{"id":16501,"date":"2022-12-07T05:53:52","date_gmt":"2022-12-07T05:53:52","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=16501"},"modified":"2022-12-07T05:53:52","modified_gmt":"2022-12-07T05:53:52","slug":"es","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=16501","title":{"rendered":"es"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-16502\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/20221207_102309-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/20221207_102309-300x225.jpg 300w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/20221207_102309-768x576.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/20221207_102309-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<h5>Indien wird gerne mit Hitze verbunden, und nat\u00fcrlich mit Armut, und beides ist durchaus da, doch ist das krasse Gegenteil ebenso da: viel K\u00e4lte und viel Reichtum. Angeblich tummeln sich hier die meisten Million\u00e4re, die sieht man nat\u00fcrlich weniger als die Armen. In Delhi war ich einmal bei Freunden zu Besuch in einer durch W\u00e4chter gesch\u00fctzten Colony, da sah ich im Nachbarhof f\u00fcnf der teuersten Vehikel stehen, die man so kaufen kann, und sah dann den Mann, nachdem seine Frau ihm bei der Chai-Einnahme geholfen hatte, zu seinen Wagen hinuntergehen und dort eine Auswahl treffen. Der Gedanke, dass Geld die meisten Probleme l\u00f6st, ist auch hier seit einigen Jahren voll in Fahrt. Es ist so ein bisschen wie die Freude vieler Menschen auf den Rentenabend, wenn alles, was nicht bedacht und praktiziert werden konnte, nun erscheinen soll, als w\u00fcrde dieses gro\u00dfe Es schon auf einen warten und automatisch mit einem Ich in Verbindung stehen. Deswegen sehen in den Augen der derart Hungernden die Touristen oft aus wie K\u00f6rper, an deren H\u00fcften sich genau das befindet, was es zum Leben braucht. Die Touristen selbst sind eher wie Kinder, die sich oft m\u00fchselig durch das Fremde bewegen, weil sie ja keine Zeit hatten f\u00fcr das Andere, nun aber schockartig mittendrin sind. Die indische Kultur ist wahrlich nicht leicht zu verstehen. Alles sieht so ausgereift auch \u00fcber die Jahrtausende hinweg, und es ist auch die letzte Kultur, die sich der g\u00e4hnenden Leere des Erloschenen zuneigt und ganz von ihr absorbiert werden wird, bevor etwas Neues entstehen kann. Man wei\u00df hier, dass es passieren wird, aber man wei\u00df nicht wann, und \u00fcberhaupt: wie soll man den Kipp-Punkt genau erkennen, wenn etwas ganz eindeutig nicht mehr d a s ist, was es mal von sich selbst dachte. Und so bewegt sich alles in unerm\u00fcdlicher Stetigkeit dahin. Gestern sah ich unten am Wasser eine orangegekleidete Nonne auf dem glitschigen Stein ausrutschen und bis zur H\u00fcfte ins Wasser gleiten. Ein junger Mann eilte zur Hilfe, aber sie war nicht verletzt und ging bereits weiter. In ihrer rechten, erhobenen Hand hielt sie ein Smartphone, dem zum Gl\u00fcck nix passiert war. Trocken und sicher lag es dann da rum, w\u00e4hrend sie ihre Kleidung auswrang. Man kann ja viel Schrecken nachvollziehen, und alles ist Teil des lebendigen Feldes, isn&#8217;t ist?<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Indien wird gerne mit Hitze verbunden, und nat\u00fcrlich mit Armut, und beides ist durchaus da, doch ist das krasse Gegenteil ebenso da: viel K\u00e4lte und viel Reichtum. Angeblich tummeln sich hier die meisten Million\u00e4re, die sieht man nat\u00fcrlich weniger als die Armen. 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