{"id":16920,"date":"2023-01-31T05:04:24","date_gmt":"2023-01-31T05:04:24","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=16920"},"modified":"2023-01-31T05:19:43","modified_gmt":"2023-01-31T05:19:43","slug":"klimawandeln-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=16920","title":{"rendered":"klimawandeln"},"content":{"rendered":"<h5><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-16927\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/20230131_104036-252x300.jpg\" alt=\"\" width=\"252\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/20230131_104036-252x300.jpg 252w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/20230131_104036.jpg 534w\" sizes=\"auto, (max-width: 252px) 100vw, 252px\" \/><\/h5>\n<h5>Kaum hatte ich vom Doomsday geh\u00f6rt, hatten wir hier im St\u00e4dtle unseren eigenen kleinen Doomsday. Im Januar kann es zwar vorkommen, dass es mal zwei bis drei Tage bew\u00f6lkt ist, dann bleibt man besser drin, denn niemand ist guter Laune. Es hat auch schon mal kurz gehagelt, was zu allgemeinem entz\u00fccktem Aufheben der glitzernden K\u00fcgelchen f\u00fchrte, aber d a s, was Sonntag in der Hergott\u00fctsfr\u00fche hereinbrach, an sowas konnte sich niemand von denen, die ich befragte, erinnern. Ununterbrochen br\u00fcllte und toste und w\u00fctete ein gigantisches Wolkenunget\u00fcm nach dem anderen durch die Gegend, begleitet von furchterregenden Blitzen und (beim Zeus!) einem Donner, der durch alles Menschengef\u00fcgte hindurchdrang und es erzittern lie\u00df. Noch nie f\u00fchlte ich mich so gesch\u00fctzt durch dicke Mauern, obwohl durch die obere \u00d6ffnung in der Decke ein Wasserfall herabsschoss, den ich immer mal wieder in die monsoongepr\u00fcften Abflussl\u00f6cher des Bodens dirigieren musste. Irgendwo fing es an zu tropfen, ein Eimer konnte es auffangen. Ich staunte \u00fcber die Ausdauer der elektrischen Zufuhr, bis das dann auch kollabierte und uns mit nerv\u00f6sen Blicken auf unsere Smartphones zur\u00fccklie\u00df &#8211; wie lange w\u00fcrde das Aufgeladene durchhalten? Immer wieder musste ich an Manchu (die im Haus zweimal in der Woche putzt) denken, die in einer Art Zelt wohnt, also einer Plastik\u00fcberdachung, die nicht verbunden ist mit dem Bodenbelag. Auch konnte ich immer mal wieder sp\u00fcren bis in die sp\u00e4te Nacht hinein, wie die dicke Haut des als &#8222;normal&#8220; Betrachteten und als solches Gelebten sich aufzul\u00f6sen begann und darunter die nerv\u00f6se Ahnung einer Katastrophe sich meldete. Mal \u00f6ffnete ich das Tor, dann ein Fenster &#8211; alles menschenleer. Ich bedaure jetzt am Dienstag und nach der gestrigen Putzorgie, von dieser Menschenleere kein Bild gemacht zu haben, eine geradezu atemberaubende Seltenheit in diesem Land: kein Mensch und auch kein Tier weit und breit. So versuchte ich immer, mir den indischen Lockdown vorzustellen, die Frauen nat\u00fcrlich eh meist drin, aber auch alle M\u00e4nner drin im Haus, aller testosteronregulierenden Spielpl\u00e4tze beraubt! Aber es hat zweifellos auch etwas zu bieten, so ein Ausnahmezustand, vor allem, wenn der Schaden nicht zu gro\u00df ist. Es l\u00e4sst die Blase erzittern, in der man sich eingerichtet hat, und jedes menschliche L\u00e4cheln kann zum Geschenk werden. Es kann auch das eigene L\u00e4cheln von seinen eingefahrenen Bindungen befreien.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kaum hatte ich vom Doomsday geh\u00f6rt, hatten wir hier im St\u00e4dtle unseren eigenen kleinen Doomsday. Im Januar kann es zwar vorkommen, dass es mal zwei bis drei Tage bew\u00f6lkt ist, dann bleibt man besser drin, denn niemand ist guter Laune. 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