{"id":17182,"date":"2023-04-01T09:18:57","date_gmt":"2023-04-01T09:18:57","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=17182"},"modified":"2023-04-01T09:31:39","modified_gmt":"2023-04-01T09:31:39","slug":"april","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=17182","title":{"rendered":"April"},"content":{"rendered":"<h6><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-17183\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/20230401_100920-234x300.jpg\" alt=\"\" width=\"290\" height=\"372\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/20230401_100920-234x300.jpg 234w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/20230401_100920-768x984.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/20230401_100920-799x1024.jpg 799w\" sizes=\"auto, (max-width: 290px) 100vw, 290px\" \/><br \/>\nSurferin,<br \/>\nden marmornen Urgrund durchquerend<\/h6>\n<h5>W\u00e4hrend der Monsoon so vor sich hinpl\u00e4tschert, k\u00f6nnte man sich an dem Angebot des Drinnseins erfreuen, drau\u00dfen und innen drin, das k\u00f6nnte eine M\u00f6glichkeit bieten, sich kennen zu lernen. Kann ich mir \u00fcberhaupt vorstellen (zum Beispiel), eine neue Denkart bei mir selbst einzuf\u00fchren, die unter Umst\u00e4nden alles \/vieles\/etwas, was ich bisher auf eine bestimmte Weise gesehen habe, von Grund auf ver\u00e4ndern w\u00fcrde. Vielleicht wird man auch nur vom Spiel selbst, an dem man ja immer auch beteiligt ist, gewisserma\u00dfen gezwungen, sich neu zu orientieren. In den letzten Monaten, die ich in Indien verbracht habe, f\u00fchlte ich mich einerseits vollkommen zuhause, denn ich lebte in einem der sch\u00f6nsten Privath\u00e4user am See, alles einfach und edel zugleich, die Architektur strahlt eine antike Unterst\u00f6rbarkeit aus. Mit der vergehenden Zeit bemerkte ich, dass mein ganzes Wesen erf\u00fcllt und gestaltet worden war durch diese Kultur, die meinem sch\u00f6pferischen Geist eine neue und das Innere tief bewegende Seinsm\u00f6glichkeit anbot, und ich bin mir so dankbar, dass ich mich darauf einlassen konnte. Das Einlassen auf G\u00f6tter und Heilige, auf epische Geschichten, die man sich in jedem Zug erz\u00e4hlen konnte. Alle, die man traf, liebten Krishna, sie liebten auch Shiva, und nat\u00fcrlich Vishnu, wie k\u00f6nnte man die heiligen Drei jemals trennen, genauso m\u00e4nnlich besetzt wie Vater, Sohn und heiliger Geist, also ein kosmisches Symbol, ein Dreieck. Auch die G\u00f6ttinnen kamen nicht wirklich zu kurz, nur die Frauen im Haus, da tobte das Unausgegorene, das Verborgene, das dem hohen Anspruch niemals gerecht werden K\u00f6nnende, der Wahnsinn der Gro\u00dffamilie. Die, die nicht hineinpassten in dieses ausgekl\u00fcgelte System der Bew\u00e4hrungsproben, konnten entweder fliehen oder wurden ausgegrenzt und suchten neue Wege, davon war einer der heilige Weg. Zu meiner gro\u00dfen \u00dcberraschung sprach mich dieser Weg an. Diese sch\u00f6ne Geste der Verneigung, Namaste, ich gr\u00fc\u00dfe den Gott in dir, ja hallo, kann man Besseres zu den Anderen sagen. Aber besser ist es nur, wenn man auf tiefste Weise damit in Ber\u00fchrung kommt, also mit der Schlichtheit einer hohen Ebene, die sich auch im Essen niederschlagen kann: gem\u00e4\u00dfigt, aber das Beste, was zur Verf\u00fcgung steht, ohne zu gro\u00dfe, wunscherzeugte Abwandlungen: Chapati und gut gew\u00fcrztes Gem\u00fcse, vielleicht noch eine S\u00fc\u00dfigkeit hinterher: nat\u00fcrliches Genug, weil es so k\u00f6stlich ist, das Essen. Aber auch dem Geist wird viel angeboten dort in Indien. Man tut alles so gut man es kann,denn nach dem Tod geht&#8217;s weiter. Auf der Flatscreen l\u00e4uft\u00a0 auf bestimmten Kan\u00e4len das Heiligenprogramm. Alle Gurus, die was von sich halten, sind dort vertreten. Oder jemand kommt rein und switched das Ding um, dann tanzen meist viele Menschen irgend etwas unvorstellbar Obsz\u00f6nes, sowas kann man sich nicht einmal hier auf bestimmten Levels vorstellen, aber was wollte ich sagen. Ich merkte also ganz deutlich, dass ich zwar alles, was mich in dieser Kultur angesprochen hatte, auf meine Weise im mir weiterlebte. Ich passte noch \u00e4u\u00dferlich, aber nicht mehr innerlich in das Spiel. Ich denke, es waren die G\u00f6tter, die sich aus meinem Leben entfernt hatten. Gerne genie\u00dfe ich nochmal die kindliche Vision und sehe eine Versammlung ehrw\u00fcrdiger Gestalten, in die ich noch schnell eine weibliche Gestalt hineinschmuggle, die auch Diotima hei\u00dfen k\u00f6nnte, und sie alle l\u00e4cheln mit vollendeter G\u00fcte in meine Richtung und sagen was, ja was sagen sie denn. Sie sagen zum Beispiel: weil du das alles einigerma\u00dfen ordentlich gemacht hast, haben wir beschlossen, dass du aufs n\u00e4chste Level transportiert werden kannst, also lebst du von jetzt an ohne uns. Sie waren weg! Keine G\u00f6tter mehr! Ich habe versucht, es meinen Freunden dort zu sagen, aber sie hatten daf\u00fcr kein Geh\u00f6r. Mir macht das nichts aus. Meine Freunde k\u00f6nnen glauben, was sie wollen. Solange wir uns noch verst\u00e4ndigen k\u00f6nnen. Solange die Herzensw\u00e4rme nicht marmoriert.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Surferin, den marmornen Urgrund durchquerend W\u00e4hrend der Monsoon so vor sich hinpl\u00e4tschert, k\u00f6nnte man sich an dem Angebot des Drinnseins erfreuen, drau\u00dfen und innen drin, das k\u00f6nnte eine M\u00f6glichkeit bieten, sich kennen zu lernen. 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