{"id":17535,"date":"2023-06-03T09:02:05","date_gmt":"2023-06-03T09:02:05","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=17535"},"modified":"2023-06-03T09:08:04","modified_gmt":"2023-06-03T09:08:04","slug":"17535","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=17535","title":{"rendered":"verantworten"},"content":{"rendered":"<h1><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-17536\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/20230602_173431-185x300.jpg\" alt=\"\" width=\"231\" height=\"375\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/20230602_173431-185x300.jpg 185w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/20230602_173431-768x1248.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/20230602_173431-630x1024.jpg 630w\" sizes=\"auto, (max-width: 231px) 100vw, 231px\" \/><\/h1>\n<h5>Vermutlich ist den meisten von uns (Menschlingen) klar geworden, dass wir die Geister, die wir riefen, nicht mehr b\u00e4ndigen k\u00f6nnen, bzw. nicht mehr loswerden. Herr, die Not ist gro\u00df. Der Meister antwortet nicht. Auf einmal ist jede\/r f\u00fcr sich selbst verantwortlich, das erschafft zumindest etwas Reife im Umgang mit den eigenen Befindlichkeiten. Ich kann mich fragen, welche Geister ich selbst rief, oder wie hei\u00dft es doch: wessen Geistes Kind ich bin, oder was &#8222;Geist&#8220; f\u00fcr mich ganz pers\u00f6nlich\u00a0 bedeutet.\u00a0 Ich denke an Sokrates und seine letzte Rede, in der er die Dinge klarstellte, die unbewusst alle ahnten, aber eben nicht wussten, und Sokrates sagte also alles, was es noch zu sagen gab, und griff dann selbst zum Giftbecher und trank seinem entschwindenden Leben zu. Denn nicht immer, also in seltenen F\u00e4llen, ist es unangebracht, dem Leben hinterherzujagen, so als w\u00e4re der Tod nicht auch ein Tor in die Freiheit. Und man hat ja ganz fr\u00fch in den heiligen Werken des Ausgedachten gelernt, dass es schon im Paradies Handlungsverbote gab, und h\u00e4tten Adam und Eva nicht von der Schlange verf\u00fchrt werden k\u00f6nnen, ja, was h\u00e4tten sie denn dann nicht k\u00f6nnen. Bestimmte Erfahrungen machen zum Beispiel, die sie aus der verordneten Kindheit immerhin herausgef\u00fchrt haben, auch wenn ziemlich schnell ein Mord in der Familie passiert ist. Und\u00a0 &#8222;den Geist&#8220; und\u00a0 &#8222;die Geister&#8220; kann man wohl rufen, wenn man sich daran gew\u00f6hnt hat, etwas von ihnen zu brauchen und macht sie sozusagen zu den pers\u00f6nlichen Dienstboten, die man auch ansprechen kann, wenn man eine Parkl\u00fccke braucht f\u00fcr den Wagen. Verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig schnell l\u00e4sst sich auch kl\u00e4ren, dass alles, was f\u00fcr uns Erleben m\u00f6glich macht, aus der Substanz besteht, die den geistigen Inhalt bestimmt, die geistige Sch\u00f6pfungsmaterie also, scheinbar unbegrenzt verf\u00fcgbar f\u00fcr so ziemlich alles, was Menschen so aust\u00fcfteln, und was uns zum Haben geeignet scheint.\u00a0 Bis eines Tages der Golem in den Gassen herumirrt, der zwar vom Geist erzeugt, selbst aber nichts davon besitzt, und gerade deswegen zu allen Entgleisungen f\u00e4hig ist, weil er oder sie oder es die Tragweite des eigenen Handelns gar nicht einsch\u00e4tzen kann. Es macht ja einen gewissen Sinn, dass dann Erinnerungsfetzen auftauchen an die alte Pforte. Regungslos steht man im verwilderten Garten. Niemand mehr da. Die Szene wie ausgestorben. Kein Kettengeklirre der Hoffnungsges\u00e4nge. Kein Saugen am tiefschwarzen Strohhalm der Welt. Der Vater entlassen, die Mutter vers\u00f6hnt. Der Kindheit nahtlos entwachsen. Das geistige Feld still, und doch so lebendig.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vermutlich ist den meisten von uns (Menschlingen) klar geworden, dass wir die Geister, die wir riefen, nicht mehr b\u00e4ndigen k\u00f6nnen, bzw. nicht mehr loswerden. Herr, die Not ist gro\u00df. Der Meister antwortet nicht. Auf einmal ist jede\/r f\u00fcr sich selbst verantwortlich, das erschafft zumindest etwas Reife im Umgang mit den eigenen Befindlichkeiten. Ich kann mich [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-17535","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17535","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=17535"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17535\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":17542,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17535\/revisions\/17542"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=17535"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=17535"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=17535"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}