{"id":16943,"date":"2023-02-03T05:06:36","date_gmt":"2023-02-03T05:06:36","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=16943"},"modified":"2023-02-03T05:12:51","modified_gmt":"2023-02-03T05:12:51","slug":"herumstehen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=16943","title":{"rendered":"herumstehen"},"content":{"rendered":"<h1><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-16944\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/20230203_093927-300x300.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/20230203_093927-300x300.jpg 300w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/20230203_093927-150x150.jpg 150w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/20230203_093927-768x768.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/20230203_093927-1024x1024.jpg 1024w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/20230203_093927-365x365.jpg 365w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/20230203_093927-500x500.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/h1>\n<h5>In Indien wird viel herumgestanden &#8211; allein oder auch zusammen. Es f\u00e4llt nicht weiter auf, da es \u00fcberall zu sehen ist. Die neue Variante ist das Smartphone, das in der Hand nicht fehlen darf, ich meine nat\u00fcrlich vor allem M\u00e4nner. Denn wenn eine Frau einfach nur herumsteht, fragt sicherlich jemand, ob sie nichts zu tun hat. Ich stehe zur Zeit auch \u00f6fters mal herum, das hat mit meinem heranziehenden Abschied von Indien zu tun. Ich stehe und starre hinein in das unzerst\u00f6rbare Ewig, in dem ich immerhin mein halbes Leben herumwandern und wirken konnte mit dem, was ich jeweils war. Nun bin ich tats\u00e4chlich die, die &#8222;in it&#8220; ist, aber nicht mehr &#8222;of it&#8220;. Alles, was ich h\u00f6re und sehe, ist zutiefst vertraut: das Herannahen der Affen, das Br\u00fcllen der Ochsen, der ohrenbet\u00e4ubende L\u00e4rm der Hochzeitsmusik, das konstante Hupen der Rikshas und Scooter und Motorr\u00e4der, und das laute Schreien nat\u00fcrlich der Menschen, die direkt vor dem Haus am See ihr brahmanisches Ego ausleben. Und wehe, es macht jemand was falsch, dann sind sie in ihrem Element, die selbsternannten Halbg\u00f6tter. Nun ist mir aber vor ein paar Tagen beim Stehen aufgefallen, dass gegen\u00fcber, in einem der unz\u00e4hlbar vielen neuen Hotels, zum &#8222;Wei\u00dfen Lotus&#8220; betitelt, auf einmal keine Techno Musik mehr nervt, sondern langsame St\u00fccke einer friedlichen Musik sich in mein Lauschen hineinversenkt haben. Das kommt nicht so h\u00e4ufig vor, dass Musik mich direkt anspricht, seit meine eigene Musik sich aus meinem Leben in Form einer Geige zur\u00fcckgezogen hat. Ich hatte sie noch hier, als ich anfing, am Feuer zu sitzen, bis mir klar wurde, dass sie den Sand der W\u00fcste nicht \u00fcberleben w\u00fcrde, und gab sie weiter. So ging ich eines Morgens tats\u00e4chlich hin\u00fcber zur Musikquelle und traf dort Arnold der Costa, einen jungen Mann aus Goa, der drei Foreignern gerade sein Yoga vermittelte. Er versprach mir, ein paar St\u00fccke von seiner Playlist zu meinem WhatsApp zu schicken, und tats\u00e4chlich, heute fr\u00fch trafen sie ein. Ich stand noch eine extra Weile herum und freute mich. Es ist meine Abschiedsmusik &#8211; neu &#8211; ruhig &#8211; zutiefst ber\u00fchrend und Kunde gebend vom Unaussprechlichen.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In Indien wird viel herumgestanden &#8211; allein oder auch zusammen. Es f\u00e4llt nicht weiter auf, da es \u00fcberall zu sehen ist. Die neue Variante ist das Smartphone, das in der Hand nicht fehlen darf, ich meine nat\u00fcrlich vor allem M\u00e4nner. 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