{"id":17772,"date":"2023-08-28T08:08:47","date_gmt":"2023-08-28T08:08:47","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=17772"},"modified":"2023-08-28T08:21:08","modified_gmt":"2023-08-28T08:21:08","slug":"nachdenken-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=17772","title":{"rendered":"nachdenken"},"content":{"rendered":"<h6>\u00a0<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-17774\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/20230823_134410-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"263\" height=\"350\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/20230823_134410-225x300.jpg 225w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/20230823_134410.jpg 643w\" sizes=\"auto, (max-width: 263px) 100vw, 263px\" \/><br \/>\nSaphira<\/h6>\n<h5>Als ich vor einigen Wochen in einem Krankenhaus meine Cyborg-Identit\u00e4t aufbauen konnte (wobei ich k\u00f6rperlich herzlich wenig Wahlm\u00f6glichkeiten hatte), fiel mir ein buntes Blatt an der Wand des Krankenzimmers auf. Es zeigte eine Schmerzpyramide. Unten, auf der breitesten Ebene, waren die gelben und freundlichen Farben, und je h\u00f6her es ging, desto feurig roter wurde es, der Gipfel des Schmerzes also oben und brandrot. Jeder auftauchende Arzt stellte die Frage, auf welchem Level des Schmerzes man sich befand. Das widersprach all meinen\u00a0 Vorstellungen eines Pyramidenkraftfeldes, das auf der untersten Ebene das jeweilige Potential der Spieler:innen auslotet und aktivierend unterst\u00fctzt, wenn sie dort ankommen, also auf dem letzten Teil der Ich-Reise, wo es (noch) auf etwas ankommt. Und dann geht es nat\u00fcrlich weiter bis zur Spitze, wo man sicherlich bei noch lebendigem Leib die Grenze der Materie verlassen kann und sich vertrauensvoll der Leere \u00fcberlassen, die man nun als das eigentliche Potential erkennt. Trotzdem war das Modell der Schmerzpyramide durchaus hilfreich, und dankbar registrierte ich die Leichtigkeit, mit der ich zwischen Level 0 und Level 2 jonglierte. Wir k\u00f6nnen ja den Schmerz der Anderen nicht wirklich kennen, oder nur dadurch, dass wir selbst \u00c4hnliches erlebt haben. Aber was spielt da nicht immer alles mit! Das ganze (pers\u00f6nliche) Leben mit all seinem von au\u00dfen schwer erkennbaren Epos und zuweilen als dramatischer Opernumhang hinter einem herwehend. Die Helfer mit den Schn\u00fcren, die man vielleicht nicht zur Verf\u00fcgung hatte (wie z.B. Odysseus), um den oft t\u00f6dlich endenden Verlockungen des gro\u00dfen Gaukelspiels widerstehen zu k\u00f6nnen. Die entglittene Lenkf\u00e4higkeit, die notwendige und n\u00fcchterne Einsch\u00e4tzung der eigenen Bedeutung&#8230;slosigkeit, immer alles in Ma\u00dfen. Zuerst also: Erkenne dich selbst, und dann (am zweiten Tor): alles in Ma\u00dfen. Und ist es &#8222;nur&#8220; Gl\u00fcck, dass man von den Toren, den Ebenen und den Stufen geh\u00f6rt hat, &#8222;nur&#8220; Schicksal, mit dem man notgedrungener Weise umgehen muss. Und da es offensichtlich (f\u00fcr einen selbst und die Anderen) darauf ankommt, wie man das Ganze t\u00e4glich, st\u00fcndlich und sek\u00fcndlich handhabt, bleibt einem praktisch nichts anderes \u00fcbrig , als \u00fcber das Wesen des Geistes nachzudenken.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a0 Saphira Als ich vor einigen Wochen in einem Krankenhaus meine Cyborg-Identit\u00e4t aufbauen konnte (wobei ich k\u00f6rperlich herzlich wenig Wahlm\u00f6glichkeiten hatte), fiel mir ein buntes Blatt an der Wand des Krankenzimmers auf. Es zeigte eine Schmerzpyramide. 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