{"id":1822,"date":"2017-02-01T05:43:06","date_gmt":"2017-02-01T05:43:06","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=1822"},"modified":"2017-02-01T05:43:06","modified_gmt":"2017-02-01T05:43:06","slug":"shamshan","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=1822","title":{"rendered":"Shamshan"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-1823\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/20170116_1816301-166x300.jpg\" alt=\"\" width=\"222\" height=\"401\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/20170116_1816301-166x300.jpg 166w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/20170116_1816301-768x1392.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/20170116_1816301-565x1024.jpg 565w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/20170116_1816301.jpg 1058w\" sizes=\"auto, (max-width: 222px) 100vw, 222px\" \/><\/p>\n<p>Immer mal wieder kommt der Tag, wo es mich auf einmal dr\u00e4ngt, zum Sham-Shan zu gehen. Ja, es ist der Ort, wo die Toten hingebracht und die K\u00f6rper verbrannt werden. Aber es ist auch der Ort, wo ich einmal im Einst eine tiefgreifende Entscheidung getroffen habe. Bis dahin gab es keinen Zweifel in mir, dass ich in mein (gemietetes) Haus in Kathmandu zur\u00fcckkehren w\u00fcrde, das angef\u00fcllt war mit Sch\u00e4tzen aus 9 Jahren Leben dort, aber es kam dann anders. Auf der Suche nach nichts war ich direkt in einem Juwel gelandet, einem Ort reinster Poesie, dem Konzept des g\u00f6ttlichen Schauspiels auf allen Ebenen gerecht werdend. Ich schrieb einen kleinen Zettel an die Freundin, die das Haus in Nepal gerne samt und sonders \u00fcbernahm. Nach meinem \u00f6ffentlichen Auftritt als Kali hier gab ich meine wertvollen Silberschmuckst\u00fccke zum Entsetzen der Brahmanen an Zigeunerinnen weiter und zog zum Sham-Shan. Mal sehen, wie das so ist bei euch und euren G\u00f6ttern. Mehr von der Pike auf daf\u00fcr gab es nicht. Wunderbarer, magischer Ort! Wunderbare, kostbare Zeit! Ein Banyan und ein Peepalbaum ganz nahe beieinander. Wir nannten sie die Freunde, die uns Schatten und Schutz gaben. Auf dem Bild oben sieht man die kleinen H\u00e4uschen, wo die Angeh\u00f6rigen sitzen und warten k\u00f6nnen, bis alles nur noch Asche ist. In eins der H\u00e4uschen zog ich dann ein, was hei\u00dft &#8222;einziehen&#8220;, da war ich dann, Beziehung zu Shiva aufbauend, das w\u00fcrde nun woanders hinf\u00fchren&#8230;..<br \/>\nGestern ging ich also dort hin, und sofort umfing mich die Stille. Es war wie ein Tor in eine andere Zeit. Es war weder die Vergangenheit noch die Zukunft, es war keine Zeit an sich. \u00dcberall schneewei\u00dfe Aschehaufen von K\u00f6rpern, die kommen und gehen, in der Asche sieht man da keinen Unterschied mehr. Ich besuchte Josi Baba, der den Sham-Shan seit vier Jahren nicht mehr verlassen hat. Ich kenne ihn seit vielen Jahren. Er hat Lepra, nur noch halbe Finger und Zehen. In seiner Jugend hat er Philosophie studiert und gilt auch hier als wissensvoll, ja, weise. Ist er auch. Gelassen sitzt er da, schwer krank. Manchmal bringt ihm jemand was zu essen. Er ist hellwach und in seinen Augen ist es lebendig. Ich sitze einfach, sagt er, und h\u00f6re den V\u00f6geln zu&#8230;.<br \/>\nIch wandere noch etwas herum zwischen den Aschebergen und den riesigen Stapeln aus Holz, das au\u00dfer dem Ghee (Butter), mit dem das Feuer gen\u00e4hrt wird, das wichtigste Material am Sham-Shan ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Immer mal wieder kommt der Tag, wo es mich auf einmal dr\u00e4ngt, zum Sham-Shan zu gehen. Ja, es ist der Ort, wo die Toten hingebracht und die K\u00f6rper verbrannt werden. Aber es ist auch der Ort, wo ich einmal im Einst eine tiefgreifende Entscheidung getroffen habe. 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