{"id":17133,"date":"2023-03-27T08:59:20","date_gmt":"2023-03-27T08:59:20","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=17133"},"modified":"2023-03-27T11:23:41","modified_gmt":"2023-03-27T11:23:41","slug":"luxus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=17133","title":{"rendered":"Luxus"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-17134\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/20230327_095603-300x252.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"252\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/20230327_095603-300x252.jpg 300w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/20230327_095603-768x645.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/20230327_095603-1024x859.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<h5>Wenn ich &#8222;Luxus&#8220; sage und es mein eigenes Leben betrifft, so meine ich den zeitlichen und \u00f6rtlichen Freiraum, in dem ich mich bewegen gelernt habe. In Indien hatte ich \u00fcber viele Jahre hinweg stets die Unterst\u00fctzung meines Namens (Kalima), der gewisse Gef\u00fchle und Gedanken in Hindus ausl\u00f6st (vielleicht weil sie ihn mir selbst gegeben haben), weil er im olympischen Spiel der G\u00f6tter eher dem Schattenspiel zugeordnet wird als eine Kraft, f\u00fcr die man geeignet sein muss. Viele verschiedene Kr\u00e4fte sind in uns Menschen angelegt, und das, was wir jeweils daraus gemacht haben, ist das, was man dann als Zeugen und Zeuginnen vom eigenen Spielfeld aus betrachten und erleben kann. Jedenfalls konnte ich mir allein durch den Namen eine gewisse Freiheit gestatten, und selbst als klar wurde, dass ich bei ihnen, den Einheimischen, bleiben w\u00fcrde, wurde kein konventioneller Auftritt von mir verlangt. Und genau d a s, n\u00e4mlich die Abwesenheit von Erwartungshaltung, erm\u00f6glichte mir, die vorsichtig und aufmerksam gez\u00fcgelte Leidenschaft f\u00fcr eine bestimmte, in der indischen Kultur angelegte Ordnung zu erforschen und zu erfahren, die mich gleichzeitig mit der westlichen Antike verbindet: wenn Bestes und Einfachstes nicht nur zusammenkommt, sondern dieser Vorgang die eigene Pers\u00f6nlichkeit so in Anspruch nimmt, dass zumindest f\u00fcr eine ganze Weile nichts anderes daneben Platz hat. Der Raum, den das Beste und das Einfachste zusammen brauchen, besteht nat\u00fcrlich auch aus einer Daseinsform, die eine Kultur geboren hat, mit der die meisten Einheimischen sich zutiefst verbunden f\u00fchlen. Sie haben selbst erfahren, dass bei ihnen tats\u00e4chlich alles m\u00f6glich ist, nicht nur innen, sondern auch au\u00dfen. Daher wird jeder Versuch und jede M\u00fche, sich den Ordnungen zu verpflichten, die diesem Getriebenwerden durch weltliche Vorg\u00e4nge entgegenwirken k\u00f6nnen. Auf jeden Fall habe ich Indien noch in seiner manifestierten Entschleunigung erlebt, allerdings in einer Oase am Rande der W\u00fcste, die seit undenkbaren Zeiten gepr\u00e4gt wird vom ins Unsterbliche hineinfixierten Narrativ. Doch auch hier hat das Unsterbliche mit seinem eigenen Widerspruch zugeschlagen, denn \u00fcberall, wo es einmal sehr voll war\u00a0 (Pleroma), wird es zu seiner eigenen Zeit wieder leer, und wenn man vom Kairos ber\u00fchrt und getroffen wird, muss eigentlich von sich selbst aus nicht mehr so viel geschehen. Au\u00dfer dass man wissen muss, dass der ganze Rest (M\u00fchen, Wahnsinn, \u00c4rger, Entz\u00fccken, Ablenkungen etc (etc) nur eine Unterst\u00fctzung war f\u00fcr das, was jetzt geschehen kann. Wenn man sich selbst zutraut, die Z\u00fcgel wieder locker zu lassen, weil man im Luxus eigener Verantwortung lebt, bis auch diese F\u00fcgung\u00a0 (vermutlich) keine Worte mehr braucht.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn ich &#8222;Luxus&#8220; sage und es mein eigenes Leben betrifft, so meine ich den zeitlichen und \u00f6rtlichen Freiraum, in dem ich mich bewegen gelernt habe. 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