{"id":16626,"date":"2022-12-22T06:07:32","date_gmt":"2022-12-22T06:07:32","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=16626"},"modified":"2022-12-22T15:27:56","modified_gmt":"2022-12-22T15:27:56","slug":"stoebern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=16626","title":{"rendered":"st\u00f6bern"},"content":{"rendered":"<h6><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-16627\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/20221220_182911-300x287.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"287\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/20221220_182911-300x287.jpg 300w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/20221220_182911-768x734.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/20221220_182911-1024x979.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><br \/>\nGalaxien, die noch nie ein Mensch zuvor<br \/>\ngesehen hat<\/h6>\n<h5>In der indischen Times h\u00e4ngt oben an einer Seite ein Spruch von Marc Aurel,: &#8222;The memory of everything is very soon overwhelmed in time&#8220;,\u00a0 also dass die Erinnerung an alles sehr schnell von der Zeit \u00fcberrannt wird. Das ist ja von einem selbst \u00fcberpr\u00fcfbar, zum Beispiel in der Trauer und dem Abschied von einem geliebten Menschen, wo man dann irgendwann nicht nur das geistige Trauergewand ablegen muss, sondern muss die nicht mehr lebendig Vorhandenen lassen und vor allem sich selbst wieder da sein lassen, wo das Leben sich abspielt und abspult. Nun habe ich aber gerade die Tore der Erinnerung weit ge\u00f6ffnet, auch weil mir von dort keine Gefahr droht, verschlungen zu werden wie von einem Wurmloch, nein, Freude macht es, nochmal zur\u00fcckzublicken und zuweilen zu r\u00e4tseln, wer ich wohl war, und gleichzeitig tief innen zu sp\u00fcren, dass ich durchaus die selbe, wieder erkennbare Substanz bin, mit der ich mich im Lebendigen zuhause gef\u00fchlt habe. In einem Damals in New York keimte in mir der Gedanke, eine Schule in Indien zu besuchen (Shanti Niketan), gegr\u00fcndet von Rabindranath Tagore und\u00a0 angeregt durch den Brief eines Freundes, der meinte, ich solle bald kommen, bevor Indien von allen m\u00f6glichen Suchenden\u00a0 \u00fcberflutet werden w\u00fcrde. Ich kam auch \u00fcber Land. Langsam und leicht gleitet mein Blick \u00fcber das Haar von Mohammed im Topkapi, \u00fcber die atemberaubenden Buddha-Statuen von Bamiyan und die Grabst\u00e4tten gro\u00dfer Sufi- Poeten, wo man Gelegenheit hatte, sich unbemerkt zu verneigen. Oder im Tempel von Amritzar in einer politisch hoch angespannten Situation sich drinnen im Innern so gut aufgehoben zu f\u00fchlen, vor allem von einem blinden S\u00e4nger, der es einem leicht machte, an den Zugang zum Tod zu denken. Das alles wohnt dann in einem, und ich kann mir nicht vorstellen, dass das, was oder wen oder die man wirklich geliebt hat, dass dieses intensive Erleben von der Zeit verschlungen werden sollte. Vielleicht versinkt es eine Weile in den Korridoren oder Lagerr\u00e4umen des Geistes, wo gewisse Ordnungen unerl\u00e4sslich sind, damit der Staub die feinen Spuren im Sichtbaren l\u00e4sst. Denn es sind ja die Spuren, die sich dann melden, wenn es Zeit ist f\u00fcr weitere Durcharbeitung des eigenen Wesens, das immerhin Zeuge und Zeugin des gelebten Filmes ist oder sein kann. Und gewiss ist es angenehm, wenn die Schockzust\u00e4nde \u00fcber das Treiben, das man sich geg\u00f6nnt\u00a0 hat, zu einem gewissen Grad reflektiert wurden, sodass man auf begehbare Tore trifft anstatt auf Betonw\u00e4nde. Wird also die Erinnering an alles sehr bald von der Zeit \u00fcberw\u00e4ltigt. Nein, w\u00fcrde ich sagen, obwohl der Wind ruhig einen Teil mitnehmen kann. Aber es kommt doch darauf an, wie man umgegangen ist mit den Erinnerungen, und wie man sie wiedergefunden hat, nachdem man nach ihnen Ausschau hielt.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Galaxien, die noch nie ein Mensch zuvor gesehen hat In der indischen Times h\u00e4ngt oben an einer Seite ein Spruch von Marc Aurel,: &#8222;The memory of everything is very soon overwhelmed in time&#8220;,\u00a0 also dass die Erinnerung an alles sehr schnell von der Zeit \u00fcberrannt wird. Das ist ja von einem selbst \u00fcberpr\u00fcfbar, zum Beispiel [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-16626","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16626","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=16626"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16626\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":16638,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16626\/revisions\/16638"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=16626"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=16626"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=16626"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}