{"id":16600,"date":"2022-12-19T06:33:43","date_gmt":"2022-12-19T06:33:43","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=16600"},"modified":"2022-12-19T06:56:31","modified_gmt":"2022-12-19T06:56:31","slug":"schutz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=16600","title":{"rendered":"Schutz"},"content":{"rendered":"<h6><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone  wp-image-16601\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/20221219_100209-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"325\" height=\"433\" \/><br \/>\n(Soll)Schutz (geben) vor dem Unerw\u00fcnschten<\/h6>\n<h5>Neulich fragte mich Sakshi, ob ich in den Jahren als praktizierende Sadhvi keine Probleme mit M\u00e4nnern bzw Sadhus gehabt h\u00e4tte, und doch, habe ich. Auch in das Himmelreich der W\u00fcste fiel der Tintentropfen. Einer der M\u00f6nche, ein Nath, der au\u00dferhalb der Bruderschaft lebte und mit Pferden zu tun hatte und ein Trinker war, kam eines nachts auf seinem Pferd \u00fcber die niedrige Mauer des Tempels gesprungen, band das Pferd an und setzte sich an die Dhuni, mich mit blutroten S\u00e4uferaugen fixierend. Nichts und niemand weit und breit, ich wusste, jetzt muss mir was einfallen. Er laberte vor ich hin, w\u00e4hrend ich, in damaligem Kontext zu verstehen, nach einem Rat angelte, der mir mal von einem Sadhu gegeben wurde, n\u00e4mlich wenn du mal Probleme hast, sage unentwegt das Mantra Om Namo Shivaya, ohne dass die geringste L\u00fccke entsteht, dann kann nix Unerw\u00fcnschtes rein. Ich fing also damit an, stocherte t\u00fcchtig in der Asche herum und fragte mich, ob die riesigen Dornen, die ich immer im Schutz vor Tieren neben mir liegen hatte, sich im Notfall als Waffe bew\u00e4hren w\u00fcrden. Es war nach Mitternacht, alles dehnte sich in z\u00e4her Weise aus, ohne dass die geringste Entspannung eintreten konnte, es war gef\u00e4hrlich. Irgendwann packte mich die Wut \u00fcber diesen \u00dcberfall und ich meinte, es w\u00e4re jetzt sp\u00e4t und er solle nach Hause gehen. Da ging es blitzchnell los, er griff mich an, packte mich an den Haaren, und wei\u00df der Teufel, was noch alles passiert w\u00e4re und wie, als sich aus dem Dunkel der Nacht eine Form l\u00f6ste und auf uns zukam. Noch heute sehe ich seine Fl\u00fcgel, obwohl, wie sich sp\u00e4ter herausstellte, seine Hilfe nicht dem Engelhaften entsprang, selbst in meiner Erinnerung jedoch noch als Lichtquelle wahrgenommen wird. Er legte dem Besoffenen seinen Turban vor die F\u00fc\u00dfe, nannte ihn Maharaj, gro\u00dfer K\u00f6nig, was in vielen M\u00e4nnerohren hier wie Honig ins Innere flie\u00dft, und zischte mir dann zu, ich solle mich aus dem Staub machen. In einem Bollywoodmovie w\u00fcrde man mich geschminkt, denn ich schlief ja im \u00d6ffentlichen, durch den beschwerlichen W\u00fcstensand stapfen und mich bis zum Wirkungsfeld der Nath Gemeinde durcharbeiten sehen, weckte einen von ihnen auf,\u00a0 erz\u00e4hlte das Vorgefallene und schlief dann dort den Rest der Nacht. In der Fr\u00fche ging ich zur\u00fcck und es folgten drei interesante Tage. Alle Elders der Gegend waren von den M\u00f6nchen zusammengetrommelt worden. Man lie\u00df mich nichts sagen dazu, sondern munter diskutierten sie vor sich hin und tauschten alles M\u00f6gliche aus. Offensichtlich kam es auf das Resultat dieser Sitzungen an, in denen es um mein Schicksal ging. Hat sie oder hat sie nicht, und dann der bereits Ber\u00fcchtigte, \u00fcber den es vorher schon nichts Gutes zu erz\u00e4hlen gab, ich hatte keine schlechten Karten, das merkte ich und war erfreut. Eines Nachmittags kam eine Gruppe Frauen, und angeregt zischten sie mir unter Schleiern hervor zu, ich solle doch den Typ mit einem Messer erstechen, sie h\u00e4tten auch Sachen mit ihm erlebt. Mit viel M\u00fche um die Deutlichkeit meiner Verst\u00e4ndigung in Hindi gelang es mir zu kl\u00e4ren, dass ich diese Tatigkeit nicht als meine Aufgabe betrachten w\u00fcrde. Ich kam gut durch die Pr\u00fcfung, aber der Schatten eines Dornes war geblieben, ich dachte an eine Reise. Ach ja, mein &#8222;Retter&#8220; erz\u00e4hlte mir sp\u00e4ter, dass er in der N\u00e4he des Tempels auf einem Feld geschlafen h\u00e4tte, und Ger\u00e4usche h\u00e4tten ihn angeregt, doch mal zu schauen, was die Fremde da nachts treibt.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(Soll)Schutz (geben) vor dem Unerw\u00fcnschten Neulich fragte mich Sakshi, ob ich in den Jahren als praktizierende Sadhvi keine Probleme mit M\u00e4nnern bzw Sadhus gehabt h\u00e4tte, und doch, habe ich. 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