{"id":1695,"date":"2017-02-06T05:14:27","date_gmt":"2017-02-06T05:14:27","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=1695"},"modified":"2017-02-21T00:57:28","modified_gmt":"2017-02-21T00:57:28","slug":"goetter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=1695","title":{"rendered":"G\u00f6tter"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1696\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/20161231_1524251-300x242.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"242\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/20161231_1524251-300x242.png 300w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/20161231_1524251-768x619.png 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/20161231_1524251-1024x825.png 1024w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/20161231_1524251.png 1126w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<h5>Die indischen G\u00f6tter dienen dem gro\u00dfen Gemeinsamen.<br \/>\nSie sind anregend , gro\u00dfz\u00fcgig und vielschichtig.<br \/>\nDas w\u00e4re schon gelacht, wenn hier jemand seinen oder<br \/>\nihren Gott nicht finden w\u00fcrde. Sie sind ein erotisches<br \/>\nund bewegliches Gegen\u00fcber, eine Beruhigung der Sinne,<br \/>\neine Entspannung im Daseins-Taumel. Die indischen G\u00f6tter<br \/>\nlieben und werden geliebt. Sie halten das ganze Gef\u00fcge<br \/>\ngnadenreich aufrecht, man kann mit ihnen rechnen.<br \/>\nSie beleben die Dinge von der Seifenpackung bis ins hohe<br \/>\nAbstraktum. Was g\u00e4be es da f\u00fcr die Pilger f\u00fcr einen Grund,<br \/>\nzum See zu kommen, wenn die nicht mehr rufen.<br \/>\nNicht mehr sind. Verschwunden. Erloschen die hohe<br \/>\nStruktur ihrer Daseinsf\u00e4higkeit. Dann ist der Mensch<br \/>\nohne G\u00f6tter. Ohne Gott. Keine bev\u00f6lkerten Himmel,<br \/>\nkein Entz\u00fccken beim H\u00f6ren der Ramayana.<br \/>\nDie Epen grotesk finden.<br \/>\nEpenarm werden.<br \/>\nDie Sonne und den Mond nur als Sonne und Mond sehen.<br \/>\nNur? Ja gen\u00fcgt denn das nicht? Sind sie etwa kein Wunder?<br \/>\nBrauchen sie Kutschen und Gew\u00e4nder?<br \/>\nBraucht die Frau zuhause eine G\u00f6tterpuppenstube, wo<br \/>\ndie Herrschaften herumstehen in ihren Prunkkleidchen und<br \/>\nden Babyf\u00f6rmchen, damit alle, wenn sie traurig sind oder<br \/>\nverzweifelt, etwas zum Liebhaben haben?<br \/>\nWenn die Gottheiten dann in den mobilen Netztwerken<br \/>\nauftauchen, ist immer noch eine Spur von ihnen vorhanden.<br \/>\nIm digitalen Display ist ihr vorletzter Auftritt. Der bereitet<br \/>\ndie Menschheit auf das Gottlose vor. Auf den Ur-Schock, nur<br \/>\nMensch zu sein ohne h\u00f6heren Halt, nur Universumsprodukt am<br \/>\nPartikel-Flie\u00dfband, ein totales Sich-selbst-\u00fcberlassen-sein ohne<br \/>\nAusweg, ohne Ausflucht, ohne jemals zu wissen, woher und<br \/>\nwohin die Reise kommt und geht. Niemand, der es wei\u00df.<br \/>\nKeiner, der es einem erkl\u00e4rt.<br \/>\nAufenthalt im Ungewissen.<br \/>\nDa bewegt sich Freude im Herzen.<br \/>\nUnbedenkliche Freiheit breitet die Fl\u00fcgel aus.<br \/>\nDas Leben regt sich und atmet auf.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die indischen G\u00f6tter dienen dem gro\u00dfen Gemeinsamen. Sie sind anregend , gro\u00dfz\u00fcgig und vielschichtig. Das w\u00e4re schon gelacht, wenn hier jemand seinen oder ihren Gott nicht finden w\u00fcrde. Sie sind ein erotisches und bewegliches Gegen\u00fcber, eine Beruhigung der Sinne, eine Entspannung im Daseins-Taumel. Die indischen G\u00f6tter lieben und werden geliebt. 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