{"id":1826,"date":"2017-01-21T01:50:05","date_gmt":"2017-01-21T01:50:05","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=1826"},"modified":"2017-01-21T01:50:05","modified_gmt":"2017-01-21T01:50:05","slug":"glauben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=1826","title":{"rendered":"glauben"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-1827\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/20170116_1853321-170x300.jpg\" alt=\"\" width=\"221\" height=\"391\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/20170116_1853321-170x300.jpg 170w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/20170116_1853321-768x1354.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/20170116_1853321-581x1024.jpg 581w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/20170116_1853321.jpg 1069w\" sizes=\"auto, (max-width: 221px) 100vw, 221px\" \/><\/p>\n<p>Auf die im eiskalten Wasser unerm\u00fcdlich Badenden schauend, wird mir nochmal so richtig bewusst, dass ich mich hier an heiliger, von der Sch\u00f6pfergeschichte gepr\u00e4gter und durchdrungener St\u00e4tte, unter wahrhaft Gl\u00e4ubigen befinde. Die Glaubensformen und Glaubensr\u00e4ume sind extrem unterschiedlich, aber immer mit unersch\u00fctterlichem Glauben verbunden. Bei der Frage, ob ich denn an irgendwas glaube, erfahre ich meinen Geist bestrebt, ein herzhaftes Nein! hervorzubringen. Ich glaube an nichts!, ist erstmal ein erfrischender Gedanke, wenn ich bedenke, dass alle Menschen, die ich hier kenne, \u00fcberzeugt sind, dass ich was glaube. Ja, und war nicht ich es, die selbst niemals zweifelte, als mir Brahma bei meiner Ankunft in alten Gem\u00e4uern wie in einem Film begegnete!? Ja kam ich nicht n\u00e4her mit den n\u00fcchternen Augen, und sah doch sein Gewand, und wie er die eierf\u00f6rmigen Seelen h\u00fctete in geheiligtem Raum? Und als ich mit Shiva die tiefen Gespr\u00e4che f\u00fchrte und darauf achtete, dass ich keiner T\u00e4uschung unterlag, und zugeben musste, dass auf mich wachsam und voller Liebe geachtet wurde!? Doch, das war ich, und das hielt lange an, bis es, auch wie in einem langsam sich formenden Filmstreifen, langsam ausblendete und anderen Gewissheiten Platz machte. Anderen Gewissheiten?<br \/>\nGewiss nicht nur aus Indien, denn in Indien weht zwischen Glauben und Wissen ein sehr br\u00fcchiges Gewebe ohne erkennbare Strukturen. Ja klaro, Kalima, hat jeder Gott sein eigenes Fahrzeug&#8230;.nun bist du schon so lange hier und stellst das infrage!? Und ich, bin ich am &#8222;Wissen&#8220; selbst denn noch so interessiert, dass ich zum \u201eGyani\u201c (dem, der auf dem Weg des Wissen geht) \u00fcberhaupt noch tauge? Dann der Weg des Yogis bzw der Yogini: ziemlich streng und diszipliniert und still ging es da zu und konzentriert, sodass man sich nicht wirklich beklagt \u00fcber die verbrachte Zeit, da man nur reicher werden konnte an den M\u00fchen f\u00fcr K\u00f6rper und Geist. Aber auch diese Phase ging (erstaunlicherweise) mal zu Ende, kaum wurd\u2019s mir bewusst, wie es sich selbst verwandelte und klarere R\u00e4ume einnahm. Ich habe immer noch ein unersch\u00fctterliches Vertrauen in die F\u00e4higkeit des menschlichen Geistes, Wachheit, wenn denn erw\u00fcnscht, zu erfahren. Und Humor! M\u00f6gen die G\u00f6tter ihn erhalten!<\/p>\n<p>(Jetzt, einen Tag nach dem amerikanischen\u00a0 Event, finde ich diesen Beitrag einerseits ziemlich weit entfernt davon, andrerseits erstaunlich nahe, denn die Wahl des Pr\u00e4sidenten hat auch ganz viel mit Glauben zu tun, vor allem aber mit der Notwendigkeit, ihn zu hinterfragen.)<\/p>\n<p>**********************************************************************************************************************************************************<\/p>\n<p>Das Bild zeigt einen betenden Rajasthani, den ich auf meinem Weg in einer Ecke entdeckt habe.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf die im eiskalten Wasser unerm\u00fcdlich Badenden schauend, wird mir nochmal so richtig bewusst, dass ich mich hier an heiliger, von der Sch\u00f6pfergeschichte gepr\u00e4gter und durchdrungener St\u00e4tte, unter wahrhaft Gl\u00e4ubigen befinde. 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