{"id":17124,"date":"2023-03-21T10:01:46","date_gmt":"2023-03-21T10:01:46","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=17124"},"modified":"2023-03-21T10:02:08","modified_gmt":"2023-03-21T10:02:08","slug":"aufhoeren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=17124","title":{"rendered":"aufh\u00f6ren"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-17125\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/20230321_100218-300x259.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"259\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/20230321_100218-300x259.jpg 300w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/20230321_100218-768x663.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/20230321_100218-1024x883.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<h5>Nat\u00fcrlich ist es in dieser Zeit von Interesse, sich selbst zu fragen, warum man etwas, von dem man wei\u00df, dass es einem nicht gut tut, trotzdem tut. Wenn ich an meine Raucherzeit denke, so kam ich gar nicht auf den Gedanken, das Rauchen k\u00f6nnte mir nicht bekommen, nein. Ich war leidenschaftliche Raucherin und besa\u00df die n\u00f6tigen extravaganten Requisiten, um das Rauchen noch angenehmer zu gestalten, das Aufh\u00f6ren damit allerdings dadurch noch schwieriger, w\u00e4re der Wunsch dazu \u00fcberhaupt aufgetaucht. Wenn ein Aufh\u00f6ren von etwas tats\u00e4chlich von einem selbst von sich selbst gefordert wird, muss man Wege finden, um es umzusetzen. Zum Beispiel k\u00f6nnte es einem auffallen, dass man oft sinnlos zum Smartphone greift, aber zuerst m\u00fcsste man &#8222;sinnlos&#8220; f\u00fcr sich definieren, denn sonst reiht man die Handlung ins Selbstverst\u00e4ndliche ein, ohne dass das Selbst versteht, was es\u00a0 da tut. Es muss einem also auffallen. In Kaschmir baggerte ich einmal einen Einheimischen um eine Zigarette an. Sein absch\u00e4tzender Blick gen\u00fcgte, um mir klar zu machen, dass meine Zeit gekommen war, mit dem Rauchen aufzuh\u00f6ren, denn ich hatte kein Geld daf\u00fcr. So war es nicht ganz freiwillig und ich musste sp\u00e4ter nochmal den freiwilligen Teil nachholen. Denn auch sich selbst kann man nicht zwingen, etwas aufzuh\u00f6ren, was einem nicht tief genug einleuchtet, um es umzusetzen. Oder man l\u00e4sst die Sachen im Vagen h\u00e4ngen und widerstrebt bewusst dem Bed\u00fcrfnis nach Klarheit, damit keine Entscheidung gef\u00e4llt werden muss. Auch kann man nicht behaupten, wir w\u00e4ren nicht gewarnt worden. \u00dcberall dr\u00f6hnt Warnung durch die Kan\u00e4le: wir werden vermutlich an uns selbst zugrunde gehen, das Wort &#8222;Klimawandel&#8220; taumelt sinnentfremdet durchs Weltall, schon denken philosophische Geister dar\u00fcber nach, ob es den Menschen \u00fcberhaupt hier weiterhin geben muss, oder hat sich diese schwer begreifbare Spezies selbst in ein Aufh\u00f6ren hineinkatapultiert? Dabei behaupten doch die meisten Menschen, wenn man ihnen ein Mikrofon zur Verf\u00fcgung stellt, dass sie gerne leben, auch gerne gesund und munter, und wollen meistens lieben und vor allem geliebt werden, denn sonst ist der ganze Wahnsinn gar nicht zu bew\u00e4ltigen. Zarathustra kam, als er reif daf\u00fcr war, von seinem Berg herunter, um die Menschen zu lieben, andere flohen kichernd hinweg \u00fcber die Berge, der Prophet (Kahil Gibran) lie\u00df sich von den Einheimischen ein paar kluge S\u00e4tze entlocken und entschwand dann auf das Schiff, das ihn abholte. Wohin er wohl ging, und wer war noch auf dem Schiff? Und so wird auch das Narrativ der Menschheit aufh\u00f6ren, wenn es aufh\u00f6ren soll, und ziemlich sicher wird dann in dem freigewordenen Raum etwas Neues geschehen. Oder wir sind schon mittendrin.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nat\u00fcrlich ist es in dieser Zeit von Interesse, sich selbst zu fragen, warum man etwas, von dem man wei\u00df, dass es einem nicht gut tut, trotzdem tut. Wenn ich an meine Raucherzeit denke, so kam ich gar nicht auf den Gedanken, das Rauchen k\u00f6nnte mir nicht bekommen, nein. 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