{"id":16568,"date":"2022-12-15T05:41:10","date_gmt":"2022-12-15T05:41:10","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=16568"},"modified":"2022-12-15T08:13:09","modified_gmt":"2022-12-15T08:13:09","slug":"tatsaechlich-4","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=16568","title":{"rendered":"tats\u00e4chlich"},"content":{"rendered":"<h6><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-16569\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/20221201_092743-1-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/20221201_092743-1-300x225.jpg 300w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/20221201_092743-1-768x576.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/20221201_092743-1-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><br \/>\nDer D\u00e4mon entl\u00e4sst einen Menschen<\/h6>\n<h5>Ja, tats\u00e4chlich lebte ich dann \u00fcber zwei Jahre in diesem kleinen, offenen Tempel, und noch nie und nie wieder kamen f\u00fcr mich Armut und Ekstase so nah beieinander, es h\u00e4tte auch schiefgehen k\u00f6nnen. Aber es ging unter anderem gut, weil ich was Neues war f\u00fcr alle, so war der Tempel gut besucht und alle hatten was davon. Auch gew\u00f6hnten sie sich schnell an mich, denn ich machte nichts Aufsehenerregendes, hatte allerdings einen ausgepr\u00e4gten Ehrgeiz, Ehrgeiz, die beste Asche zu produzieren\u00a0 und verbrachte Stunden damit, sie zu siften. Ich liebe Asche, das muss ich schon mal gesagt haben, vielleicht bis in den Tod hinein, wo es mir vertrauter ist, zu Asche zu werden als an nagende W\u00fcrmer denken zu m\u00fcssen. Wie dem auch sei, es war eine wunderbare Zeit, angef\u00fcllt mit neuen und uralten Erkenntnissen. Denn ich schaute um mich und sah nur das, was auch seit tausenden von Jahren so aussah, palasts\u00e4ulenartige Wurzeln, im Zeitlosen wandernd und immer wieder Schutz gew\u00e4hrend\u00a0 f\u00fcr die, die so viel Sand durchqueren mussten und m\u00fcssen. Dann, als um 6 Uhr fr\u00fch alles Praktische schon gehandhabt war, Dusche, Tee, Feuer vergr\u00f6\u00dfern, Chai trinken, kehren, oben in den St\u00e4mmen Holz holen, Wasser holen vom Brunnen und den Krug f\u00fcllen f\u00fcr die Vorbeikommenden. Wenn es zwischendrin dann ganz still wurde, w\u00fcstenstill, dann kamen die Tiere: Pfauen, Eichh\u00f6rnchen, Hunde, V\u00f6gel, einmal schlich eine schwarze Kobra vorbei, ein andermal lebte \u00fcber mir wochenlang ein Stachelschwein, Kuhherden und B\u00fcffelherden und Ziegenherden stapften vor\u00fcber. Man fing an, mir Geerntetes aus der Gegend zu bringen, kein Hunger in Sicht. Die Feuerstelle ist weiblich, das haben mir M\u00f6nche erz\u00e4hlt. Da Frauen auf diesem Weg sich meist in Ashrams aufhalten, sa\u00df ich sozusagen vor mir selbst, und sah tats\u00e4chlich so einiges, was sich (ein bisschen) mit der k\u00fchlen und klaren Atmosph\u00e4re der W\u00fcste erkl\u00e4ren l\u00e4sst. Einmal am Feuer, wo ich die meiste Zeit verbrachte und wo ich auch schlief, starrte ich in die Glut und sah mich auf mich zukommen. Ich sah also im Feuer, wie ich energetisch auf mich zukam und letztendlich mit mir verschmolz, es hatte was Furchterregendes. Aber es gibt sie, diese Erfahrungen, denn ich erz\u00e4hlte sie manchmal einem Brahmanenpriester, und sie hatten Bezeichnungen f\u00fcr manche dieser Bilder und Erlebnisse. Es gibt eben sehr viele M\u00f6glichkeiten, sich zu erfahren, als K\u00f6rper, als Geist, universell, menschlich, und nun folgt die ganze Skala der M\u00f6glichkeiten hinterher. Und es ist auch kein Geheimnis, dass man sich allein im stillen Raum anders mit sich f\u00fchlt als drau\u00dfen im Weltgetriebe. Es gab \u00fcberall die H\u00f6hlen und Herbergen derjenigen, die mal schauen wollten, ob es tats\u00e4chlich einen Vorhang gibt, den man l\u00fcften kann. Da f\u00e4llt mir ein Satz ein, den ich neulich hier in einer alten Kiste von mir gefunden habe: &#8222;Die Welt, die euch nicht kennt, kann euch nicht erfassen. Ihr aber, die ihr die Welt kennt, k\u00f6nnt sie erfassen.&#8220; Auch nur eine Variante, ein Wahrnehmungsangebot von ich wei\u00df leider nicht wem.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der D\u00e4mon entl\u00e4sst einen Menschen Ja, tats\u00e4chlich lebte ich dann \u00fcber zwei Jahre in diesem kleinen, offenen Tempel, und noch nie und nie wieder kamen f\u00fcr mich Armut und Ekstase so nah beieinander, es h\u00e4tte auch schiefgehen k\u00f6nnen. 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