{"id":16509,"date":"2022-12-08T06:11:51","date_gmt":"2022-12-08T06:11:51","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=16509"},"modified":"2022-12-08T06:23:44","modified_gmt":"2022-12-08T06:23:44","slug":"krishna","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=16509","title":{"rendered":"Krishna"},"content":{"rendered":"<h6><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-16510\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/20221206_090552-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"273\" height=\"364\" \/><br \/>\nSukho<\/h6>\n<h5>Gestern habe ich mich mit einem sogenannten Tuc Tuc Taxi abholen und zu Krishna und seiner Frau Sunita und dem Sohn Janak bringen lassen. Oft bin ich diese Wege zu Fu\u00df gegangen, aber auf einmal verlor ich total die Orientierung, denn da, wo fr\u00fcher nur G\u00e4rten waren, Roseng\u00e4rten, da standen \u00fcberall wild verstreut alle m\u00f6glichen Traumerscheinungen herum in Form von &#8222;Palaces&#8220;, wie sie gerne genannt werden, oder &#8222;Resorts&#8220;, und da war auch in der noch sp\u00fcrbaren Wildernis ein Wellness-Hotel geplant, man sah schon die neu eingepflanzten Palmb\u00e4ume, deren Bl\u00e4tter verdorrt wirkten. Wir fanden dann Krishnas Haus, das kaum mehr sichtbar war, soviel war in den beiden Jahren drumherum gebaut worden. Der Betonklotz, in dem Krishna seine Brote und seine beliebten Zimtschnecken b\u00e4ckt, oder soll ich lieber buk sagen, denn er kann gerade kaum was backen, weil seine Schultern und seine H\u00e4nde so schmerzen. Auch er ist ein Krishna, der sich dem Gott so nahe f\u00fchlt(e), dass er es f\u00fcr m\u00f6glich hielt, ihn zu sein, keine Au\u00dfergew\u00f6hnlichkeit in Indien, jeder kann es ja zumindest versuchen. Und es ber\u00fchrt, wenn einer scheitert und dann ganz Mensch sein muss. Erkannt h\u00e4tte er, jetzt beim schwarzen, s\u00fc\u00dfen Tee auf der Terasse, den Sunita immer bringt und sich dann dazu setzt, also erkannt habe er, dass er ein armer Mann sei, oder man kann auch &#8222;Mensch&#8220; sagen. Als ich wissen wollte, wie sie \u00fcberlebten in der Corona Zeit, da sagte er, es w\u00e4re tats\u00e4chlich so weit gekommen, dass sie nichts mehr zu essen hatten, die letzten, ersparten Rupien f\u00fcr die Weiterbildung des Sohnes ausgegeben. Janak schaut zu Boden. Es ist sch\u00f6n, dass wir die Qual des Momentes teilen k\u00f6nnen. Es ist auch klar, dass ich f\u00fcr Momente helfen kann, aber ich kann keine Familie ern\u00e4hren. Es sind Brahmnen, und es ist schmerzlich f\u00fcr sie, so arm zu sein. Krishna hat einmal von einem deutschen Traveller Brot und andere Backwaren backen gelernt, die &#8222;German Bakery&#8220; boomte, er stand N\u00e4chte am Backofen, Sunita immer dabei. Dann kam Corona, kein Hotel und kein Cafe\u00b4brauchte mehr Brot, niemand kam mehr. Jetzt, wo alle wieder an ein Normal glauben, sind aus 100 Brotnachfragen drei am Tag geworden, davon kann man nicht leben. Ich frage Janak, was er denn so machen will, er ist 21. Er wollte Arzt werden, hat dann aber wegen der nicht verf\u00fcgbaren Kosten auf Veterin\u00e4r umgeschaltet. Das freut mich, denn hier braucht es dringend jemand, der sich um die Tiere k\u00fcmmert. Oben im Bild das ist Sukho, den ich schon von fr\u00fcher kenne. Er lebt irgendwo oben, wo eine T\u00fcr verschlossen ist, kommt aber jetzt p\u00fcnktlich zum Milchtrinken. Wir sitzen morgens auf zwei St\u00fchlen nebeneinander, er auf dem gr\u00fcnen weichen Samt, den ich f\u00fcr mich da hingelegt hatte. Zum Gl\u00fcck muss ich kein Krishna sein. Ich habe ja schon einen Namen. Als ich Krishna um ein Brot bat und den Schein hinhielt, wehrte er strikt ab. Es w\u00e4re das Einzige, was er gerade geben k\u00f6nne, meinte er. Ich wankte zum wartenden Tuc Tuc.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sukho Gestern habe ich mich mit einem sogenannten Tuc Tuc Taxi abholen und zu Krishna und seiner Frau Sunita und dem Sohn Janak bringen lassen. 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