{"id":17954,"date":"2023-10-07T08:54:48","date_gmt":"2023-10-07T08:54:48","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=17954"},"modified":"2023-10-07T08:57:18","modified_gmt":"2023-10-07T08:57:18","slug":"jetzt-hier-sein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=17954","title":{"rendered":"jetzt hier sein"},"content":{"rendered":"<h6><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-17935\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/20231002_194957-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"279\" height=\"372\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/20231002_194957-225x300.jpg 225w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/20231002_194957.jpg 304w\" sizes=\"auto, (max-width: 279px) 100vw, 279px\" \/><br \/>\nKiesel VI<\/h6>\n<h5>Wenn alle Zugang zu so ziemlich allem haben, was auf den Weltm\u00e4rkten zu haben ist, dann wehen auch die verborgenen S\u00e4tze der Geheimwissenschaften hinein in die Lebensr\u00e4ume der B\u00fcrger:innen, oder sind zu lesen in Artikeln ehrw\u00fcrdiger Zeitschriften, und niemand w\u00fcrde gro\u00df staunen, wenn da als Haupttitel zum Beispiel &#8222;Be here now&#8220;, oder noch besser &#8222;Sei jetzt hier&#8220; st\u00fcnde oder schon\u00a0 steht. Wo soll ich denn um Himmelswillen sonst sein, fragt sich vielleicht der Leser, doch wo ist &#8222;hier&#8220;,\u00a0 und wer dr\u00fcckt hier den nobel gemeinten Befehl aus, und was hei\u00dft &#8222;jetzt&#8220;? Jetzt, in diesem Augenblick, mit mir hier sein, wie geht das, oder warum klingt das, als m\u00fcsste man darauf aufmerksam gemacht werden, nicht im Woanders herumzuwandern, so, als k\u00f6nnte ich dort drau\u00dfen, also im Au\u00dfen, etwas erkennen, das ich nicht von innen her wahrgenommen habe. Selbst die Kulisse f\u00fcr menschliches Tun (die Natur) war nicht immer ganz so bedrohlich, wie sie jetzt erscheint, seit wir wissen, dass es genau der Mensch ist, also wir, der die Eingebungen des eigenen Geistes nun als Resultat einer ungeheuren Zerst\u00f6rungslust beobachten kann, die sich mit den tiefsten und den h\u00f6chsten Interessen der Menschheit kaum vereinbaren lassen. Selbst Freud sah seine hochangelegten Analysen eher fruchtbar f\u00fcr gesunde Menschen, die sich f\u00fcr ihre geistige Entwicklung interessieren und mit ihm einen Vergil zur Seite hatten, der sie beim Spaziergang durch die abgr\u00fcndigen Level der H\u00f6lle begleiten und sicher zur\u00fcckf\u00fchren konnte, wissend, dass aus diesem Wurmloch niemand unver\u00e4ndert herauskommt, wenn \u00fcberhaupt. Auch wenn &#8222;Be here now&#8220; wirklich mit einem geschieht, kann es unheimlich werden. Vor ein paar Jahren hatte es mich mal interessiert, zu welchem Prozentsatz Menschen (auch in Indien) sich als sich selbst seiend einsch\u00e4tzen. Also zu welchem Prozentsatz denke ich, mich selbst zu sein. Sehr \u00fcberraschende Antworten kamen. Niemand stellte in Frage, dass man sich zu sich selbst aufmachen muss, und oft hing die Antwort unter 50 Prozent, also mit dem Kopf noch unter Wasser. Wurde man selbst gefragt, musste man aufpassen, nicht zu hoch zu pokern, oder aber zu seinem Einsatz zu stehen. In guten geistigen Schulungen wird beides gelehrt: die Gefahr des aufgebauschten Selbstgef\u00fchls wahrzunehmen, und mit der verf\u00fcgbaren Entscheidungskraft und einer geistigen Rasierklinge Raum zu schaffen f\u00fcr das, was \u00fcbrig bleibt, wenn die Ich-Blase ausgedient hat und das, was auch immer es ist, sp\u00fcrbar und sichtbar wird.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kiesel VI Wenn alle Zugang zu so ziemlich allem haben, was auf den Weltm\u00e4rkten zu haben ist, dann wehen auch die verborgenen S\u00e4tze der Geheimwissenschaften hinein in die Lebensr\u00e4ume der B\u00fcrger:innen, oder sind zu lesen in Artikeln ehrw\u00fcrdiger Zeitschriften, und niemand w\u00fcrde gro\u00df staunen, wenn da als Haupttitel zum Beispiel &#8222;Be here now&#8220;, oder noch [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-17954","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17954","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=17954"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17954\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":17957,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17954\/revisions\/17957"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=17954"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=17954"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=17954"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}