{"id":16718,"date":"2022-12-31T04:50:50","date_gmt":"2022-12-31T04:50:50","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=16718"},"modified":"2022-12-31T04:58:23","modified_gmt":"2022-12-31T04:58:23","slug":"ueberleben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=16718","title":{"rendered":"(\u00fcber)leben"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-16719\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/20221228_175406-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"264\" height=\"352\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/20221228_175406-225x300.jpg 225w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/20221228_175406-768x1024.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 264px) 100vw, 264px\" \/><\/p>\n<h5>Am Ende der vergangenen Jahre hat mich selten der Reiz ergriffen, noch einmal\u00a0 alles durchzust\u00f6bern, was war und was nicht war, oder auf einem der Ger\u00e4te die Weltkugel tanzen zu lassen und zu sehen, was nicht alles ausgebr\u00fctet wurde und zu diesem und jenem f\u00fchrte. Interessanter war vielleicht im Rahmen einer gewissen Automatik zu bedenken, zu was ich mich selbst f\u00fchrte, oder was mir so gar nicht zu gelingen schien. Die inneren Prozesse also, f\u00fcr die man verantwortlich ist. Das Jahr 2022 aber hatte es wahrhaft in sich, global und pers\u00f6nlich. Das Bild oben habe ich heute gew\u00e4hlt, weil\u00a0 eine Schnur im Wasser liegt, und obwohl das Wasser gar nicht tief ist, kann man sich daran festhalten, oder man kann die Schnur loslassen und sich dadurch freier bewegen. Ja, der Krieg sitzt uns immer noch im Nacken. Es war beklemmend, noch einmal in solch drastischer Klarheit vorgespielt zu bekommen, wie ein Mensch, oder sage ich lieber Mann, ein einzelner Mann also derart viel Unheil anrichten kann, daf\u00fcr fehlt offensichtlich ein Ma\u00dfstab, den man anlegen k\u00f6nnte. Vieles deutete auf emotionale Entgleisung hin, und immerhin standen halbe V\u00f6lker hinter ihren Entgleisten. Wenn man glaubt, d e n F\u00fchrer gefunden zu haben, der einem die Last des eigenen Denkens erleichtert oder gar abnimmt, dann muss es schwer sein, die Schnur loszulassen, die man als Halt in der Blase so dringend brauchte. Also h\u00e4lt man lieber die fake news zusammen bis zum bitteren Ende. Kann es tr\u00f6stlich sein, dass irgendwann alles enden muss?, inklusive man selbst in der gro\u00dfen Datei des Unergr\u00fcndlichen, das sich dem Fassbaren gerne entzieht. Ganz und gar unfassbar kam auch (f\u00fcr mich pers\u00f6nlich) der Tod von geliebten Wesen des Weges. Immer noch starrt es mich an mit r\u00e4tselhaften Augen. Ah ja, der Tod, der fast die Liebe gef\u00e4hrden kann, aber nicht wirklich. Sind wir nicht auch Meister und Meisterinnen der Quantenspr\u00fcnge, dunkle Wander*innen im schicksalsgepr\u00e4gten H\u00f6hlengestein, dann nat\u00fcrlich auch Denker und Denkerinnen im klaren Licht des Erkennens, auch wenn es uns zuweilen wie aufgedr\u00e4ngt erscheint. Denn wie kann ich dich vergessen, du entschwundener Mensch, und du, meine feline Begleiterin von so vielen Tagen und N\u00e4chten. Es geht nicht so leicht, das Leben ohne euch ganz wieder herzustellen. Aber die Freunde waren auch da, ich verbeuge mich in tiefster Dankbarkeit vor dem Segen der Freundschaft, der sich den Vergleichen entzieht. Zum Gl\u00fcck und nur wegen euch muss ich mir nicht vorstellen, ob ich dieses Jahr ohne euch \u00fcberlebt h\u00e4tte.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Ende der vergangenen Jahre hat mich selten der Reiz ergriffen, noch einmal\u00a0 alles durchzust\u00f6bern, was war und was nicht war, oder auf einem der Ger\u00e4te die Weltkugel tanzen zu lassen und zu sehen, was nicht alles ausgebr\u00fctet wurde und zu diesem und jenem f\u00fchrte. 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