{"id":17269,"date":"2023-04-17T09:28:14","date_gmt":"2023-04-17T09:28:14","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=17269"},"modified":"2023-04-17T14:11:57","modified_gmt":"2023-04-17T14:11:57","slug":"freischwebend","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=17269","title":{"rendered":"freischwebend"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-17275\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/20230417_101300-300x202.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"202\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/20230417_101300-300x202.jpg 300w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/20230417_101300-768x517.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/20230417_101300-1024x689.jpg 1024w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/20230417_101300.jpg 1804w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<h5>Irgendwo in den indischen Schriften wird das Bewusstsein mit einer Rasierklinge verglichen, wobei interessant w\u00e4re zu wissen, wie das Wort &#8222;Rasierklinge&#8220; in Sanskrit hei\u00dft, und ob es in der Zeit, als der Satz entstand, es \u00fcberhaupt schon Rasierklingen gab. Klar ist dennoch, was gemeint ist, n\u00e4mlich dass das Bewusstsein ein sehr scharfes und dadurch auch gef\u00e4hrliches Instrument ist, zum Beispiel wenn es missbr\u00e4uchlich gehandhabt wird. Das allerdings kann nur geschehen, wenn ich \u00fcberhaupt erst gelernt habe, Bewusstsein zu aktivieren, oder zu verfeinern, oder zu sch\u00e4rfen, je nachdem, f\u00fcr was es eingesetzt wird. Auf jeden Fall ist es erst einmal das Instrument, das wir zum Klingen bringen, k\u00f6nnen, um unseren eigenen Ton zu h\u00f6ren und unser Tun nach d e m ausrichten, was uns dieses Bewusstsein an Klangskalen und Optionen zur Verf\u00fcgung stellt. Bewusstsein ist die Anwendung des Wissens, das ich selbst durch meine Entscheidungen und Einstellungen und Erfahrungen gesammelt habe, und die Handhabung des Wissens spielt hier eine wichtige Rolle. Bei einigen Kampfk\u00fcnsten zum Beispiel dient das Erlernen gef\u00e4hrlicher und lebensbedrohlicher \u00dcbungen letztendlich dazu, eben kein M\u00f6rder werden zu m\u00fcssen, oder mich in Notf\u00e4llen kunstvoll verteidigen zu k\u00f6nnen. Ganz abgesehen von dem uralten Wissen, das hinter diesen Praktiken liegt und g\u00fcnstigerweise dem friedlichen Menschsein \u00fcber die Tortur der Praxis und der Disziplin gewidmet ist. Hierbei geht es vor allem um das Erschaffen einer Rahmenbedingung, die dem eigenen Vorangehen f\u00f6rderlich ist und einen Raum darstellt, in dem bestimmte Vorg\u00e4nge und Entwicklungen m\u00f6glich sind. Das Bewusstsein kann auf alles zugreifen, was mit dem von mir angereicherten Wissen in Verbindung steht. Der Zugang zu meinen eigenen Gedanken, meinen pers\u00f6nlichen \u00dcberzeugungen und Klarheiten, die ich durch pers\u00f6nliche Erfahrung erlangt habe. Genau um diese Schnittstelle wird es in den n\u00e4chsten Jahren gehen, wenn das \u00dcbergreifen von k\u00fcnstlicher Intelligenz als Angriff auf menschliche Intelligenz erlebt werden wird, und wir alle von der Sucht schon so weit gezeichnet sind, dass uns vielleicht gar nicht mehr auff\u00e4llt, wie wir unser eigenes, ungenutztes Potential an geistiger Entfaltung zwar einerseits erweitern, andrerseits aber so korrumpieren, dass keine L\u00f6sungen mehr vorhanden sind au\u00dfer&#8230;ja, au\u00dfer was? Schon beim neuen Modewort &#8222;Aufmerksamkeit&#8220; kann einem das G\u00e4hnen kommen, und das G\u00e4hnen kommt vor allem dann, wenn man denkt, es zu kennen, es aber nicht kennt. Freischwebende Aufmerksamkeit!<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Irgendwo in den indischen Schriften wird das Bewusstsein mit einer Rasierklinge verglichen, wobei interessant w\u00e4re zu wissen, wie das Wort &#8222;Rasierklinge&#8220; in Sanskrit hei\u00dft, und ob es in der Zeit, als der Satz entstand, es \u00fcberhaupt schon Rasierklingen gab. 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