{"id":16949,"date":"2023-02-04T05:53:07","date_gmt":"2023-02-04T05:53:07","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=16949"},"modified":"2023-02-04T05:54:09","modified_gmt":"2023-02-04T05:54:09","slug":"16949","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=16949","title":{"rendered":"The Dilbert Experience"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-16955\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/20230204_111305-300x251.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"251\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/20230204_111305-300x251.jpg 300w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/20230204_111305.jpg 715w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-16956\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/20230204_111342-300x260.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"260\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/20230204_111342-300x260.jpg 300w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/20230204_111342.jpg 649w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-16957\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/20230204_111440-300x234.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"234\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/20230204_111440-300x234.jpg 300w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/20230204_111440.jpg 594w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<h5>Der Comic &#8222;Dilbert&#8220; begleitet mich auch schon viele Jahre in Indien, und obwohl ich ihn gruselig finde (weil er gruselig ist), lese ich ihn jedes Mal, das mag viele Gr\u00fcnde haben. Das andere Zeug auf den abgr\u00fcndigen Karma-Seiten der &#8222;Times of India&#8220; habe ich dann schon hinter mir, die Gruppenvergewaltigungen, die unter B\u00fcschen abgelegten, weiblichen Neugeborenen, die gnadenlos \u00fcberf\u00fcllten und daher verungl\u00fcckten Jeeps, die sich sorgf\u00e4ltig zerhackt habenden Ehegatten oder Gattinnen etcetera. Dann kommt die Seite, wo die anderen Sachen stehen, die sogenannte &#8222;Sacred page&#8220;. Kann auch ein bisschen erm\u00fcdend sein, der Tanz um die Methoden und Wege der Selbsterkenntnis herum, und wie man definitiv zu Gott oder sich selbst kommt, oder gar zu beiden, oder zum Nichts,\u00a0 und wie man definitiv nicht dort hingelangt. Das ist dann der Moment, in dem &#8222;Dilbert&#8220; seine n\u00fcchternen F\u00fchlerchen zur Wirkung bringen kann. Alle Figuren im Spiel setzen ihre offensichtlich grotesken F\u00e4higkeiten ein. Der Boss ist ein Unhold, die Mitarbeiter\/innen von penetranter Gef\u00fchllosigleit. Aber immerhin, im obigen Comic m\u00f6chte Dilbert Asok aus der Gefangenschaft der &#8222;Jargon-Matrix&#8220; retten, und wer m\u00f6chte denn nicht aus der Jargon-Matrix gerettet werden!? Auch kann hier, ebenso gut wie woanders, der \u00fcber die Groteske geleitete Durchbruch hin zum Tr\u00f6pfchen Wahrheit sich wie von selbst ergeben, und\u00a0 deswegen lacht man ja, weil man was verstanden hat, auf das man s o nicht gekommen w\u00e4re. &#8222;Wo zum Teufel kommst denn d u her, fragt der aus der Blase Gerissene den tapferen Helden Dilbert, der sich f\u00fcr den Kollegen auf die gef\u00e4hrliche Dimensionsverschiebung eingelassen hat. Nur durch diese Heldentat des Herbeigeeilten wird ihm (Asok) ja klar werden, oder auch nicht, dass er sich in einer Blase aufgehalten hat. Groteske mit einer erl\u00f6senden Wirkung kann eine warmherzige Komponente haben. Gestern war ich zu Besuch bei Freunden, die in einem Marmorpalast wohnen. Dort wohnen auch f\u00fcnf kleine, sehr fette H\u00fcndchen, die jede substantielle Unterhaltung unm\u00f6glich machen, und so klafften viele Themenfetzen zwischen Modi, den sie alle lieben, ich aber unertr\u00e4glich finde, und ob nicht die praktische Wassersp\u00fclung des indischen Toilettenverhaltens gut zu verfeinern w\u00e4re mit westlichem Klopapier, was noch immer zu indischem Erschaudern f\u00fchrt. Auf jeden Fall immer die H\u00fcndchen \u00fcberall, geradezu unbeweglich gemacht durch \u00dcberf\u00fctterung, im Bett auf der werdenden Mutter liegend und so verw\u00f6hnt, dass sie alleine kein Fressen zu sich nehmen, sondern handgef\u00fcttert werden m\u00fcssen, also die Chapatis mit dem Yoghurt runterschieben in die Hundekehlen, das Ganze f\u00fcnf Mal. Warum ich dar\u00fcber lachen kann ist, weil ich die Menschen mag, sie sind mir wichtig. Wir haben sehr viele bereichernde Stunden miteinander verbracht, sind durch riesige Dramen miteinander und ohne einander gewandert, haben einander \u00fcberrascht und gefordert. Das k\u00f6nnen doch ein paar H\u00fcndchen nicht st\u00f6ren, isn&#8216; t it, Dilbert?<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Comic &#8222;Dilbert&#8220; begleitet mich auch schon viele Jahre in Indien, und obwohl ich ihn gruselig finde (weil er gruselig ist), lese ich ihn jedes Mal, das mag viele Gr\u00fcnde haben. 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