{"id":18586,"date":"2024-01-30T09:15:37","date_gmt":"2024-01-30T09:15:37","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=18586"},"modified":"2024-01-30T11:40:35","modified_gmt":"2024-01-30T11:40:35","slug":"getragen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=18586","title":{"rendered":"getragen"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-18587\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/20240130_092611-300x295.jpg\" alt=\"\" width=\"293\" height=\"288\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/20240130_092611-300x295.jpg 300w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/20240130_092611-768x756.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/20240130_092611-1024x1008.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 293px) 100vw, 293px\" \/><\/p>\n<h5>Man staunt, oder soll ich (wohnhaft im eigenen Nu) das Staunen f\u00fcr mich selbst beanspruchen, wohl wissend, dass auch andere staunen. Ich staune also zum Beispiel dar\u00fcber, dass ich mich immer noch getragen f\u00fchle von (m)einem h\u00f6chst g\u00fcnstigen Schicksal, und f\u00fchle mich genau aus diesem Grunde meiner inneren Ausrichtung gegen\u00fcber zutiefst verpflichtet. Das hei\u00dft, den Kompass immer mal wieder aufmerksam im Auge zu behalten, um Spitzen der Eisberge rechtzeitig zu ersp\u00e4hen, oder die Nachwehen der durchforsteten\u00a0 Abgr\u00fcnde mit der Hilfe milder Dosierungen in Schach zu halten, bis die ganze innere Architektur durch feine Beweglichkeit widerstandf\u00e4hig genug ist, um dem uns allen umwehenden Wahnsinn standhalten zu k\u00f6nnen. Denn obwohl jederzeit ein Jemand behaupten kann, dass alles, was wir jetzt auf dem Planeten erleben, schon immer da war, und das war es in seinen menschlichen Grundz\u00fcgen ja auch, so ist dennoch unleugbar, dass sich das Drama auf allen Ebenen extrem verdichtet hat, sodass die Komplexit\u00e4t der daraus resultierenden Muster immer schwerer zu durchdringen ist. Es f\u00e4llt auf, dass wir auf uns selbst zur\u00fcckgeworfen werden und uns die uralten Fragen erneut stellen m\u00fcssen, wenn uns das interessiert. Es verlockt ein bisschen zum G\u00e4hnen, wenn das (z.B.) viel zitierte &#8222;Be here now&#8220; nochmal in unserer Mitte erscheint und man erstaunt bemerkt, dass es immer noch nicht ganz klar ist, wie das geht. Jedem Ding und jedem Gedanken und jedem Wesen die gleichbleibende Aufmerksamkeit zu schenken, hei\u00dft das nicht: hier sein? Alles zum ersten Mal sehen: den Schnee, das Brot, die Haut. Den Augapfel!, durch den wir das ganze Abenteuer wahrnehmen konnten! Klar, eingekreist und beengt von unserer eigenen Vorstellungskraft, aber viele der Vorstellungen mussten dann auch weichen oder ganz verschwinden. Wie sagte doch einst eine der ehrenwerten Meditationslehrer:innen: in jedem Menschen wohnt Kali, die Illusionst\u00f6terin. Man muss nur wissen, wie man sie aktiviert, statt sie im Darknet in die letzte, unge\u00f6ffnete Kammer zu sperren. Dabei lebt sie, die weibliche Kraft, jenseits der Konventionen. Solange wir also noch Zeit und Mu\u00dfe haben, in unserer inneren Werkst\u00e4tten\u00a0 ungest\u00f6rt zu arbeiten, sollten oder k\u00f6nnen wir uns frei genug f\u00fchlen, den hochkar\u00e4tigen menschlichen Mechanismus noch einmal ins Auge zu fassen und zu bedenken, dass es, in modernen Worten gesagt, noch eine Menge Luft nach oben gibt. Beziehungsweise rundherum gibt es noch Luft, die, einfach aus-und eingeatmet, zur Atmosph\u00e4re wird, in der wir uns bewegen.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Man staunt, oder soll ich (wohnhaft im eigenen Nu) das Staunen f\u00fcr mich selbst beanspruchen, wohl wissend, dass auch andere staunen. Ich staune also zum Beispiel dar\u00fcber, dass ich mich immer noch getragen f\u00fchle von (m)einem h\u00f6chst g\u00fcnstigen Schicksal, und f\u00fchle mich genau aus diesem Grunde meiner inneren Ausrichtung gegen\u00fcber zutiefst verpflichtet. 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