{"id":1836,"date":"2017-01-19T01:37:51","date_gmt":"2017-01-19T01:37:51","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=1836"},"modified":"2017-01-19T01:37:51","modified_gmt":"2017-01-19T01:37:51","slug":"shaadi-hochzeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=1836","title":{"rendered":"Shaadi (Hochzeit)"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-1837\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/20170117_1927191-167x300.jpg\" alt=\"\" width=\"238\" height=\"428\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/20170117_1927191-167x300.jpg 167w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/20170117_1927191-768x1377.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/20170117_1927191-571x1024.jpg 571w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/20170117_1927191.jpg 1059w\" sizes=\"auto, (max-width: 238px) 100vw, 238px\" \/><\/p>\n<p>Woher wei\u00df ich, dass wieder geheiratet wird? Nein, nicht aus dem Hindu-Kalender, der Leben und eben auch Heirat bestimmt, sondern aus dem ohrenbet\u00e4ubenden L\u00e4rm der Hochzeitsmusik, die eine jeweils anders uniformierte Brass-Band, diszipliniert und chronisch \u00fcberm\u00fcdet, auf ihren Blas-und Brassinstrumenten und ihren aufreibenden Trommelwirbeln in der erwarteten Fassung darbieten. Das muss mal ein m\u00e4chtiger Milit\u00e4r-K\u00f6nig gewesen sein, der diese Kl\u00e4nge verordnet. ja befohlen hat, denn wer w\u00fcrde freiwillig dieser Zumutung lauschen wollen? Wieder mal irre ich mich, denn den TeilnehmerInnen w\u00fcrde ohne diesen Teil des Vorgangs alles fehlen, was die Sinne ordentlich bet\u00e4ubt. Ja, ist es nicht genau diese Musik, die es erm\u00f6glicht, die immer wieder sich einschleichende Seelenpanik und Seelengewissheit zu \u00fcberdr\u00f6hnen, dass hier wieder viel geistig und k\u00f6rperlich Illegales vor sich geht! Als w\u00fcssten nicht alle, um den auf wei\u00dfem Pferd in ergebener Dumpfheit vor sich hinreitenden Br\u00e4utigam herumtanzend, &#8230;..ja, was wissen wir denn alle von den Folgen!? Oder dem Schrecken, wenn die mit Henna t\u00e4towierte Jungfrau auf den fremden Mann trifft, mit dem sie und er mit ihr nun erleben m\u00fcssenk\u00f6nnend\u00fcrfen, wie das so ist, die Heirat mit dem\/der Fremden. Ist es denn da so anders,wo Menschen heiraten k\u00f6nnen, wen sie wollten? Auf jeden Fall macht eine freie Entscheidung verantwortlicher f\u00fcr das Ergebnis, w\u00e4hrend wir hier, im Arrangierten, nur Erwartungen haben, vor allem an die Frau: shweigsam soll sie sein, kochen wie Mama, einen Sohn geb\u00e4ren, alles schulturn, niemals klagen. Ist der Mann doch der Gott. Wo ist wohl die G\u00f6ttin abgeblieben, frage ich schon mal, aber das ist kein indisches Denkmaterial. Auf jeden Fall ist man durch die Hochzeit in einem &#8222;Drin&#8220; gelandet. Die Familien haben Einkommen und Preis diskutiert, und die gr\u00e4sslichen Geschenke-Items stehen herum zur Beschauung von dem, was alles gehabt werden wird. Motorrad, Flatscreen etc, und Sarees, Blusen und Reifen ohne Ende. \u00dcberhaupt alles ziemlich endlos. Im Winter frieren sich die Frauen dusselig, weil sie wegen der teuren Outfits keinen Schal tragen wollen. Es sind ja, vor allem in dieser Gegend, nur die Hochzeiten, wo man hingehen und sich zeigen kann. Seit ein paar Jahren muss auch Whisky gereicht werden, was die Nichttrinkenden auch nicht fr\u00f6hlicher macht. Unz\u00e4hlige Photos werden geschossen, Alben angefertigt und ein Leben lang gezeigt vom Tag, wo alles anfing. Wer fragt schon nach dem Danach. Es war da! Man ist selbst auf den k\u00f6niglichen St\u00fchlen gesessen. Auf dem Pferd durch die Stra\u00dfe geritten mit dem ausgeliehenen Prinzenkost\u00fcm am K\u00f6rper. Die Braut und werdende Frau hat seinen Namen irgendwo im Henna-Design versteckt (was f\u00fcr eine kecke Idee!), damit er sich bei ihr finden kann. Wer suchet, der findet.<br \/>\nJa, schade, dass ich keine tieferen Shaadi-Eindr\u00fccke geben kann, es fehlt an der Hochzeitsritualerfahrung. Wenn ich mal wieder jemanden entt\u00e4uschen muss, weil ich nicht zu einer Hochzeit komme, obwohl es soooo eine Ehre ist, nehme ich wieder Zuflucht in einen rettenden Satz, zB. &#8222;Ihr (klugen\u00a0 Hindu-Gesch\u00f6pfe), die ihr nur zwei Lebensrichtungen gelehrt habt, habt einerseits das Familiensystem, das kommt mit Shaadi, Kindern, Altersversorgung-und betreuung in Gang, der andere Weg ist ungewiss, da laufe ich drauf, und deshalb habe ich einst entschieden, in dieser Richtung zu bleiben&#8230;keine Garantie also und kein Shaadi.<\/p>\n<p>****************************************************************************************************************************************************<\/p>\n<p>Na, wenn das kein h\u00fcbsches Hochzeitsthron-Photo ist! Alle waren schon mit Abr\u00e4umen der ganzen Show besch\u00e4ftigt, als ich um Bilderlaubnis fragte beim Vor\u00fcbergehen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Woher wei\u00df ich, dass wieder geheiratet wird? Nein, nicht aus dem Hindu-Kalender, der Leben und eben auch Heirat bestimmt, sondern aus dem ohrenbet\u00e4ubenden L\u00e4rm der Hochzeitsmusik, die eine jeweils anders uniformierte Brass-Band, diszipliniert und chronisch \u00fcberm\u00fcdet, auf ihren Blas-und Brassinstrumenten und ihren aufreibenden Trommelwirbeln in der erwarteten Fassung darbieten. 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