{"id":1746,"date":"2017-01-09T01:44:47","date_gmt":"2017-01-09T01:44:47","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=1746"},"modified":"2017-01-09T01:44:47","modified_gmt":"2017-01-09T01:44:47","slug":"memaimaeh","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=1746","title":{"rendered":"me\/mai\/m\u00e4h"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-1747\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/20170107_1606181-162x300.png\" alt=\"\" width=\"224\" height=\"415\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/20170107_1606181-162x300.png 162w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/20170107_1606181-768x1423.png 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/20170107_1606181-553x1024.png 553w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/20170107_1606181.png 1013w\" sizes=\"auto, (max-width: 224px) 100vw, 224px\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-1753\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/20160903_114156-169x300.jpg\" alt=\"\" width=\"233\" height=\"414\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/20160903_114156-169x300.jpg 169w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/20160903_114156-768x1365.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/20160903_114156-576x1024.jpg 576w\" sizes=\"auto, (max-width: 233px) 100vw, 233px\" \/><\/p>\n<p>Das Photo mit dem &#8222;ME&#8220;\u00a0 habe ich in Lalis Haus gemacht, w\u00e4hrend sie mit Teemachen besch\u00e4ftigt war. Dann habe ich es gezeigt und sie und ihre T\u00f6chter gefragt, ob sie wissen, wo das ist. Nein, keine Ahnung, und dann viel Lachen, weil es auf ihrem eigenen Fu\u00dfboden stand und ein \u00dcberbleibsel war vom Diwali-Fest, denn\u00a0 urspr\u00fcnglich stand da &#8222;Welcome&#8220;, also das &#8222;me&#8220; war \u00fcbriggeblieben. &#8222;Me, nur anders ausgesprochen, hei\u00dft auch &#8222;Ich&#8220; in Hindi und klingt eher wie ein m\u00e4h, sodass es auch oft so gemeckert wird wie bei einer Ziege. Das zeigt, dass es im Sprachgbrauch immer noch kein so hohes Ansehen hat wie das &#8222;ham&#8220;, das &#8222;Wir&#8220;. Das d\u00fcrfte sich in den letzten Jahren gr\u00fcndlich ver\u00e4ndert haben, denn der Ich-Wahn bl\u00fcht mit Bollywood und digitalen Riesenschritten ungehemmt vor sich hin. Keiner kann auch nur ahnen, was diese \u00dcberflutungen in Gehirnen anrichten, die gerade von einer geistigen H\u00e4ngematte bzw kollektiven Traumschaukel des gemeinsamen Seins fast \u00fcber Nacht in die einsamen digitalen Korridore der Fremdwelten vorgestossen sind und dort das wahrhaft unheimlich Lebendige k\u00fcnstlicher Sch\u00f6pfungen in sich hineinwirken lassen. Neulich sass ich mal neben Lalis Mutter (so 82, vermuten wir) und der Servant bat mich, sein Smartphone kurz zu halten, und da schaute ich mit ihr hinein und wir sahen dort einen chinesischen Zirkus mit atemberaubender Akrobatik. Es f\u00e4llt einem ja nur auf, wenn man einen Sinn f\u00fcr das Paradoxe bzw Abenteuerliche des Menschseins hat. Heute fr\u00fch auf dem Weg zu Krishna, um mein Brot abzuholen, habe ich wieder M\u00e4nner mit gro\u00dfen T\u00fcten gesehen, die Ameisen gef\u00fcttert haben am (Leichen) Verbrennungsplatz. Dort habe ich auch zu meiner \u00dcberraschu7ng den nur Asche tragenden Naga-Baba in einer Ecke entdeckt, wie er eine ganze Hundefamilie verk\u00f6stigt hat. Die Kinder in dieser Gegend nerven mich jedesmal beim Vorbeikommen mit ja wann genau denn ich Drachen vorbeibringen werde wie jedes Jahr, ein Schreckenstag f\u00fcr mich, zum Gl\u00fcck erst am 14.Januar, wenn ich sie dann tats\u00e4chlich verteilen muss unter schreienden Kinder- Gesch\u00f6pfen, die aus allen Richtungen gelaufen kommen und &#8222;me me&#8220; &#8222;rufen und &#8222;patang patang&#8220; , also Drachen zum Drachenfliegfest (Sankranti), wenn es \u00fcberall freie Pakoras gibt und Kinder im Krankenhaus landen, weil sie nur noch himmelw\u00e4rts schauen. Um zu meinem Brot zu kommen, muss ich an mindestens zehn Hunden vorbeinavigieren, die je nach Laune und Spannungslevel anfangen zu knurren oder mit dem Schwanz zu wedeln, beides keine Garantie. Auch in Deutschland rufe ich beim Anblick eines freilaufenden Hundes sofort nach der Leine, aber hier ist nix mit Leine, sie sind einfach \u00fcberall. Auf dem Hin-und R\u00fcckweg, rechts und links hinter Z\u00e4unen: wunderbare Rosenfelder, aber auf dem Weg selbst ist es so dreckig, dass, schaut man mal hin, es wirklich nicht zu fassen ist. \u00dcberall werden neue Strassen gebaut, dann mal ein schnell nicht mehr funktionierendes Toiletten-H\u00e4uschen, dann auf allem Neuem wieder so viel Dreck, so als w\u00e4re die Welt nur daf\u00fcr da, dass man Dreck in sie sch\u00fcttet. Nee, dachte ich, das ist doch absurd! Modi will cashless cities, alles soll digitalisiert werden! Alles online ablaufen. Ja hallo! Wie w\u00e4r&#8217;s denn mal mit gut bezahlten Hilfskr\u00e4ften, die ein S\u00e4uberungssystem entwerfen, das funktioniert! Sangita dr\u00e4ngt mich, zum Nagarpalika, dem B\u00fcrgermeisteramt, zu gehen, da kann ich nur m\u00fcde abwinken und verzichte au\u00dferdem auf HeldenInnen- Geschichten, wo ich zB mal nach Einsatz furchterregender Urkr\u00e4fte ein paar M\u00e4nner organisieren konnte, um eine schwer verwundete Kuh zur \u00e4rztlichen Behandlung zu bringen. Pl\u00f6tzlich strahlende Helden in epischem Ausma\u00df in Aktion! Und dann mein Einsatz mit den Plastikt\u00fcten! Ach nehmt doch bitte wieder Zeitungspapier, seht ihr denn nicht, dass die K\u00fche Euch vor den betenden Augen wegsterben!? Nein! Daher: &#8222;Abne aap se dekho&#8220;. Schau dich selbst an, und wenn Buddha, der Erleuchtete, recht hatte und es kein Selbst gibt, dann steht ja nichts mehr im Wege.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Photo mit dem &#8222;ME&#8220;\u00a0 habe ich in Lalis Haus gemacht, w\u00e4hrend sie mit Teemachen besch\u00e4ftigt war. 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