{"id":17376,"date":"2023-05-05T07:44:54","date_gmt":"2023-05-05T07:44:54","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=17376"},"modified":"2023-05-05T07:46:15","modified_gmt":"2023-05-05T07:46:15","slug":"turtle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=17376","title":{"rendered":"Turtle"},"content":{"rendered":"<h6><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-17377\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/20230505_085601-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"287\" height=\"383\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/20230505_085601-225x300.jpg 225w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/20230505_085601-768x1024.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/20230505_085601.jpg 1122w\" sizes=\"auto, (max-width: 287px) 100vw, 287px\" \/><br \/>\nBlack\/Gold III<\/h6>\n<h5>Das Gold im Bild ist ein Ring, ein Schildkr\u00f6tenring aus Indien. Als ich damals dann auch einen hatte, fiel mir auf, dass fast alle, die ich traf, einen am Finger hatten. Man sagte mir, der Kopf solle auf einen selbst gerichtet sein (warum, fragte ich), damit das Geld zu einem flie\u00dft. Das hat mich \u00fcberrascht, denn es schien mir weit weg von der urspr\u00fcnglichen Be\/Deutung des Symbols. Die Schildkr\u00f6te liegt praktisch vor den F\u00fc\u00dfen des Sch\u00f6pfers (im einzigen Brahma-Tempel der Welt) und ist sein &#8222;Viman&#8220;, sein Flugobjekt. Er soll jedenfalls auf einer Schildkr\u00f6te gelandet sein, sozusagen am Rande der W\u00fcste Thar. Nie wird man wissen, und auch kein Roboter wird jemals wissen, wie viele halb-und missverstandene S\u00e4tze es gebraucht hat, bis aus einer frei im g\u00f6ttlichen Dienst stehenden Schildkr\u00f6te eine Mammonspenderin werden konnte. Eine weitere Anekdote, die der Geist sofort aus den Archiven holen l\u00e4sst, ist die Geschichte eines damals noch lebenden Wissenschaftlers, den eine indische Dame w\u00e4hrend des Vortrags \u00fcber seine Weltdeutung unterbrach und ihn belehrte, die Sch\u00f6pfung ruhe doch auf einer Riesenschildkr\u00f6te. Der Gelehrte fragte sie, was denn d i e s e nun wiederum tr\u00fcge, worauf sie \u00e4rgerlich antwortete, es seien Schildkr\u00f6ten bis unten. Nun habe ich mich so weit in das Schildkr\u00f6tenthema hineingelehnt, dass ein schmaler Holzweg entstanden ist, und siehe da, eine Kreuzung. Zwei Schilder weisen in entgegengesetzte Richtungen. Das Schild links ist ein altes Brett, auf dem in schwer leserlicher Schrift steht: &#8222;Zu den Schildkr\u00f6ten&#8220;. Das rechte Schild scheint ganz neu montiert, nein, es ist sogar noch moderner: ein kleiner Robotty spricht direkt heraus aus der Schildbildfl\u00e4che. Er sagt: &#8222;Zu den Schildkr\u00f6ten&#8220;. Verdammt nochmal, das ist nicht hilfreich. Zu welchen Schildkr\u00f6ten will man, und wer sagt, dass man \u00fcberhaupt zu Schildkr\u00f6ten muss. Was ist da denn los, wo Schildkr\u00f6ten sind? Man wei\u00df es nicht, es ist eine Bredouille. Man k\u00f6nnte r\u00fcckw\u00e4rts gehen, aber das scheint hier die am wenigsten attraktive Variante zu sein, also muss etwas entschieden werden. Die Schildkr\u00f6te ist, wie ich erinnere, das \u00e4lteste Symbol der Menschheitsgeschichte. Stark ist sie, und weise. Hartn\u00e4ckig. Sie ist eine Lebensh\u00fcterin. Schon allein durch diese Eigenschaften kann man verstehen, dass, sollten wir als Spezies einmal nicht mehr da sein, die Schildkr\u00f6te vermutlich immer noch da sein wird. Wie es denen allen dann gehen w\u00fcrde ohne uns, das w\u00fcrden wir auch nie wissen.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Black\/Gold III Das Gold im Bild ist ein Ring, ein Schildkr\u00f6tenring aus Indien. 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