{"id":17238,"date":"2023-04-13T08:15:51","date_gmt":"2023-04-13T08:15:51","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=17238"},"modified":"2023-04-13T08:15:51","modified_gmt":"2023-04-13T08:15:51","slug":"17238","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=17238","title":{"rendered":"&#8230;"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone  wp-image-17228\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/20230407_111146-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"65\" height=\"87\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/20230407_111146-225x300.jpg 225w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/20230407_111146-768x1024.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 65px) 100vw, 65px\" \/><\/p>\n<h5>Es ist ja so mit den Erinnerungen: macht man ein T\u00fcrchen auf in einem der Korridore, kann man vom Andrang des im Verborgenen geruht habenden \u00fcberrascht werden. Nun muss man entscheiden: will ich oder will ich nicht hinein ins Abenteuer des Gewesenen. Nun gut, man kann die Laterne mitnehmen und sich ein wenig umschauen. Ob man vielleicht was \u00fcbersehen hat, neun Jahre sind schlie\u00dflich kein Windhauch, oder sind sie doch nur ein Windhauch. Einmal kaufte ich im Bazaar von Kathmandu einen Adler. Er sah gerupft aus, und ich wollte ihn nur dem Verk\u00e4ufer aus den Klauen rei\u00dfen. Aber der hatte ihm schon die Fl\u00fcgel gestutzt. So lebte er bei uns und ich nannte ihn Zarathustra. Eigentlich war ich ja Zarathustra, denn nun hatte ich einen Adler. Jemand brachte eine gigantische Himalaya Eule vorbei, kurz danach nochmal eine verwundete Eule, sie lebten drau\u00dfen im Baum, der Adler innen im Haus. Irgendwann erhob er sich vom Boden und flog davon. Die M\u00f6nche erz\u00e4hlten uns, sie w\u00fcrden ihn \u00f6fters auf der goldenen Spitze des Swayambunath Tempels sehen, dann nicht mehr. Bei den Tibetern gefiel mir der freie Umgang mit Totenk\u00f6pfen. Es ist ja nicht einfach zu verstehen, was die hier gemeinte Symbolik von der Tradition her verstanden meint. Wir waren keine Eingeweihten, so sehr wir auch manchmal hineingelockt wurden in die offensichtlichen Mysterien sehr anders Denkender. Aber vielleicht war es doch eher so, dass wir aus eigenen, westlichen Irrg\u00e4rten kamen, durch die wir uns durchgeackert hatten mit vielen, oft gef\u00e4hrlichen Experimenten. Aber immerhin: wir begegneten uns. Einmal hatten wir von tibetischen H\u00e4ndlern eine mit Silber ausgelegte Totenkopfschale erstanden, und benutzten sie als Zuckerdose, die M\u00f6nche kugelten sich vor Lachen. Dealer, Poeten, M\u00f6nche, unser Haus war offen. Da ich nicht kochen konnte, wurde uns ein exzellenter Koch empfohlen, ein wahrer Engel, dem ich gerne hiermit noch einmal danke. Es ist einfach lange her, und es ist unserer G\u00e4stin zu verdanken, dass sie es mir nach 45 Jahren noch einmal erm\u00f6glicht hat, meinen Blick dort herumschweifen zu lassen. Denn eigentlich hatte ich ja nach Indien gehen wollen, und als der Moment kam, sa\u00df ich im Kleinbus mit Tracy. Sie war dabei, als ich als Dank f\u00fcr die freundliche Aufnahme der Einheimischen im indischen St\u00e4dtle einen Kali-Tanz f\u00fcr sie performte. Die Sterne standen gut f\u00fcr mich, ich konnte Kairos auf einem pr\u00e4chtigen Vogel auf mich zufliegen sehen. Das Schicksal schenkte mir einen neuen Namen, um den wenig gerangelt wurde. Aber f\u00fcr mich war er ein Licht.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist ja so mit den Erinnerungen: macht man ein T\u00fcrchen auf in einem der Korridore, kann man vom Andrang des im Verborgenen geruht habenden \u00fcberrascht werden. Nun muss man entscheiden: will ich oder will ich nicht hinein ins Abenteuer des Gewesenen. 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