{"id":16524,"date":"2022-12-10T05:16:12","date_gmt":"2022-12-10T05:16:12","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=16524"},"modified":"2022-12-10T05:19:05","modified_gmt":"2022-12-10T05:19:05","slug":"dava-medizin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=16524","title":{"rendered":"dava (Medizin)"},"content":{"rendered":"<h6><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-16525\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/20221210_094401-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/20221210_094401-225x300.jpg 225w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/20221210_094401-768x1024.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><br \/>\nFl\u00e4schchen<\/h6>\n<h5>Ein Mann aus der Sindhi-Community, mit dessen Vater ich schon zueinsten chai getrunken hatte und nun mit den Nachfolge-Generationen trinke, besuchte mich. Eigentlich hatten wir traditionell vor, Pakoras (Frittiertes) zu holen, Leckeres von OmJi&#8217;s Wagen, aber der\u00a0 hatte das Vehikel zu einer Hochzeitsfeier geschoben, wohl wissend, wie unwiderstehlich Pakoras sind. Daf\u00fcr kam mein Gast mit einer Wunderdroge, deren Rezept er angeblich einem Guru abgetrotzt hatte mit dem Versprechen, niemals Geld daf\u00fcr zu verlangen. Nun gab er eine ausf\u00fchrliche Vorstellung davon, wo man diese magische Tinktur \u00fcberall\u00a0 hintun k\u00f6nnte, wo man was Heilendes brauchte, also Stirn, Nase, Ohren, Hals, Beine, Arme undsoweiter, nur ein bisschen davon mit einem Finger (damit nichts verlorengeht) verstreichen und Heilung erfahren wie erwartet. Gerne h\u00e4tte ich irgendwann ein anderes Thema angeschnitten, aber da war nichts zu machen. Immer mehr fiel ihm zu seiner medizinischen Pilgerreise ein, denn er hatte sich ans Werk gemacht und tausende von Fl\u00e4schchen gef\u00fcllt und angefangen, sie gro\u00dfz\u00fcgig zu verteilen. Um sicher zu gehen, dass keiner auf die Idee kam, sie zu verkaufen, lie\u00df er ein Etikett draufkleben mit einer Notiz dazu, dass der Inhalt frei sei, und darunter lie\u00df er seinen Namen setzen und seine Telefonnummer, sodass jede\/r ihn, den Weiterreicher der Heildroge, kontaktieren konnte. In indischen St\u00e4dten lie\u00df er in bestimmten (Sindhi)- L\u00e4den die Fl\u00e4schchen bereitstehen, sodass man sie dort abholen konnte. Er sah aus wie ein erfolgreicher Gesch\u00e4ftsmann, vom Scheitel \u00fcber die Goldrandbrille bis hinunter zum kaum vom Staub der Stra\u00dfe bedeckten Schuh, das ist alles m\u00f6glich. Als ich mich dann doch noch durhsetzen konnte und das heikle Thema &#8222;Narendra Modi&#8220; ansprach, gab er zu, dass die Idee des Premier Ministers, eine &#8222;Hindutva-Gesellschaft&#8220; aufzubauen, doch etwas bedrohlich war f\u00fcr alle, die kein reines Hindu-Blut zur Verf\u00fcgung hatten. Und wir einigten uns schnell, dass Modi&#8217;s rechte und finstere Hand, Amit Schah, ein Verbrecher sei. Ja, sagte mein Gast, Schah sei ein chanakya, ein Wollender, ein rechter Abhiman-Freak, also ein Egomane, der alles nur f\u00fcr sich selbst wolle. Mein Blick fiel auf das Fl\u00e4schchen, die Heiterkeit des Absurden \u00fcberkam mich. Das k\u00f6nnte ja jedem von uns passieren oder ist schon passiert, dass wir uns \u00fcber etwas ereifern, und unser Gegen\u00fcber denkt: Ja merkt sie denn nicht, dass sie das genauso macht. Adler-Auge, sei wachsam!<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fl\u00e4schchen Ein Mann aus der Sindhi-Community, mit dessen Vater ich schon zueinsten chai getrunken hatte und nun mit den Nachfolge-Generationen trinke, besuchte mich. 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