{"id":17503,"date":"2023-05-30T09:29:27","date_gmt":"2023-05-30T09:29:27","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=17503"},"modified":"2023-05-30T09:30:34","modified_gmt":"2023-05-30T09:30:34","slug":"fassen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=17503","title":{"rendered":"fassen ( ) ?"},"content":{"rendered":"<h6><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-17504\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/20230526_084025-e1685435086602-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"293\" height=\"391\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/20230526_084025-e1685435086602-225x300.jpg 225w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/20230526_084025-e1685435086602-768x1024.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 293px) 100vw, 293px\" \/><br \/>\nnahtlos<\/h6>\n<h5>Vor einem Jahr, genau um diese Zeit, erlag ein Mensch, der mir sehr nahe war, einer t\u00f6dlichen Krankheit. Zuerst schien die k\u00f6rperliche Befindlichkeit auf etwas hinzudeuten, etwas Vor\u00fcbergehendes\u00a0 im Raum des Heilbaren, bis klar wurde, am zweiten Juni, dass das nicht so war, alles ging sehr schnell. Noch zwei schwer zu ertragende Wochen ging es weiter ohne den geringsten Strohhalm, dann hatte ich das Gl\u00fcck, beim letzten Atemzug anwesend zu sein. Das Unfassbare lie\u00df sich nicht fassen. Hat es bis heute, ein Jahr sp\u00e4ter, eine Fassung erhalten? Ich sehe sie nicht. Vielleicht kommt der Tag, wenn man das Gef\u00fchl hat, abschlie\u00dfen zu m\u00fcssen, aber was abschlie\u00dfen? Die Geschichte, oder die Erinnerung, oder die Trauer, oder den Verlust? Oder gar nichts abschlie\u00dfen, gibt es doch Orte, die nur f\u00fcr uns selbst bestimmt sind, unsere Quelle eben, an der das Geheimnis die undurchdringliche Sph\u00e4re bildet, in der nur der eigene Geist seine Geburt und Belebung erf\u00e4hrt, oder das nat\u00fcrliche Streben nach Vollkommenheit, von dem Hippokrates sagt, dass es zu Ergebnissen f\u00fchrt, die das Leben schm\u00fccken. Das Inspiriertsein davon also, vom unersch\u00f6pflichen Reichtum des Anwesenden, dem immer nur ein gewisser Zeitraum zur Verf\u00fcgung steht, bevor es erlischt, und wer wei\u00df schon, wie es dann weitergeht. Und selbst, wenn es weitergeht oder ginge, so ist doch erst einmal das gerade durchquerte Drama abgerundet, wenn der letzte Atem den K\u00f6rper verlasst. Es wird ja behauptet, dass der K\u00f6rper dann leichter wird, und niemand wei\u00df, was mit dem fehlenden Gewicht geschieht. Da, wo Reinkarnation unangefochtenes Gesetz ist, kommt kein Zweifel auf, darf auch nicht aufkommen, sonst st\u00fcnde vieles, wenn nicht alles, in Frage, eine Frage eben, die keine\/r beantworten kann. Auch der Dalai Lama soll als kleines Kind zum richtigen religi\u00f6sen Objekt gegriffen haben, um dann der Auserw\u00e4hlte zu werden. In Welten, die zu lange das Heilige oder das Geheiligte verk\u00fcndet haben, taucht irgendwann der ausgleichende Abgrund auf, als Schrecken, als Tod, als das g\u00e4nzlich Unerwartete, das als normal Deklarierte, das dann, wenn seine Zeit vorbei ist, entweder erlischt, oder zwanghaft aufrecht erhalten werden muss. Der Form oder der Followers oder der Familie wegen. Weswegen der Zeitraum vom lebendigen Jetzt bis an das immerhin denkbare Ende immer anspruchsvoller wird, wenn man denn Anspruch an und Zumutung f\u00fcr sich selbst liebt. Denn wie w\u00e4re die Zeit, die sich ergebende, besser zu erleben, als zu sein, wer man ist. Wer man ist.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>nahtlos Vor einem Jahr, genau um diese Zeit, erlag ein Mensch, der mir sehr nahe war, einer t\u00f6dlichen Krankheit. Zuerst schien die k\u00f6rperliche Befindlichkeit auf etwas hinzudeuten, etwas Vor\u00fcbergehendes\u00a0 im Raum des Heilbaren, bis klar wurde, am zweiten Juni, dass das nicht so war, alles ging sehr schnell. 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