{"id":16866,"date":"2023-01-20T05:17:19","date_gmt":"2023-01-20T05:17:19","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=16866"},"modified":"2023-01-20T05:17:19","modified_gmt":"2023-01-20T05:17:19","slug":"tierische-freude","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=16866","title":{"rendered":"Tierische Freude"},"content":{"rendered":"<h6><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-16867\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/20230120_084528-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/20230120_084528-300x225.jpg 300w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/20230120_084528-768x576.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/20230120_084528-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><br \/>\nGuruji<\/h6>\n<h5>Gerne m\u00f6chte ich noch einmal meine Liebe f\u00fcr die Tiere ausdr\u00fccken, wohl wissend, wie wortlos ich oft geworden bin und werde in ihrer Gegenwart angesichts des unermesslichen Reichtums, den sie, so nichtsahnend von unserer (oder meiner) Bewunderung ausstrahlen, voll besch\u00e4ftigt in ihrer eigenen Welt. Oft genug nat\u00fcrlich auch abh\u00e4ngig von uns, denn nicht immer gibt&#8217;s Nahrung, und der Dschungel, den ich noch kannte, ist l\u00e4ngst abgeholzt, und alle sind froh, wenn im See wieder gen\u00fcgend Wasser ist, denn er war schon mal v\u00f6llig ausgetrocknet (und alle Fische und Schildkr\u00f6ten starben) und\u00a0 wird nun teilweise vom Monsoon und von Wasserleitungen gespeist. Aber wo fange ich an? Bei den Tieren, die ich noch erleben durfte, und die es gar nicht mehr gibt, weil Nahrungsknappheit und L\u00e4rm sie verjagt haben? Der paradiesische Nilkantmahadev Vogel, oder die Flederm\u00e4use mit den Menschengesichtern, alle immer nah genug, sodass man auf sie achten musste und ihren Raum respektieren. Oder Ali Baba, das Kamel, das mich und die beiden Jungs (exzellente Kamaelnavigierer), 10 Tage lang durch die W\u00fcste trug und ich merkte, dass man nichts von ihnen begreifen kann, wenn man nicht mit ihnen lebt und sich erfreut an ihrer Eigenart. Einmal wurde ich von einer H\u00fcndin gebissen, die gerade Junge hatte, weil ich zum ersten Mal da entlang ging. Ein anderes Mal wurde ich von f\u00fcnf braunen und gef\u00fcrchteten Affen angegriffen, und konnte mich, ein g\u00f6ttlicher Scherz, in einen Tempel retten, w\u00e4hrend die Bisswunde am Bein heftig blutete. Stimmt!, Rahul, der Pandit, der mich gerade besuchte, hat mich damals ins Krankenhaus gebracht, und zack! war ich dran mit der Spritze und wieder drau\u00dfen. Bei beiden Unf\u00e4llen war ich nicht aufmerksam genug. Es ist in jeder Hinsicht f\u00f6rderlich, aufmerksam zu sein mit den Tieren. Hindus sehen sich gerne als oberfriedlich, aber ich habe auch schlimme Sachen erlebt. Die K\u00fche haben es ja verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig gut, weil sie als heilig gelten, und man sieht schon mal einen obsessiven Brahmanen seine Hand unter das urinierende Tier halten und es trinken, von mir aus. Aber als die K\u00fche von der Maul-und Klauenseuche\u00a0 erfasst wurden und ihre eitrigen Klauen im Seewasser k\u00fchlten, da sprach ich schon genug Hindi, um \u00fcber die extreme Teilnahmslosigkeit der Einheimischen zu klagen.Vor allem emp\u00f6rte es mich, dass sie unten am Wasserrand ihr heiliges Zeug laberten, w\u00e4hrend die Tiere Hilfe brauchten. Es ist eine meiner wenigen Lebensanekdoten, in denen ich behaupten kann, M\u00e4nner in die G\u00e4nge gebracht zu haben, denn die K\u00fche mussten aufgeladen werden und zum Tierarzt gebracht, was sie (die M\u00e4nner) zu Helden morphen lie\u00df. Das Kastensystem macht auch vor Tieren nicht halt. Die braunen Affen werden abgelehnt und gef\u00fcrchtet, w\u00e4hrend die bildsch\u00f6nen Lemuren als G\u00f6tter verehrt werden (wegen Hanumann, dem Affengott). Dabei habe ich die Braunen schon einmal an einem anderen Ort gesehen, wo man tausende von ihnen per Hand f\u00fcttert, und ringsum haben sich Bananenverk\u00e4ufer angesiedelt, die den Heranfahrenden (wie ich von meinem Taxifahrer). ihre Wahre verkauften, und alle hatten davon einen guten Vorteil. Die Lemuren sitzen t\u00e4glich auf meiner Terrasse. Sie bleiben auf ihrer Seite, ich auf meiner. Sukho, der wilde Kater, den ich zur Zeit f\u00fcttere, muss schauen, dass er gut durchkommt durch die Affenbande hin zu seinem Fr\u00fchst\u00fcck, dann rein in die T\u00fcr zum Schutz, wo er eine Weile unbehelligt schlafen kann (solange ich da bin). Katzen sind nicht beliebt bei Indern, noch habe ich keine Hauskatze erlebt, und oft sind sie sehr hungrig. Die Hunde haben es geschafft, in H\u00e4usern zu leben, aber nun sind sie nicht mehr frei. Denn ist das nicht das Beste: dass auch die Tiere frei leben k\u00f6nnen unter uns? Ach, meine Liebe f\u00fcr die Tiere, die hier nicht geboren, aber sehr gereift ist: 500 Zeichen k\u00f6nnen euch nicht gerecht werden, und wie viele von euch habe ich noch gar nicht genannt. Vielleicht muss ich morgen nochmal ausholen.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Guruji Gerne m\u00f6chte ich noch einmal meine Liebe f\u00fcr die Tiere ausdr\u00fccken, wohl wissend, wie wortlos ich oft geworden bin und werde in ihrer Gegenwart angesichts des unermesslichen Reichtums, den sie, so nichtsahnend von unserer (oder meiner) Bewunderung ausstrahlen, voll besch\u00e4ftigt in ihrer eigenen Welt. 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