{"id":18865,"date":"2024-03-13T08:42:09","date_gmt":"2024-03-13T08:42:09","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=18865"},"modified":"2024-03-13T08:42:47","modified_gmt":"2024-03-13T08:42:47","slug":"unaufhaltsam-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=18865","title":{"rendered":"unaufhaltsam"},"content":{"rendered":"<h6><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-18866\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/20240311_105638-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/20240311_105638-225x300.jpg 225w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/20240311_105638-768x1024.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><br \/>\nunaufhaltsam<\/h6>\n<h5>Es ist ein Paradoxon, dass man nach reichlich Lebensjahren und Erfahrung mit einiger Anstrengung bemerkt, wie schwer einsch\u00e4tzbar doch das Ph\u00e4nomen &#8222;Mensch&#8220; ist und bleibt. Man hat ja lange mit sich selber genug zu tun (gehabt), bevor man sich einigerma\u00dfen sicher sein kann, kein zu gro\u00dfes Unheil mehr anzurichten, ohne letzte Garantie. Aber was diese auffallende Spezies, eingebettet in ein unheimliches, unvermeidbares, unaufhaltsames Wir. Dass einem schon in der Schule alles m\u00f6gliche Unbrauchbare reingeschaufelt wird, dient ja noch der Gehirnpraxis, um dem optimalen Potential Vorschub zu leisten. Damit man das machttr\u00e4chtige Geschenk eines brauchbaren Gehirnes sch\u00e4tzen lernen kann, und ja: wie und wo es einsetzen!? Denn zu dem gut funktionierenden Hirn-Labyrinth geh\u00f6rt d i e Dosis Herzblut, die einen bef\u00e4higt, von dem &#8222;So bin ich halt&#8220; zum &#8222;Wer bin ich denn?&#8220; zu gehen, also den Pfad\u00a0 von &#8222;human being&#8220; zu &#8222;being human&#8220;. Kann man, bei aller Schlichtheit, das noch klarer formulieren? Klar, kann man, zb. gibt es &#8222;sapere aude&#8220;, ein heller Aufruf zum Mut, weise und vern\u00fcnftig zu sein. Und Kant erw\u00e4hnt die selbstverschuldete Unm\u00fcndigkeit, die man allerseits beobachten kann und sich immer mal wieder \u00fcberpr\u00fcfen muss, wie weit es einem vorkommt, als h\u00e4tte man schon so manches gut Gelungene hinter sich gelassen. Hinter sich lassen ist allerdings noch nicht ankommen, denn jetzt geht es um die Transparenz der Richtung, die man einschl\u00e4gt. Hat man das Steuer in der Hand, bedeutet auch das nicht automatisch, dass der Wind g\u00fcnstig ist und die Richtung sich erweist als klug gew\u00e4hlt, sodass man es unter allen gegebenen Umst\u00e4nden vermeiden kann, zum M\u00f6rder oder zur M\u00f6rderin zu werden. Oder man entdeckt ganz f\u00fcr sich, dass man der scheinbar unausweichlichen KI-Euphorie doch etwas entgegen setzen kann, indem man genauer darauf achtet, was man dem eigenen Futtertrog des Geistes beigibt, und welche gro\u00dfe Verantwortung ich daf\u00fcr trage, und eben kein Anderer.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>unaufhaltsam Es ist ein Paradoxon, dass man nach reichlich Lebensjahren und Erfahrung mit einiger Anstrengung bemerkt, wie schwer einsch\u00e4tzbar doch das Ph\u00e4nomen &#8222;Mensch&#8220; ist und bleibt. Man hat ja lange mit sich selber genug zu tun (gehabt), bevor man sich einigerma\u00dfen sicher sein kann, kein zu gro\u00dfes Unheil mehr anzurichten, ohne letzte Garantie. 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