u00fccklassen an den Ufern der Segnungen. Aber Berge von all dem!&#8230; Doch nicht alles bleibt weiterhin ungenutzt. Arme Menschen suchen sich neue Schuhe aus, und so manchen Sadhu (M\u00f6nch) habe<br \/>\nich herumgehen sehen mit einem orangefarbenen Sari, nat\u00fcrlich anders drapiert, vielleicht noch mit einer verr\u00e4terischen Goldborte am Saum. Seit das B\u00fcrgermeisteramt von der Regierung (Projekt: Create smart city!) Millionen eingesteckt und tats\u00e4chlich als Beweis von Erhaltenem ein paar Abfalleimer aufgestellt hat, k\u00f6nnte man meinen, dass alles da reinkommt! Weit gefehlt! Es liegt herum, bis es so viel ist, dass sich einer erbarmen muss&#8230;oder so jemand wie Vasundhara Raje, die Chief Ministerin der Gegend, kommt zu Besuch. Dann aber!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ab und zu mal hatte ich die Idee, einen Ort f\u00fcr besch\u00e4digte G\u00f6tter zu errichten, die hier zuhauf anzutreffen sind. Was f\u00fcr Sch\u00f6nheiten habe ich in dieser Welt hier am See achtlos herumliegen sehen. F\u00fcr den Hindu war und ist ein gesch\u00e4digter Gott kein Gott mehr, was verst\u00e4ndlich ist. 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