{"id":17618,"date":"2023-06-14T07:59:56","date_gmt":"2023-06-14T07:59:56","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=17618"},"modified":"2023-06-14T09:27:09","modified_gmt":"2023-06-14T09:27:09","slug":"sterblich-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=17618","title":{"rendered":"sterblich"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-17619\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/20230603_183705-300x220.jpg\" alt=\"\" width=\"325\" height=\"238\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/20230603_183705-300x220.jpg 300w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/20230603_183705-768x562.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/20230603_183705-1024x750.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 325px) 100vw, 325px\" \/><\/p>\n<h5>Man kann von eher jugendlichen Menschen, die sich mehr oder minder begeistert in ihrem quirligen Alltag herumtreiben, nicht verlangen, dass sie das Thema der Sterblichkeit, also unser aller Sterblichkeit, interessant finden, au\u00dfer vielleicht in philosophischen oder psychologischen Studieng\u00e4ngen, wo man um bestimmte Themen nicht herumkommt, zum Beispiel Gott oder der Tod. Irgendwann muss man sich als reflektionsgeneigter Mensch an diese Themen heranrobben, an die tiefsten und schwersten also, die die Menschheitsgeschichte bis jetzt zu bieten hat. Sterblich hei\u00df nicht nur, dass hier eine einzige Sache absolut gewiss ist, n\u00e4mlich das Ende dieses Durchgangs, sondern auch, dass es jederzeit geschehen kann, also auch jeglichen Alters. Jede Art von Krankheit oder ein Mangel an Wohlbefinden kann einem die Zerbrechlichkeit des eigenen Gef\u00fcges verst\u00e4ndlich machen, und man kann durchaus anzweifeln, ob es geistige oder k\u00f6rperliche Kerngesundheit \u00fcberhaupt gibt. Ich m\u00fcsste ja stumpfsinnig sein, angesichts des planetarischen Krankheitszustandes, an dem wir au\u00dferdem alle beteiligt sind, irgendwann zu behaupten, es ginge mir pr\u00e4chtig, wenn Pracht immer mehr Schattierungen einb\u00fc\u00dft, und der Tod auf jeder T\u00fcrschwelle lauert. Wir sterben also alle fr\u00fcher oder sp\u00e4ter, und auch auf das Verblassen der Erinnerung kann man sich verlassen, obwohl es zutiefst schmerzhafte Momente gibt, wenn man einmal wieder nicht versteht, durch und durch, dass ein geliebter Mensch nicht mehr da ist. Wie lebendig man sie aus dem Geist hervorzaubern kann! Schlie\u00dflich hat man seine Liebe hier schenken k\u00f6nnen, ohne auf den eigenen Standort verzichten zu m\u00fcssen. Unvergesslich alles, was in Freiheit gegeben wurde und wird. Wann f\u00e4ngt man an, diese Arbeit (der Ann\u00e4herung an die eigene Sterblichkeit) ernst zu nehmen. Denn ernst zu nehmen ist es doch, wenn wir in eigener Stunde allein auf das Tor zugehen, von dem keine Medien mehr berichten k\u00f6nnen. Nie wird einer wissen,was ich erlebt habe bei diesem \u00dcbergang, und allein dadurch erm\u00f6glicht es unter g\u00fcnstigen Umst\u00e4nden vielleicht einen Seinszustend, der von der Last des Gelebten befreit. Eine Last ist etwas, was einem aufgeb\u00fcrdet wird, also das Schicksal, mit dem ich umgehen lernen muss und gestalten, was mir in der verf\u00fcgbaren Zeit m\u00f6glich ist, hin und her auf den Levels, bis der eigene Ma\u00dfstab sich heraussch\u00e4lt aus dem Ganzen. Unbeirrt entfaltet die Kobra ihr Spezialprogramm. Auf einer verborgenen Lichtung im Wald schwitzt sie das Ei aus der Stirn ihrer Existenz, und tanzt mit ihm, dem Juwel, \u00fcber die H\u00fcrde der Sterblichkeit.<\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Man kann von eher jugendlichen Menschen, die sich mehr oder minder begeistert in ihrem quirligen Alltag herumtreiben, nicht verlangen, dass sie das Thema der Sterblichkeit, also unser aller Sterblichkeit, interessant finden, au\u00dfer vielleicht in philosophischen oder psychologischen Studieng\u00e4ngen, wo man um bestimmte Themen nicht herumkommt, zum Beispiel Gott oder der Tod. 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