{"id":17691,"date":"2023-06-24T09:26:37","date_gmt":"2023-06-24T09:26:37","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=17691"},"modified":"2023-06-24T13:15:59","modified_gmt":"2023-06-24T13:15:59","slug":"rottorort","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=17691","title":{"rendered":"ROTTORORT"},"content":{"rendered":"<h6><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-17692\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/20230624_100203-218x300.jpg\" alt=\"\" width=\"289\" height=\"397\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/20230624_100203-218x300.jpg 218w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/20230624_100203-768x1058.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/20230624_100203-743x1024.jpg 743w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/20230624_100203.jpg 1754w\" sizes=\"auto, (max-width: 289px) 100vw, 289px\" \/><br \/>\nAuf einer Seite bin ich gefangen durch<br \/>\ndas sich vollziehende Gericht, das bei<br \/>\ngeschlossenen T\u00fcren stattfindet. Auf<br \/>\nder anderen Seite ist ein Durchgang<br \/>\nwie ein Tor, hinter dem Geborgenheit<br \/>\nund W\u00e4rme liegen. Ich hebe die T\u00fcr<br \/>\naus den Angeln, nehme den Schl\u00fcssel<br \/>\nund \u00f6ffne das Schloss. Ich trete \u00fcber<br \/>\ndie Schwelle.<\/h6>\n<h5>Text und Bild stammen von einem sogenannten schwer erziehbaren Jugendlichen. Zwei Frauen von unserem Haus wurden (vor ungef\u00e4hr zwanzig Jahren) von einer Mitarbeiterin des VSB (Verein f\u00fcr soziale Bildungsarbeit) angefragt, ob wir uns vorstellen k\u00f6nnten, bei einer Ma\u00dfnahme mit schwer erziehbaren Jugendlichen mitzuwirken und etwas &#8222;K\u00fcnstlerisches&#8220; mit ihnen zu machen, da alle anderen Versuche gescheitert waren. Wir hatten die Jugendlichen dann alle in unser Haus eingeladen, um zu schauen, ob sich da eine M\u00f6glichkeit anbot. Es gab viel Fremdeln und tief gezogene K\u00e4ppi-Verstimmung und keine Ahnung, was das alles soll, aber interessiert waren wir doch alle an dem Abenteuer. Ich denke, wir sprengten ein wenig ihre verschiedenen Widerst\u00e4nde gegen das &#8222;Normale&#8220;, aus dem sie ja herausbugsiert worden waren durch ihre Schutzmechanismen. Wir machten zwei Durchg\u00e4nge und f\u00fchlten uns enorm beschenkt durch ihre Mitarbeit. Das Ganze endete in einer sehr sch\u00f6nen Ausstellung mit von ihnen wunderbar gestalteten Bildern und Texten. Vertreter des Arbeitsamtes kamen, um sich alles anzuschauen. Sie konnten es kaum fassen, was ihnen da an Reichtum des Ausdrucks geboten wurde, was dazu f\u00fchrte, dass das Amt die ganze Austellung kaufte. Das Bild oben kam aus dem Thema &#8222;Mandalas&#8220;. Heute morgen beim Fr\u00fchst\u00fcck tauchte das Blatt aus einem Aktenordner unserer gemeinsamen Arbeiten auf. Ich erinnerte mich daran, dass wir die Jugendlichen gebeten hatten, mit ein paar losen Worten einen kleinen Text zu schreiben. Dieser Text oben stand also an der Seite des Bildes. Ich hatte das Gef\u00fchl, aus unsichtbaren Ebenen ein Blatt zugeflattert zu bekommen, damit das Geheimnis des Pelikans Worte erh\u00e4lt, die der laufenden Realit\u00e4t eine Struktur geben. (Pelikane sind Namensgeber der Ordnung Pelicaniformes). Angeblich soll sich ja der Vogel die eigene Brust \u00f6ffnen und das Blut auf die toten Jungen tropfen, damit sie dadurch wieder ins Leben zur\u00fcckfinden. Meine G\u00fcte, das ist Level 11 und sprengt die Vorstellung des Spiels. Ich denke, man kann es auch symbolisch einfacher verstehen. Wie ich schon durch das indische Wort &#8222;Mrtlok&#8220; (Planet der Toten) aufmerksam darauf gemacht wurde, dass man nicht wirklich leicht erkennen kann, ob ein Mensch &#8222;tot&#8220; oder &#8222;lebendig&#8220; ist, da es auch auf die Definition der beiden Wirte ankommt. Vom &#8222;Totsein&#8220; w\u00fcrde man eher sprechen, wenn wir als Mensch keine Verbindung zu uns selbst haben, wobei das geistige Sterben auch etwas zu tun hat mit dem bewussten Austritt aus der Blase, in der wir uns alle wohlf\u00fchlen k\u00f6nnen, da sie vertraut ist und keinerlei Ansto\u00df oder Ausgesto\u00dfensein bietet. Verzieht sich das Blasen-Ich aber wie die abgestreifte Haut einer Schlange, kommt innen etwas Lebendiges in Gang, das sich selbst bestimmt und nicht nur mit weniger unerreichbaren W\u00fcnschen belastet ist, sondern auch mit weniger Leiden. Immer ist TOR, durch das ich hindurchgehen kann. Immer ist ORT, von dem aus alles m\u00f6glich ist. Und nun kommt ROT, das ist des R\u00e4tsels letztes Geheimnis. Da es so einfach ist, es zu nennen, weil wir alle glauben und denken, es ist schon voll in Aktion bei uns, deswegen spreche ich das Wort nicht aus. Es ist das einzige Wort, das allein durch seine Manifestation zum Schl\u00fcssel wird, den wir alle in uns tragen. Von da aus geht es nur noch um die Umdrehung. Wie gesagt: es geht um Level 11, die Selbstentlassung aus dem System der Pyramide(n).<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf einer Seite bin ich gefangen durch das sich vollziehende Gericht, das bei geschlossenen T\u00fcren stattfindet. Auf der anderen Seite ist ein Durchgang wie ein Tor, hinter dem Geborgenheit und W\u00e4rme liegen. Ich hebe die T\u00fcr aus den Angeln, nehme den Schl\u00fcssel und \u00f6ffne das Schloss. Ich trete \u00fcber die Schwelle. Text und Bild stammen [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-17691","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17691","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=17691"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17691\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":17700,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17691\/revisions\/17700"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=17691"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=17691"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=17691"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}