{"id":17670,"date":"2023-06-21T08:36:28","date_gmt":"2023-06-21T08:36:28","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=17670"},"modified":"2023-06-21T15:22:23","modified_gmt":"2023-06-21T15:22:23","slug":"21-juni-2023","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=17670","title":{"rendered":"21. Juni 2023"},"content":{"rendered":"<h6><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-17671\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/IMG-20230621-WA0001-224x300.jpg\" alt=\"\" width=\"224\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/IMG-20230621-WA0001-224x300.jpg 224w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/IMG-20230621-WA0001-768x1027.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/IMG-20230621-WA0001-765x1024.jpg 765w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/IMG-20230621-WA0001.jpg 1196w\" sizes=\"auto, (max-width: 224px) 100vw, 224px\" \/><br \/>\nFeuer in der k\u00fcrzesten Sommernacht<\/h6>\n<h5>Am heutigen Datum vor einem Jahr habe ich einen von mir geliebten Menschen sterben sehen. Das Sterben war schon im Gange, aber der Nu war nicht vorauszusehen. Auf einmal h\u00f6rte der K\u00f6rper auf zu atmen, nahezu unmerklich verschwand der Mensch, der gerade noch da war, was sich im Atem ausdr\u00fcckte. Ich hatte gelesen, dass sterbende Menschen extrem gut h\u00f6ren, selbst wenn sie vorher H\u00f6rschwierigkeiten hatten. Vielleicht, weil die pers\u00f6nlichen Einstellungen und Widerst\u00e4nde etc. sich aufl\u00f6sen und etwas im Inneren frei wird von Last. So habe ich,\u00a0 als der Atem noch da war,\u00a0 alles sagen k\u00f6nnen, was ich sagen wollte. Es war nicht so schwer, weil im Unbegreiflichen aufgehoben. Und jetzt, meine G\u00fcte, schon ein ganzes Jahr! Vieles erinnert mich an die wunderbaren, gemeinsam verbrachten Zeiten, aber auch an meine Trauer, schwerm\u00fctig ausgebreitet in sommerlichem Glanz, der ganz durchbohrt war\u00a0 von meinen leeren, haltlosen Blicken, dankbar f\u00fcr jeden Schatten, der sich mit meinem verband. Ein tiefer Verlust, der auf das eigene Entschwinden vorbereitet. Auch wei\u00df man nun, wie schmerzhaft es sein kann, Menschen, die man geliebt hat, zur\u00fcck zu lassen: die \u00dcberlebenden also und nicht die, die vorangehen. Und obwohl mehr Zeit sch\u00f6n gewesen w\u00e4re, herrscht eine tiefe Dankbarkeit vor, denn viele Jahre habe ich diese Freundschaft und Liebe erfahren d\u00fcrfen. Da passt d\u00fcrfen mal ganz gut, obwohl keiner etwas erlauben musste, die Qualit\u00e4t der Beziehung setzte sich selbst durch. Gestern, unterwegs beim Lilienkauf, sagte eine Frau im Radio, Gl\u00fcck und Gerechtigkeit w\u00e4ren nicht kompatibel. Sie meinte damit, dass die einen niemanden treffen, der sie sieht oder f\u00f6rdert, und die anderen das Gl\u00fcck haben, so einem Menschen zu begegnen, der wegweisende Anregungen gegeben hat, und ohne den oder die man sich den eigenen Weg gar nicht vorstellen kann. Immer fand gro\u00dfz\u00fcgige Bereicherung statt, wir waren beide ge\u00fcbte denkerische Tieftaucherinnen. Oft befanden wir uns an vollkommen verschiedenen Tauchstationen, eben da, wo unsere Schulungen stattgefunden hatten, aber wir kamen auch auf pr\u00e4chtige Weise wieder zusammen: souver\u00e4n, und ohne die eigene Stabilit\u00e4t verloren zu haben. Es wurde auch klar, dass in den Forschungsgebieten, in denen das Wesen und die Heilung des Menschen (von sich selbst und seinen Widerspr\u00fcchen), man dem\u00a0gemeinsames Anliegen nur als sich selbst gerecht werden konnte. Ich danke dir ganz pers\u00f6nlich f\u00fcr die Strecke, die ich gemeinsam mit dir gehen konnte.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Feuer in der k\u00fcrzesten Sommernacht Am heutigen Datum vor einem Jahr habe ich einen von mir geliebten Menschen sterben sehen. Das Sterben war schon im Gange, aber der Nu war nicht vorauszusehen. Auf einmal h\u00f6rte der K\u00f6rper auf zu atmen, nahezu unmerklich verschwand der Mensch, der gerade noch da war, was sich im Atem ausdr\u00fcckte. 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