{"id":17102,"date":"2023-03-17T10:03:05","date_gmt":"2023-03-17T10:03:05","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=17102"},"modified":"2023-03-17T10:07:30","modified_gmt":"2023-03-17T10:07:30","slug":"17102","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=17102","title":{"rendered":"trotzdem"},"content":{"rendered":"<h6><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-17103\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/20230317_075204-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"295\" height=\"393\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/20230317_075204-225x300.jpg 225w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/20230317_075204-768x1024.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 295px) 100vw, 295px\" \/><br \/>\nTravelling shoes<\/h6>\n<h5>Das Erinnern an Indien hat interessanterweise (f\u00fcr mich) stets so etwas Lichthaftes, und in der Tat haftet\u00a0 dort viel Licht an allem, und auch wenn die Sonne mal zu hei\u00df wird, ist es doch immerhin die Sonnenw\u00e4rme, in der man sich aalen kann. Und ich kann mir keinen Inder vorstellen, der sich eine D3 Tablette einwerfen m\u00f6chte, um gewisse lichtlose Mangelerscheinungen zu kompensieren. Wohnt man lange genug in einer verl\u00e4sslich sonnengetr\u00e4nkten Welt, kennt man fast automatisch einige der guten Seiten des Welterlebens, zum Beispiel dass man sich nahezu \u00fcberall in Licht oder Schatten setzen kann und allein dadurch in Kontakt kommt mit Anderen. Selten war ich bei der R\u00fcckkehr in den Westen gewappnet f\u00fcr die klimatisch bedingte K\u00e4lte, geschweige denn f\u00fcr Eis und Schnee, also eine Wetterlage, die man sich in der indischen winterlichen Tagesw\u00e4rme gar nicht vorstellen kann. Auf jeden Fall muss der Transit jedes Mal geleistet werden, und wer will schon abh\u00e4ngig sein von klimatischen Bedingungen. Und abgesehen davon kam mir dieses Mal das indische Leben nicht mehr so unterschiedlich vor zum westlichen Leben, sogar ziemlich \u00e4hnlich kam es mir vor, zumindest in seiner momentanen Manifestation. Der indische Mensch m\u00f6chte Geld, und neulich an einem hochmodernen Kaffeetisch in Delhi sitzend schaute ich erstaunt auf das \u00fcppig wirkende Smartphone meiner Begleiterin, das, was sie mir auf Nachfrage berichtete, ein Lakh Rupien gekostet hatte. Das sind 100 000 Rupien, na ja, so ungef\u00e4hr 1.140 Euro, das kommt mir auch nur in Indien so unm\u00e4\u00dfig viel vor&#8230;und, sagte sie (\u00fcber die Klagen ihrer Schwiegereltern) : was geht es sie an, was wir mit unserem Geld machen, zustimmendes Nicken meinerseits. Das erinnert mich an Prakash, einen Freund aus dem St\u00e4dtle, der in den Westen kam und sich, neben seinen Yogalehrstunden, unb\u00e4ndig befreit f\u00fchlte, indem er tun und lassen konnte, was er wollte, ohne unter Beobachtung zu stehen. Zum Beispiel mal viel schlafen oder Wein trinken oder Zigaretten rauchen undsoweiter. Ist irgendwann einmal alles gesagt (?), wenn immer klarer wird, wie unb\u00e4ndig frei der Mensch hier oft gelassen wird (auf dem Planeten), und wie er Freiheiten und Gef\u00e4ngnisse selber bastelt, sodass einem zuweilen jedes Wort dazu im Hals stecken bleibt, wo es ganz gut aufgehoben ist. (Au\u00dfer man findet es nach wie vor und trotz allem spannend, das sich weiterhin als Geheimnis pr\u00e4sentierende Weltgeschehen unerm\u00fcdlich zu ergr\u00fcnden: dass wir hier sind, busy mit Welt-und Selbstsch\u00f6pfung.)<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Travelling shoes Das Erinnern an Indien hat interessanterweise (f\u00fcr mich) stets so etwas Lichthaftes, und in der Tat haftet\u00a0 dort viel Licht an allem, und auch wenn die Sonne mal zu hei\u00df wird, ist es doch immerhin die Sonnenw\u00e4rme, in der man sich aalen kann. 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