{"id":18024,"date":"2023-10-23T08:41:52","date_gmt":"2023-10-23T08:41:52","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=18024"},"modified":"2023-10-23T11:46:37","modified_gmt":"2023-10-23T11:46:37","slug":"fuehren-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=18024","title":{"rendered":"f\u00fchren"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-18029\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/20231023_094936-219x300.jpg\" alt=\"\" width=\"319\" height=\"437\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/20231023_094936-219x300.jpg 219w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/20231023_094936-768x1051.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/20231023_094936-748x1024.jpg 748w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/20231023_094936.jpg 1276w\" sizes=\"auto, (max-width: 319px) 100vw, 319px\" \/> *<\/p>\n<h5>Heute fr\u00fch bin ich doch tats\u00e4chlich aufgewacht mit einem indischen Mantra, das ich gar nicht freiwillig gelernt habe, sondern gewisserma\u00dfen wie nebenher damit betr\u00e4ufelt wurde, als in meiner damaligen Wohnherberge eine Gruppe Sinnsuchender auftauchte. Alle hatten eine gemeinsame, charismatische Herrenfigur vor sich, von der sie allerlei lernten. Als mich einer seiner Followers eines Tages\u00a0 ansprach und meinte, es (ich) w\u00e4re arrogant, wenn ich die absolute, verk\u00f6rperte Wahrheit verpassen w\u00fcrden wollte. Das fand ich auch ziemlich bescheuert, schloss mich dann aber aus Neugier (wer will schon die absolute Karotte verpassen) eines Tages den Morgenstunden direkt vor meinem Fenster an und hatte in der Tat einige anregende Gespr\u00e4che mit dem Meister, wohl auch, weil ich Hindi spreche und im Dorf einen guten Ruf habe. Reichlich gequ\u00e4lt habe ich mich durch die t\u00e4glich gleichen Mantren, wie das in Indien \u00fcblich ist mit dem Eingebl\u00e4uten, von dem man hofft, dass es durch die geistigen Dickh\u00e4ute sickert und dort etwas vom Wesen des Wissens h\u00e4ngenbleibt wie Majnoors Gedichtfetzen an den Dornb\u00fcschen der W\u00fcste. Das Mantra bittet um F\u00fchrung von der Unwirklichkeit in die Wirklichkeit, von der Unwissenheit ins Licht und von der Sterblichkeit in das ewige Leben. Das kann vermutlich nur durch einen Gott geleistet werden, oder kann es auch von einem Menschen geleistet werden, dass er oder sie sich von der Unwirklichkeit (z.B.) in die Wirklichkleit f\u00fchrt usw. Zum Gl\u00fcck habe ich es eine geraume Zeit zutiefst genie\u00dfen k\u00f6nnen, mich den g\u00f6ttlichen Kr\u00e4ften zuzuwenden und mit ihnen Verbindung aufzunehmen. Das wird einem in Indien leicht gemacht, denn alle Anwesenden ohne Ausnahme verbinden sich mit irgendwem und irgendwas, das einen dann besch\u00e4ftigt. Denn die Welt dort ist voll mit Schriften und Gedanken und G\u00f6ttern, die zur Verf\u00fcgung stehen und zum Leben geh\u00f6ren wie der Teig und die S\u00fc\u00dfigkeiten. Die meisten von uns Foreigners hatten eine gl\u00fchende Romanze mit Shiva, was wiederum von Hindus fr\u00f6hlich resoniert wurde, waren sie doch schon ziemlich erstarrt in ihren Ritualen und erfrischten sich an unseren Fragen, bereit, sich selbst und uns unwissende Warums\u00a0 gleichzeitig zu erwecken. In dieser Atmosph\u00e4re konnten wunderbare Dinge geschehen, wobei die dazugeh\u00f6rigen Anekdoten einen im Westen eher zu M\u00e4rchenunterhalter.innen machen. Ich erwachte also mit dem Mantra auf den inneren Lippen und dachte: ja, kein Wunder! \u00dcber unserem Haus hat sich der dunkle Baldachin des Verg\u00e4nglichen ausgebreitet. Noch ist das Tor offen und wartet auf die (ihre) Ankunft. An einem bestimmten Punkt muss man sich selbst an die Hand nehmen.<\/h5>\n<h6>* Der tanzende Shiva, Statue aus dem 16. Jahrhundert, ein Geschenk unseres ehemaligen Hausbesitzers (Dr. Helmut Kenter) an unser Haus.<\/h6>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>* Heute fr\u00fch bin ich doch tats\u00e4chlich aufgewacht mit einem indischen Mantra, das ich gar nicht freiwillig gelernt habe, sondern gewisserma\u00dfen wie nebenher damit betr\u00e4ufelt wurde, als in meiner damaligen Wohnherberge eine Gruppe Sinnsuchender auftauchte. Alle hatten eine gemeinsame, charismatische Herrenfigur vor sich, von der sie allerlei lernten. 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