{"id":17391,"date":"2023-05-09T08:27:38","date_gmt":"2023-05-09T08:27:38","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=17391"},"modified":"2023-05-09T08:32:54","modified_gmt":"2023-05-09T08:32:54","slug":"poietisch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=17391","title":{"rendered":"po(i)etisch"},"content":{"rendered":"<h6><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-17392\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/20230509_093641-262x300.jpg\" alt=\"\" width=\"317\" height=\"363\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/20230509_093641-262x300.jpg 262w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/20230509_093641-768x879.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/20230509_093641-895x1024.jpg 895w\" sizes=\"auto, (max-width: 317px) 100vw, 317px\" \/><br \/>\nAutopo(i)etisch<\/h6>\n<h5>Das ist nat\u00fcrlich die Frage, ob man ein Zufallsprodukt auf der R\u00fcckseite eines Tabletts mit &#8222;auto&#8220;, also &#8222;selbst&#8220;, bezeichnen kann. Ich war ja (neulich) auf der Suche nach schwarzen Hintergr\u00fcnden, da habe ich den poetischen Fleck entdeckt. Es ist also eher so, dass es mein Auge brauchte, um zu entdecken, was ich unter &#8222;poetisch&#8220; verstehe, zum Beispiel diesen aus dem absoluten Nichts erscheinenden Wuschelkopf, dessen Augen aus zwei Vierern bestehen, der Mund aus dem Wort &#8222;Made&#8220;. Es sagt uns also nicht, wo dieser Wortfetzen mal hindeutete, in ein Land, wo irgendwas gemacht wurde, sondern es sagt nur: gemacht. Vollendet, abgerundet. Dann als Augen zwei Vierer, die manifestationsbereit in die Zukunft schauen, wo, wer wei\u00df, sich noch alles erschaffen kann oder selbst sich bildet, damit man nicht irgendwann aus Mangel an \u00dcberraschungen erm\u00fcdet. Man muss doch einfach mal zugeben, dass der ganze lebendige Erlebnisprozess nicht nur aus auf einen zurauschenden \u00dcberraschungen besteht, sondern man kann die \u00dcberraschungen auch gerne selbst erzeugen, wohl wissend und genie\u00dfend, dass es h\u00f6chstpers\u00f6nliche\u00a0 Eingebungen sind, die hier zu den unterschiedlichsten Befindlichkeiten f\u00fchren k\u00f6nnen. Ich darf ein weiteres Beispiel aus n\u00e4chster zeitlicher N\u00e4he geben: Es regnet ziemlich viel, und die von allen G\u00e4rtner:innen abgelehnten Schneckenhorden\u00a0 kriechen aus f\u00fcr uns unvorstellbaren Schleichwegen herbei, und im Scherz fing ich an, ihnen Namen zu geben: ah, da ist Leopold, und dort ist Elfriede usw., und tats\u00e4chlich merke ich, dass es einen Unterschied in meiner Wahrnehmung von ihnen macht. Die Fremdheit zwischen mir und ihnen ist verschwunden, auch wenn ich herzlich wenig von ihrer Lebensf\u00fchrung wei\u00df und auch keinerlei Drang sp\u00fcre, sie zu googeln, nur um erfahren zu m\u00fcssen, dass es schon haufenweise B\u00fccher gibt \u00fcber (deutsche) Schnecken, ganz abgesehen von den indischen oder den schweizerischen Schnecken. Darum geht es mir ja auch nicht. Mir geht&#8217;s mehr um die stete Schulung des Auges, also der st\u00e4ndigen Wahrnehmung, wo wir diese erm\u00fcdenden und z\u00e4hen Einstellungen kreiert haben im Hinblick auf die Welt und ihre Erscheinungsformen. Und gerade Tiere werden oft zum Verschwinden gezwungen, wenn sie jemandem im Weg stehen. Das hei\u00dft nicht, dass sie (die Schnecken) sich an dem Thymianstrauch\u00a0 vollfressen sollten, nein. Denn andere Menschen, die viel n\u00e4her an der Problematik dran waren (und sind) als ich, haben kluge Dinge entworfen, die es den auf S\u00e4ttigung ausgerichteten Gesch\u00f6pfen erschwert, an unsere Salatk\u00f6pfe zu kommen. Das sollte mich aber nicht davon abhalten, sie ab und zu mal namentlich zu begr\u00fc\u00dfen, denn wenn es meinen Liebesbereitschaftspegel erh\u00f6ht, kann es nicht schaden.<\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Autopo(i)etisch Das ist nat\u00fcrlich die Frage, ob man ein Zufallsprodukt auf der R\u00fcckseite eines Tabletts mit &#8222;auto&#8220;, also &#8222;selbst&#8220;, bezeichnen kann. Ich war ja (neulich) auf der Suche nach schwarzen Hintergr\u00fcnden, da habe ich den poetischen Fleck entdeckt. 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