{"id":18124,"date":"2023-11-08T09:26:26","date_gmt":"2023-11-08T09:26:26","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=18124"},"modified":"2023-11-08T09:26:26","modified_gmt":"2023-11-08T09:26:26","slug":"persona","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=18124","title":{"rendered":"Persona?"},"content":{"rendered":"<h1><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-18125\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/20231105_112942-234x300.jpg\" alt=\"\" width=\"280\" height=\"359\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/20231105_112942-234x300.jpg 234w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/20231105_112942-768x983.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/20231105_112942-800x1024.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 280px) 100vw, 280px\" \/><\/h1>\n<h5>Habe ich nun in der ganzen Zeit meiner Wanderungen um das Thema &#8222;Tod&#8220; herum etwas von ihm, dem gro\u00dfen Es, gelernt? Auf jeden Fall nichts, was Epikurs Bemerkung erweitern k\u00f6nnte, denn nach wie vor sieht es so aus, als m\u00fcsste man sich eigentlich \u00fcber den Tod keine Sorgen machen, denn wenn er da ist, bin ich nicht da, und solange ich noch da bin, ist der Tod nicht da. Klar wird, dass es eher um die Kunst des Sterbens geht, und was hei\u00dft hier: Kunst? Nat\u00fcrlich kann man kreativer an die mysteri\u00f6se Sache herangehen, wenn man keine Schmerzen hat, oder aber die denkw\u00fcrdigen Palliativmedikamente zumindest notfalls zur Verf\u00fcgung haben, die immerhin ein gewisses schmerzloses Feld erschaffen k\u00f6nnen, das einem erm\u00f6glicht, die nackte Wahrheit dieser letzten Reise an sich herankommen zu lassen. Gestern h\u00f6rte ich mich ein paar mal in mein Handy sagen, dass ich im Moment keine Zeit\u00a0 h\u00e4tte f\u00fcr\u00a0 Gespr\u00e4che, weil ich bei einer Sterbenden sitze. Ich, beziehungsweise wir sitzen nicht nur bei einer Sterbenden, sondern mein Geist ermuntert mich f\u00f6rmlich, alles dahinfahren zu lassen, was nicht der Erfahrung des eigentlichen Vorgangs entspricht. Denn in allen tiefen Prozessen f\u00e4llt auf, dass sogenannte Wunder auch an der Tagesordnung sein k\u00f6nnen. Ein Mensch sagt (zum Beispiel) &#8222;Ich sterbe&#8220;, und man trommelt alle nahen Beteiligten zusammen zum Abschiednehmen. Da taucht die Sterbende auf einmal auf einer anderen Ebene wieder auf, und wir sehen uns gen\u00f6tigt, das Pr\u00e4dikat &#8222;partiell erleuchtet&#8220; zu erfinden. Da hatte es n\u00e4mlich in der Sterbenden, als wir schliefen, einen unbezeugten Durchbruch gegeben, und als wir am Morgen zu ihr kamen, war sie an einem anderen Ort, den man sehr wohl als den tiefsten pers\u00f6nlichen Kern bezeichnen kann. Etwas war im wahrsten Sinne des Wortes ver-r\u00fcckt. Da war, f\u00fcr alle sichtbar und h\u00f6rbar und sp\u00fcrbar, eine gro\u00dfe Klarheit in dieser neuen und gleichzeitig uralten Persona. Oder ist das schon gar nicht mehr &#8222;Persona&#8220;, sondern das, was noch weiterwandert, w\u00e4hrend wir uns noch um die verg\u00e4ngliche H\u00fclle werden k\u00fcmmern m\u00fcssen.(?)<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Habe ich nun in der ganzen Zeit meiner Wanderungen um das Thema &#8222;Tod&#8220; herum etwas von ihm, dem gro\u00dfen Es, gelernt? 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